The Felice BrothersFavorite Waitress |
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Da ist sie also, die Konsolidierungsplatte nach dem identitätsgefährdenden Debakel von „Celebration, Florida“. Die Felice Brothers haben sich wieder ihrer Folk-Kernkompetenz zugewandt und verzichten auf zwanghafte Experimente. Das hat der Band merklich gut getan, Vieles auf „Favorite Waitress“ ist gelöster und pointierter produziert als die knarzig-polternden Erstwerke. „Cherry Licorice“ und „Lion“ aber fügen sich nahtlos […] |
The MurlocsLoopholes |
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Retro ist Trend. Klamottentechnisch wird auf die 90er geschielt, im Radio läuft Eurodance und überhaupt orientiert sich Vieles an Vergangenem. Auch mit den Murlocs aus Melbourne schaut man rückwärts in die Zeit der Doors und der Jimi Hendrix Experience. Nach zwei EPs aus dem Jahr 2012 kommt das Nebenprojekt von King Gizzard & The Lizard […] |
Mark EProduct Of Industry |
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Mark Es Zeitlupenhouse erfordert und belohnt Geduld. Ein Enthüllungseffekt wie in der erleuchteten Mitte des dichten „Bog Dance” ist dafür nicht unbedingt von Nöten, von Anfang bis Ende verändert sich „Being Hiding” fast nur in der Menge seiner Komponenten, die den souligen Vocals von Bing Ji Ling zum Gefühlsträger gereichen. Der langjährige Disco-Edit-Meister aus Wolverhampton […] |
LoneReality Testing |
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„Jetzt neu: Mit abgerundete Ecken!“ Dieser Spruch aus einer alten Käsereklame beschreibt zielgerichtet die Entwicklung des englischen Produzenten Lone, auf dessen aktuellem Album die Gefälligkeit sonnt. Freundlich wabern die Samples über Sandkörner, die noch die Restsonne des Tages abstrahlen und die dunstigen HipHop-Beats laufen entspannt über die Promenade und verkneifen sich jeden breitbeinigen Gang. Die […] |
Gold-BearsDalliance |
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Das zweite Album von Jeremy Underwoods schrammelnder Indiepop-Band macht ohne Bremspedal exakt so weiter, wie ihr Debüt aufhörte: mit gefärbtem Schwarzweiß-Artwork und einem Song namens „Yeah, Tonight“. Gleichwohl verbirgt sich unter identischem Titel ein anderer Inhalt, doch die Güteklasse von Gold-Bears‘ bravourösem Popgepolter ist wie auch im Folgenden erstaunlicherweise hoch geblieben. Ihr Gitarrenrauschen ist in […] |
Mongol HordeMongol Horde |
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Die Raubzüge des Dschingis Khan sind für den Terror, den sie mit exzessiver Gewalt, Plünderung, Vergewaltigung und Versklavung von Frauen verbreiteten. Frank Turner macht daraus für sein Hardcore-Trio einen vergnüglichen Ausflug mit den Lads: “Saddling up with the boys/ And heading on out to the west […] Lock up your daughters/ You need a Mongolian […] |
FatimaYellow Memories |
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„Yellow Memories“ zeigt eine Stimme in fein(ge)fühligem Dialog mit dem Groove. Dass die in London lebende Schwedin auch eine orchestral satt instrumentierte (Neo)Soulplatte hätte einspielen oder zu minimalster Begleitung eine imposante Stimme voll raushängen lassen können, zeigen der erste und letzte Song ihres Debütalbums, doch dazwischen entwirft Fatima noch faszinierender eine seelenvolle R’n’B-Moderne. Dabei hält […] |
SeahawksParadise Freaks |
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Pete Fowler und Jon Tye sind als Seahawks auf ihrem neuen Album zum glorreichen Sommerpsychedelik-Kollektiv angewachsen, unter anderem mit Hot Chips Al Doyle am Bass und Gesang von Maria Minerva, Tim Burgess (Charlatans) und Indra Dunis (Peaking Lights). In dieser volleren Ausformung wird die Benommenheit ihrer Musik unter nieselnden Overdubs nur noch mehr zum farbenfrohen […] |
Haunted HeartsInitiation |
