The New PornographersTogether |
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Kaum werden die Tage wieder länger, so dass man sich nach entbehrungsreichem Winter mal wieder nach 20 Uhr freiwillig und ohne hoch aufgeschlagenen Mantelkragen nach draußen traut, stehen auch schon wie bestellt die New Pornographers mit ihrem riesengroßen Cabrio vor der Tür, bereit dazu, mit neuem Album im Player gemeinsam die sonnenbeschienenen Landstraßen unsicher zu machen, um dann irgendwann, irgendwo am Meer angekommen, nach durchgefeierter Nacht selig mit dem Rauschen der Wellen einzuschlafen. |
Horse FeathersThistled Spring |
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Manchmal sind 40 Minuten wie ein einziger Tag. Bei den Horse Feathers aus Portland, Oregon ist das so. Justin Ringle und seine Mitstreiter malen nun schon seit drei Alben wunderbare Jahreszeitenbilder. Dieses Mal allerdings nicht mehr dabei: Peter Broderick, seines Zeichens Multiinstrumentalist auf der Kippe zwischen moderner klassischer Musik und einfallsreichem, wenn auch melancholischem Songwritertum. |
The PharmacyWeekend |
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„What are you doing with your life?“. Mhm. Eine gute Frage, die sich so genau nicht beantworten lässt. Was macht man hier eigentlich? Irgendetwas Neues? Schwerlich, und doch möchte jedeR gern von sich behaupten, er oder sie mache „sein eigenes Ding“. Obwohl es mit Sicherheit an groben Unfug grenzt, von sich selbst in dieser Art zu sprechen, ist das Bestreben, sich von irgendetwas absetzen zu wollen, löblich. Und merkwürdigerweise wurde dieser Wunsch nach Einzigartigkeit einst durch nichts so stark befeuert wie Kollektive, nämlich Popbands. The Pharmacy versetzen uns zumindest musikalisch über den Umweg Punk zurück in eine Zeit, als die ersten großen Musikgruppen Solisten ablösten. |
HundredsHundreds |
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100 gute Gründe: Wir finden das Debüt der Hamburger Neukommer Hundreds äußerst gelungen und zählen einfach mal auf.Zählt ihr mit? |
Emit BlochDictaphones Vol. 01 |
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Den angebrochenen Whiskey in der Tasche, den Sattel sicher gespannt, das Ziel ungewiss; noch kurz der routinemäßige Griff in die Tasche. Ja, genug Kippen sollten es sein. Die Kühe heben trotzig den Kopf, machen aber dennoch Platz. Auf geht’s. Das Diktiergerät griffbereit, die Zügel rechts, in der Linken die feuchte Mundharmonika; die Spuckereste aber trocknen schnell in der aufgehenden Morgensonne. Fest steht: Ein Faible für diese reichlich angestaubten Phantasien sollte vorhanden sein, um sich mit „Dictaphones Vol.01“ auseinandersetzen zu wollen. |
Sam AmidonI See The Sign |
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Sam Amidon hat sich sicherlich eine ganze Menge Geschichten am Kamin- und Lagerfeuer vorlesen lassen, wie sonst wäre seine schon fast kindlich-naive aber dennoch immer zwingende Beschäftigung mit Volksweisen aus lang vergangener amerikanischer Vorzeit zu erklären. Darauf aufbauend hat sich der Junge mit dem Lausbubengesicht und dem viel zu großen Cowboyhut auf fünf Alben dem musikalischen Erbe der Generation seiner Väter und Großväter gewidmet. Auch auf dem aktuellen „I See The Sign“ gelingt es ihm, Tradition und Moderne so zu verweben, dass die strategisch geschickt platzierten Brüche Reizpunkte setzen, aber dennoch den ruhigen Fluss des Gesamtwerkes nicht unterbrechen. |
Eagle SeagullThe Year Of The How-To-Book |
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Schwelgereien auf der Tanzfläche: Eagle Seagull veröffentlichten unlängst den Nachfolger ihres einst durch KritikerInnen wohlwollend aufgenommenen Debüts. Seit dessen Erscheinen hat sich jedoch eine Menge getan, und damit ist nicht nur das bedauerliche Hinscheiden ihres damaligen Labels L’age D’or gemeint. |
MGMTCongratulations |
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Vielleicht war es den Mitgliedern von MGMT ein zusammengeschnittener Mix in einer mäßigen TV-Serie zu viel. Oder einmal zu oft „Kids“ in einem Funsport-Arcade-Game. Vielleicht hat ihnen aber auch Nicolas Sarkozy und die ungewollte Politisierung ihrer Musik den entscheidenden Anstoß gegeben, neue Richtungen zu suchen. Letztendlich wollte man offenbar einfach nur noch surfen. Auch dazu hätte MGMTs 2007er Album „Oracular Spectacular“ gewiss die passende Untermalung geliefert. Rick Rubin lenkte die Band in poppige Gefilde, in welchen sie sich wohl fühlten, und in welchen sich ihre experimentellen Popsongs zu riesigen Hits entwickeln konnten. Das Album schlug (zurecht) immens hohe Wellen. Für unbeschwertes Surfen aber wohl zu hohe. |
