Was soll man von einer Band erwarten, die von einem professionellen Wrestler angeführt wird? Es könnte die ganz dicke, schwülstige Hair-Metal-Verbeugung werden: Dicke Eier, dicke Hose, langhaariger Machismo und Misogynie inklusive. Wenn, ja wenn mit Relapse nicht ein als geschmackssicher geltender Metal-Riese für die Veröffentlichung verantwortlich wäre und wenn UltraMantis Black in einer der üblichen amerikanischen Patriotenligen wrestlen würde, deren wilde, reaktionäre Jungs auf ebensolchen Mainstream-Metal mit wehenden Haaren in den Ring reiten. Das macht der Veganer und bekennende Kommunistenfreund UltraMantis Black allerdings nicht und rekrutiert seine Band bei den absolut kitschunverdächtigen Mitgliedern von Pissed Jeans. In dieser Konstellation werden dem Hörer, in der Spielzeit eines halben Slugde- oder Black-Metal-Songs, neun Grindcore- und Noiseschrapnelle mit einer Spieldauer von 49 Sekunden bis 3 Minuten um die Ohren kartätscht. Nicht unbedingt originell und ganz schön End-80er, Anfang-90er, aber zur rechten Zeit am rechten Ort pures Gold.

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