HoneybloodHoneyblood |
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Honeyblood ziehen ihr Indierock-Debüt zugleich sauberer und schmutziger als die Labelkollegen von TRAAMS oder den ebenfalls aus Glasgow kommenden PAWS auf. Wohldefiniert und ungedämpft wie ihre Vocals braust Stina Tweeddales Gitarre auf, doch selbst über ihrem feinsten Jangle scheppert das Becken von Shona McVicar so kaputt, als wäre es mit der niedrigstmöglichen MP3-Kompression verunglimpft worden. […] |
First Aid KitStay Gold |
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Tja, es ist wieder Sommer und auch ich habe mich aus meiner kühlen, durch und durch schwarzen und feucht-moderigen Gruft immer mal wieder ins gleißende Sonnenlicht gewagt. Um den Übergang nicht zu drastisch zu gestalten, hilft es, sich neben einer dunklen Sonnenbrille auch mental darauf vorzubereiten. Dabei helfen seit Jahr und Tag fluffig weiche Sommerplatten, […] |
Lana Del ReyUltraviolence |
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Lana Del Reys Transformation zur hochpathetischen Kunstfigur zeichnete sich bereits mit ihrem letzten Album „Born To Die“ ab. Stets balanciert die 29-Jährige mit ihren schwermütigen und zigarettenrauchverhangenen Mörderballaden am Abgrund, inszeniert sich dabei als suizidales Pin-Up-Girl, das zwar aus reichem Hause stammt, gerne aber auch die White-Trash-Optik für ihre Zwecke adaptiert. Auch auf ihrem mittlerweile […] |
Ela StilesEla Stiles |
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Für ihr Solodebüt legt die Melbournerin (Bushwalking, Songs) den Bass beiseite und pfeift mit wenig mehr als ihrer Stimme auf Album- und andere Konventionen. Gerade in seiner eigentümlichen Form arragiert sie „Ela Stiles“ aber beachtlich eigencharakteristisch als Molekül vieler kleiner Partikel – und eines enorm großen. Das zehnminütige „Drone Transitions“ ist fast doppelt so lang […] |
Rise AgainstThe Black Market |
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Gibt es etwas schlimmeres als routiniert inszenierten Großhallenpunk? Nun, klar gibt’s das, dünngeistigen Rechtsrock zum Beispiel, aber mit ein paar Missgeschicken wäre das siebte Album der Chicagoer glatt etwas aufregender. Die geschniegelt ebene Produktion ist an sich angenehm, nur nutzen Rise Against sie selten so voll aus wie im frontalmelodischen „Tragedy + Time“ und können […] |
White HexGold Nights |
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Das Goth-Präfix könnten White Hex für den Synthpop ihres zweiten Albums fast schon ablegen. Wirkte ihr 2012er Debüt noch, als hätte Jimi Kritzler die Musik seiner Hauptband Slug Guts reduziert und den letzten Pfiff vergessen, findet das Melbourner Duo mit „Gold Nights“ zu imposantem Eigencharakter. Keine Spur von Schmutz, Splittern und Körnern, „Paradise“ zieht elegant […] |
The Skygreen LeopardsFamily Crimes |
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The Skygreen Leopards sind hierzulande ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Schade, denn die letzten Alben der zum Kreis des Jewelled Antler Collective gehörenden Band waren durchweg feine Folk- oder Popkabinettstücken. Das neue Album „Family Crimes“ entfernt sich deutlich von der Experimentierlust anderer Bands des seit 1999 von Glenn Donaldson gegründeten Kollektivs, das artverwandt zum deutlich bekannteren […] |
Xeno & OaklanderPar Avion |
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Sean McBride und Liz Wendelbo machen ihr kühl-minimales Ding nun schon seit 2003 und surften so eher zufällig auf dem kleinen Coldwave-Revival der letzten Jahre mit – bis 2009 hatte das Genre nicht einmal einen Wikipedia-Eintrag. Auf ihrem vierten Album „Par Avion“ expandiert ihr Synthpop aber endgültig über Retro-Dimensionen, in prachtvoller, fast schon italo-schillernder Klarheit […] |
