The BodyChrists, Redeemers |
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Ich verfolge nicht jede Veröffentlichung von Thrill Jockey, aber wenn mir dann etwas zu Ohren kommt, bin ich zumeist erstaunt – und das, obwohl das Label aus Chicago ohnehin für Überraschungen und das Pfeifen auf stilistische Zuweisungen bekannt ist. Schon immer erschien dort Musik weit weg vom Mainstream – beispielsweise die elektroakustischen Miniaturen von Nobukazu […] |
Sleigh BellsBitter Rivals |
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Wenn Paul W.S. Anderson nach all den „Resident Evil“s nochmal Bock auf einen neuen „Mortal Kombat“ haben sollte, hätten Sleigh Bells mit „Sing Like A Wire“ gleich ein Bewerbungsschreiben für dessen Soundtrack in petto. Es ist eines der am besten gelungenen Stücke auf dem dritten Album des Duos, weil seine rabiaten Synth-Stachelhammer die inhärente Steifheit […] |
TRAAMSGrin |
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„Grin“, das Debüt von TRAAMS, wirkt nach dem ersten Durchgang komplett aus der Zeit gefallen – als hätte es die gesamte „School of 2005“ um Franz Ferdinand, Bloc Party oder Arctic Monkeys nicht gegeben. Als wäre irgendwas mit Post-Punk oder Gang Of Four der heißeste Scheiß seit Menschengedenken, als wäre die Melange aus Kraut- und […] |
Justin TimberlakeThe 20/20 Experience - 2 of 2 |
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Es wäre naheliegend, dieses zweite proppevolle Album Justin Timberlakes anno 2013 bloß als Resteverwertung der Stücke anzusehen, die nicht gut genug für die retroaktiv zur „1 of 2“ erklärten (im Titel war damals noch kein Indiz eines zweiten Teils) „20/20 Experience“ waren – und verfehlt. Timberlake und sein kreativer Dazwischenredner/Produzent Timbaland weigern sich erneut, ihre […] |
AlberichMachine Gun Nest: Cassette Works Volume 0 |
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Hospital Productions ist das Label von Dominick Fernow (alias Prurient alias Vatican Shadow alias Nuclear Pig Shit alias Rainforest Spiritual Enslavement alias …) und hat sich den dunklen bis dunkelsten Seiten der Musik verschrieben. Seit 1998 veröffentlicht Fernow dort – anfangs vornehmlich auf limitierten Cassetten, später auch CD-Rs, Vinyl und „normalen“ CDs – seine eigene […] |
Four TetBeautiful Rewind |
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Seit dem Release von „There Is Love In You“ verging wohl kaum ein Monat, in der nicht irgendein Kollabo-Track, ein DJ-Mix oder sonst eine Veröffentlichung von Kierab Hebden für großes Raunen im Äther sorgte. Man könnte also meinen, der Mann, der sich während des vergangenen Jahrzehnts wie kaum ein zweiter um die Verquickung von Indie […] |
The Dismemberment PlanUncanney Valley |
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Mal wieder folgt auf die Reunion einer verdienten Rockband ein Comeback-Album, doch langsam wird das ständige Formulieren von Erwartungen ob großer Leistungen in der Vergangenheit anstrengend. The Dismemberment Plan haben – das muss man an dieser Stelle eben sagen – um die Jahrtausendwende einen der interessantesten Indierock-Entwürfe geliefert und mit „Emergency & I“ und „Change“ […] |
Black Hearted BrotherStars Are Our Home |
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Supergruppenalarm. Black Hearted Brother sind Neil Halstead (Slowdive, Mojave 3), Mark Van Hoen (Seefeel, Locust) und Nick Holton (Coley Park) und „Stars Are Our Home“ ist ihr gemeinsames Debüt. Die Einzeleinflüsse hört man der Musik durchaus an, sie driftet aber niemals in beliebiges Referenzpoker ihrer Protagonisten, sondern im Fluss erweist sich „Stars Are Our Home“ […] |
Prefab SproutCrimson/Red |