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Sind sie bei ihren Hauptbands eigentlich weniger für halbe Sachen bekannt, begrenzen sich Dee Dee Penny (Dum Dum Girls) und ihr Ehemann Brandon Welchez (Crocodiles) auf ihrem ersten gemeinsamen Projekt Haunted Hearts tatsächlich in gewisser Weise selbst. Statt die jeweiligen Stärken zu vereinen, scheinen beide nur eine Hälfte zu dem knallbunten Popgemisch auf „Initiation“ beizusteuern, […] |
No ProblemAlready Dead |
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Nennt mich altersmilde, gefangen in einer Welt der Retromanie, aber „Already Dead“ von No Problem, welches auf der Post-Punk/Punk/Hardcore-Institution Deranged Records veröffentlicht wurde, ist die unverschämt beste 80er Hardcore/Punk Sause, die ich seit Längerem gehört habe. „Already Dead“ geht runter und macht Spass, wie eine Mitte der 80er mit den Kumpels zusammengeschnorrte Palette Karlsquell oder […] |
Giana FactoryLemon Moon |
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Ein „Produced By Trentemøller“-Sticker mag auf dem zweiten Album von Giana Factory kleben, doch wer das Debüt des Electropop-Trios kennt, mag schon vermuten, dass diese Zusammenarbeit keine radikale Veränderung seiner stimmungsvollen Essenz bewirkt hat. Zumindest eine fein gewobene, effektvolle Klangflächenreduktion geht aber bestens mit dem eleganter gewordenen Songwriting der Däninnen einher: Harmonische bis polyphone Gesangsmelodien […] |
SvfferLies We Live |
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Die Produktion mag nicht wie der wichtigste Aspekt im Hardcore erscheinen, aber das großartige Debütalbum des Münsteraner/Bielefelder Quartetts wäre längst nicht so wirkungsstark, wenn nicht sein teerverkrusteter Bass so bedrückte. „Lies We Live“ ist in seine tiefdunklen Vibrationen gehüllt, der Sechssaiter verbiegt und windet sich darunter immer wieder in metallenem Aufjaulen zu geschrieenen und gebellten […] |
Clean BanditNew Eyes |
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Bringt man die ersten fünf Songs auf „New Eyes“ in die Reihenfolge, in der sie chronologisch als Singles erschienen, deutet sich schon an, warum Clean Bandits Debütalbum arg die Geduld strapaziert. Wie schon viele Veteranen und Neulinge dieses Jahr durchbrach das Quartett die porös gewordene Linie zwischen britischem Dancepop-Untergrund und Singles-Charts, doch mit dem bumsfidelen […] |
Wolf AliceCreature Songs EP |
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Das muss Verstärkerliebe sein: Mit jeder mittelkleinen Veröffentlichung wird das Londoner Quartett nicht nur produktionsmäßig radiotauglicher abgerundet, sondern vor allem gehörig lauter. Zwischen dem lo-fi-gedämpften Indiepop/-rock der Debütsingles und der Grungeflut von „Moaning Lisa Smile“ liegen gefühlte Welten, vor allem der satte Bassgang lässt fast darüber hinweghören, dass die beiden steifen Eröffnungsstücke mit nicht gerade […] |
Young WidowsEasy Pain |
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Das vierte Album von Young Widows ist auf allen Ebenen bedrohlich und angsteinflößend. Schwerfällig ziehen sich die ersten beiden Tracks auf „Easy Pain“ hin, bis im wüsten „Kerosene Girl“ endgültig Gewissheit herrscht, dass das Album zuallererst durch diese intensive Atmosphäre geprägt wird. Auf die Brechstange ihrer vorherigen Werke verzichtet die Band. Das ist nur konsequent, […] |
BathsOcean Death EP |
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Der 25-jährige Kalifornier Will Wiesenfeld alias Baths ist vieles: Melodieschöpfer, experimentierfreudiger Electronic-Künstler mit Vorliebe für Glitchsounds, vor allem aber auch ein echter Stimmungsmacher. Seine neue EP „Ocean Death“ bildet da keine Ausnahme und vibriert sich mit dem gleichnamigen Eröffnungssong schnell in Herz und Kopf, um dort angesichts der nächtlichen Seebestattung zuerst für Verzücken, dann für […] |












