Xeno & OaklanderPar Avion
Sean McBride und Liz Wendelbo machen ihr kühl-minimales Ding nun schon seit 2003 und surften so eher zufällig auf dem kleinen Coldwave-Revival der letzten Jahre mit – bis 2009 hatte das Genre nicht einmal einen Wikipedia-Eintrag. Auf ihrem vierten Album „Par Avion“ expandiert ihr Synthpop aber endgültig über Retro-Dimensionen, in prachtvoller, fast schon italo-schillernder Klarheit ergießen sich synthetische Ströme, pointiert melodische und halsbrecherisch dichte Arpeggioläufe über gern mal ebenso rasant vorantreibender Perkussionsprogrammierung. Der weniger polierte Gesang der beiden verläuft zu diesen Strukturverwebungen so intuitiv, dass er in „Lastly“ oder im Titelstück den passenden stimmlichen Ausdruck zur instrumentalen Topographie stellenweise nicht so recht findet, doch das zeugt auch davon, wie Xeno & Oaklander nach ihren alten Abenteuern in Lo-Fi nun im Detail faszinierender geworden sind.


