Robin ThickePaula

Mit seinem siebten Album bleibt der fremdgegangene Robin Thicke vor allem sich selbst treu. Schon mit der Salsa-Eröffnung „You’re My Fantasy“ erinnert er an die südamerikanischen Einflüsse seines 2003er-Debüts, auf dem er wie mit jedem anschließenden Werk vor allem seine auf „A Beautiful World“s Cover abgebildete Ehefrau besang. Eben jene mittlerweile von ihm getrennt lebende „Paula“ steht diesmal schon im Albumtitel als große Inspiration über allem, doch musikalisch ist daraus wenig Ergiebiges erwachsen. „Still Madly Crazy“ bringt die Entschuldigung noch so kompakt auf den Punkt, wie es popsongverträglich ist. Im Anschluss wird das Album zur teils reuevollen Beziehungschronik, deren Erzählperspektive aber gerade vor dem Hintergrund realer Ereignisse einer ausreichenden Selbstreflexion im Weg steht („You’re way too young to dance like that in front of a man like me“). Dass Thicke explizit über sie singt, die nicht mit ihm zusammen sein will, fügt einen üblen Beigeschmack zu ohnehin ziemlich faden Songs, denen man spätestens in sinnlosen Texten und dem als dramatisches Element oft deplatzierten Soul-Chor anmerkt, wie schnell sie zusammengeschustert wurden.

2 Kommentare zu “Robin Thicke – Paula”

  1. Wenig überraschend, so wie das ohne Hitsingle hastig auf den Markt geworfen wurde, wobei das letzte glaub ich auch insgesamt nur um die 20000 dort abgesetzt hat. In den USA, wo’s promotet wurde, dafür in die Top 10 der Albumcharts.

Einen Kommentar hinterlassen

Platten kaufen Links Impressum