AlvvaysAlvvays |
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Die Zutaten sind bekannt: Texte, die die Wachstumsschmerzen des Erwachsenwerdens beklagen und sich von der ungestümen Jugendzeit verabschieden, dazu Musik, die nostalgischen Fuzzpop mit schwerelosem Dreampop vermählt. Trotz dieser vermeintlich simplen Formel sticht das Quintett aus Kanada problemlos aus der Masse heraus und hat mit den vorab veröffentlichten Songs „Adult Diversion“ und „Archie, Marry Me“ […] |
GreysIf Anything |
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Mit mehr Drive kann man kaum in sein Debütalbum starten: 34 Snare-Anschläge wetzen in 10 Sekunden über ebenso hallendem, metallenem Gitarrenflattern los, keine anderthalb Minuten später ist „Guy Picciotto“ schon vorbei. Ein wenig mag der Titel täuschen, trotz saftigen Verstärkerjaulens ist der Eröffnungssong von „If Anything“ näher an aufgerautem Pop-Punk als am spröden D.C.-Sound von […] |
Robin ThickePaula |
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Mit seinem siebten Album bleibt der fremdgegangene Robin Thicke vor allem sich selbst treu. Schon mit der Salsa-Eröffnung „You’re My Fantasy“ erinnert er an die südamerikanischen Einflüsse seines 2003er-Debüts, auf dem er wie mit jedem anschließenden Werk vor allem seine auf „A Beautiful World“s Cover abgebildete Ehefrau besang. Eben jene mittlerweile von ihm getrennt lebende […] |
Sia1000 Forms Of Fear |
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Erst setzte Sia Furler den „I’ll make bank writing pop songs for pop starz!“-Teil ihrer 2012er-Ankündigung um und wurde nicht nur in Vocal-Features zu einer Treibkraft der Charts, vor allem ihr auf vage Motivationstexte spezialisiertes Songwriting infiltrierte in letzter Zeit gefühlt die halbe Popwelt. Irgendwie haben sich dabei ihre und Rihannas Vocals mittlerweile zum Verwechseln […] |
BARWelcome To BAR |
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BAR aus Düsseldorf heißen Willkommen. In ihrem Empfangsbereich haben sie gleich mehrere Genretüren offen stehen: Irgendwo zwischen Shoegaze, Synthpop, Balearic, Dreampop und New Wave changiert der schnieke Sound ihres Debütalbums. Mal sind Bass und Melodie quietschig und fröhlich wie in „Sternberg & Mason“, dann mysteriös und getragen bei „Anjali Reverse“. Lucas Croon von Stabil Elite […] |
Lust For YouthInternational |
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Vom Soloprojekt des Kopenhageners Hannes Norrvide ist Lust For Youth mittlerweile zum Trio angewachsen, doch ihr erstes Album in dieser Zusammensetzung initiiert auch einen kühneren, radikalen Schritt: vom dunklen, noisigen Kellerklang in sonnig-hellen Synthpop. An der Grunddynamik der stampfenden Beats hat sich wenig geändert, nur haben Lust For Youth Dumpfheit, Rauschen und Sägezahnkanten ihres Sounds […] |
UltraMantis BlackUltraMantis Black EP |
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Was soll man von einer Band erwarten, die von einem professionellen Wrestler angeführt wird? Es könnte die ganz dicke, schwülstige Hair-Metal-Verbeugung werden: Dicke Eier, dicke Hose, langhaariger Machismo und Misogynie inklusive. Wenn, ja wenn mit Relapse nicht ein als geschmackssicher geltender Metal-Riese für die Veröffentlichung verantwortlich wäre und wenn UltraMantis Black in einer der üblichen […] |
LowerSeek Warmer Climes |
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„Noch eine postpunkige Kopenhagener Band auf Matador?“ Das dachten sich vielleicht auch Lower und emanzipieren sich auf ihrem Debütalbum weitgehend von der rohen Haudrauf-Intensität, die Vergleiche mit ihren Freunden Iceage allzu naheliegend machten. Nach der kompromisslosen „Walk On Heads“-EP lässt „Seek Warmer Climes“ aber nur bedingt Milde walten, Adrian Toubros reimlose Textzeilen öffnen sich zwar […] |