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Über Prefab Sprout zu schreiben, ohne in die Übertreibung abzudriften, fällt schwer – gab es doch in der Geschichte der Popmusik nur Wenige, die den Willen zum perfekten Song, den Mut zur ganz großen Geste so ausgiebig geatmet haben wie Paddy McAloon. Für zu spät Geborene bietet „Crimson/Red“ nun noch einmal allerhand Gelegenheiten, das nachzuhören, […] |
Swearin'Swearin' |
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Crutchfield? Ist das nicht die Frau hinter Waxahatchee? Ja, aber bei der Swearin‘-Gitarristin und -Sängerin Allison handelt es sich um deren Zwillingsschwester, die vor einigen Jahren gemeinsam mit Katie Crutchfield in der Punkband P.S. Eliot spielte. In diesem Jahr veröffentlichen beide bereits das zweite Album ihrer Nachfolgeprojekte – Katie machte im Juni mit „Cerulean Salt“ […] |
Lanterns On The LakeUntil The Colours Run |
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Schon auf dem ersten Album haben die Briten ihren Folkpop in Cinemascope in höchste Höhen gehoben, der Zweitling steht dem in kaum einer Beziehung nach. Bereits der brodelnde, sich zu einer tonalen Morgenröte hinwendende Eröffnungsstück „Elodie“ umarmt mit weiten Klangflächen, mäandernde Gitarrentremoli zerfließen dabei hinter den zärtlichen Gesangslinien Hazel Whites. Streicher reichern das bisweilen sehr […] |
Chastity BeltNo Regerts |
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Mein Erstkontakt mit Chastity Belt war ihr wohlmöglich hässlichstes Promofoto des Jahres. Auch die Tracklist von „No Regerts” offenbart einen ziemlich pubertären, vaginalfixierten Humor – nennt man so etwas heutzutage Post-Riot-Grrrl? Erfrischender als maximal halbironisches, H&M-kompatibles Girlietum ist diese Attitüde auf jeden Fall. Ein gewisser Punk-Spirit zieht sich auch durch den ansonsten rechten wohlklingenden Gitarrenpop […] |
Melt-Bananafetch |
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Noiserock mag sich zwar in gewissen Zirkeln immer noch oder gerade wieder großer Beliebtheit erfreuen, viele der jungen Bands(Ausnahmeerscheinungen wie HEALTH mal außen vor gelassen) verwalten dabei aber lediglich ein seit den frühen 90ern nicht mehr aufgerütteltes Erbe. Zusammen mit einem dem Genre anhaftenden beinharten Machismo ergibt das ein bisweilen eher unangenehm reaktionäres Bild. Gut […] |
TraxmanTEKLIFE Vol. 3: The Architek |
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Das dritte Album aus der Teklife-Clique kommt nach DJ Rashad und DJ Spinn erneut von einer langjährigen Chicagoer Footwork-Größe, nach Spinns porösem Beitrag zeigt sich Traxmans bei doppeltem Umfang deutlich ergiebiger. Nicht jeder Track mag eine Offenbarung sein, doch oft trägt die tollkühne Samplewahl so dick auf, dass Nuancen nebensächlich sind. Spirituellen Folk nimmt sich […] |
Frog EyesCarey's Cold Spring |
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Ist das nicht schön, wenn nach zwei oder drei Sekunden eines Albums klar wird, dass etwas ganz Großes passieren könnte? Wenn bei „The Road Is Long“ die ersten Akkorde verklungen sind, der nuschelnde Gesang Carey Mercers sich zu Höherem berufen fühlt und er „Reform For The Light“ mehr barmt als singt, fühlt es sich unsagbar […] |
Pinkish BlackRazed To The Ground |
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Nachdem sie zwei Alben in Eigenregie herausgebracht hatten, waren die Erwartungen an Pinkish Blacks erstes beim Metal-Groß-Indielabel Century Media immens hoch. „There’s A Man In The House“ entstand noch mit dem ursprünglichen Trio namens The Great Tyrant, dessen Bassist Tommy Wayne Atkins sich jedoch für den Freitod entschied. Einiges spricht dafür, dass er von seinen […] |

