Mi AmiSteal Your Face |
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Anzählen? Ein Intro zum Einstimmen? Mitnichten, „Steal Your Face“ beginnt in medias res, startet derartig auf hohem Energiepegel, dass es wirkt, als beträte man einen Raum in dem ein bewegtes Konzert bereits in vollem Gange ist. Eine hohe, aufgekratzte Stimme peitscht über nervös zitternder Gitarre ein, angeschoben von echohaltigem Bassgroove und einer polyrhythmischen Multitude aus Pochen, Pingen, Rappeln und Scheppern die von gefühlten drei Drummern produziert wird. |
Missent to DenmarkI Am Your Son |
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Wie Missent to Denmark auf ihren Namen gekommen sind, sollte man sie anstandshalber wohl lieber nicht fragen (Goldene Musikjournalistenregel Nr. 1), ein wenig verwundern tut es jedoch schon, dass ausgerechnet eine Band, die den zutiefst bayerischen Provinzort Deggendorf als Standort auf ihrer Myspace-Seite angibt, sich ausgerechent nach Deutschlands nördlichstem Nachbarland benennt. |
Tunng...And Then We Saw Land |
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Als 2008 das wunderschöne Album „There Were Wolves“ von The Accidental veröffentlicht wurde schien die Zukunft Tunngs keineswegs als durch Umbesetzungen bestimmt. Dafür gab es hauptsächlich zwei Gründe: zum einen wurden The Accidental als Nebenprojekt, nicht neue Band das Hauptsongwriters und Sängers Sam Genders angekündigt, zum anderen bekamen weder dieses noch seine damaligen Hauptband überhaupt genügend Aufmerksamkeit um die Frage aufzuwerfen, was den nun aus der Folktronica Gruppe werden würde, man freute sich, so man sie kannte, einfach über eine gelungene Überbrückung bis zum nächsten Album der LondonerInnen. |
Ikonika | Scuba | Breakage | Vex'dContact, Love, Want, Have | Triangulation | Foundation | Cloud Seed |
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Bei der Evolution eines Genres dabei zu sein – es gibt kaum Spannenderes! Als dann aber die Kollegen von pitchfork gerade Ikonika zum Paradebeispiel erkoren haben, war das Erstaunen nicht nur mittelgroß. Bisher gelang es dieser Dame nur unter Zuhilfenahme des Frauenbonus‘ positiv auf sich aufmerksam zu machen, zu indifferent, gar langweilig gerieten ihre ersten Gehversuche auf Hyperdub. Außerdem im Test: Die neuen Alben von Breakage, Scuba und den dahingeschiedenen Vex’d. Wer kann neue Impulse setzen? |
Oh No OnoEggs |
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Auch wenn „Eggs“ den oder die Hörende an vielen Stellen sprachlos zurücklässt, ein nicht unwichtiger Bestandteil der Musik des Quintetts Oh No Ono sei von Anfang an als Ursache ausgeschlossen: der Gesang. Ja, diese Stimmen klingen merkwürdig, dabei wollen wir’s aber dann auch belassen. Viel wichtiger als ihre Absonderlichkeit ist nämlich die Produktion, die einer Konzentration auf eine vermeintliche Exaltiertheit vorbeugt, indem sie ein beeindruckend rundes Klangbild schafft. |
Broken Social SceneForgiveness Rock Record |
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Die Wogen haben sich geglättet und kaum jemand spricht heute noch von der „Canadian Invasion“ getauften Welle an Indiebands, die gegen Mitte des letzten Jahrzehnts von den Zentren Montreal und Toronto aus zunächst Amerika und dann auch Europa in Euphorie versetzte. Broken Social Scene […] |
Prins ThomasPrins Thomas |
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Wie der Lindstrøm, so der Hermansen: Nachdem Hans-Peter Lindstrøm noch vor seinem fabelhaften Discopop-Album mit Christabelle bereits letztes Jahr sein erstes Soloalbum veröffentlichte, zieht mit Thomas Moen Hermansen nun die andere Hälfte des Norwegischen Zweigestirns nach und präsentiert unter seinem etwas bekannteren Künstlernamen auf „Prins Thomas“ seine Sicht der Dinge. |
Alva NotoFor 2 |
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Das musikalische Konzept der radikalen Auslassung zieht sich in der elektronischen Musik langsam aber sicher in seine Nischen zurück. Die skelettierten Bass-Orgien britischer Herkunft werden immer häufiger in euphorische Harmonien gekleidet und auch in den Clubs werden Kompromisse eingegangen. Das Chemnitzer „Archiv für Ton und Nichtton“ – Raster-Noton – fühlt sich allerdings in Gallerien wohler, als auf dem Tanzparkett und zeigt sich dementsprechend unbeeindruckt von solch wellenartigen Entwicklungen. Die Künstler des Labels feilen seit knapp 14 Jahren mit wissenschaftlichem Pflichtbewusstsein an der eigenen Formel und bilden so den Gegenentwurf zum Dogma des menschlichen Makels in der Musik, wie er zurzeit in zahlreichen Subgenres der elektronischen Musik zelebriert wird.[…] |

















