David RamirezFables |
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Ein Album wie ein Tagebuch: David Ramirez‘ kraftvoller Songwriter-Folk klingt so unmittelbar und tröstlich wie eine Seite mit den eigenen Aufzeichnungen. Aufgenommen mithilfe seines Freundes Noah Gundersen, dessen letzte eigene Alben leider ein wenig unbeachtet blieben, entpuppt sich „Fables“ als feinsinniges Werk, das sich wunderbar zwischen warmherzigen Americana-Klängen und beherztem Alt-Country niederlässt. Allen voran im […] |
Anderson .PaakMalibu |
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Zu Beginn von Anderson .Paaks zweitem Album scheint es, als habe er es nach seinem gelegentlich chaotisch bis verworrenen Debüt im Gegenzug übertrieben und käme aus dem Gemütlichkeitsgang gar nicht mehr raus. Doch die goldene Mitte findet er bald, zu vintage-verschmiertem Boom-Bap und choral bestrichenem Soul-Groove, zu Dämmerlicht-Disco und erotisierter Psychedelik reflektiert er mit hell-krächziger […] |
BloodiestBloodiest |
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Dieses Album hat mich wirklich überrascht. Die Kombination aus Bandname und Label sprach in meinem dunklen Hirn gleich die stammesgeschichtlich älteste Region an und so freute ich mich auf gedärmschräddernden Death Metal (gut, Sludge wäre auch in Frage gekommen). Und dann? Aus den Boxen kam nicht mal Metal, zumindest nicht im klassischen musikalischen Sinn. Zwar […] |
Roly PorterThird Law |
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Es rumort weiter im Weltall: Zu den letzten Werken von Noveller und Ben Frost gesellt sich Roly Porter, der abermals den Soundtrack einer kosmischen Dystopie heraufbeschwört. Zunächst ehrfürchtig vor den unvorstellbaren Dimensionen ferner Galaxien, wenden sich die ominösen Chöre und das metallene Ächzen von „Third Law“ in der zweiten Hälfte aber weg vom Porträt der […] |
Odetta Hartman222 |
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Mehr als alle anderen Instrumente, die Odetta Hartman für ihre Heimproduktionen eingespielt und zusammengeführt hat, steht das Cello auf „222“ im Fokus, und das überaus divers. Trägt es „Limoncello“ fast schon gedankenverloren gezupfelt in Dream-Folk-Gefilde, in denen das Mikrophon jedoch noch immer jeden quietschenden Slide aufnimmt, schlägt Hartman es in „Dreamcatchers“ barsch an, lässt die […] |
Baaba MaalThe Traveller |
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Nein, wie traditionelle senegalesische oder andere Musik aus Westafrika klingt das elfte Album von Baaba Maal nicht gerade. Ließ der Gitarrist auf „Television“, seinem 2009er-Album mit Brazilian Girls, bereits elektronische Elemente in seine Musik einfließen, ist „The Traveller“ nun durch und durch Electro-Folk mit poppigem Panorama-Klang. Größtenteils auf heimischen instrumenten (vor allem Drums) in seinem […] |
The DrinkCapital |
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Wird uns dieses Londoner Gitarrenpop-Trio jetzt etwa gegen Ende jedes Jahres ein neues Album bescheren? Unwahrscheinlich, aber obwohl Dearbhla Minogue mit The Wharves mittlerweile schon eine zweite exquisite Band gegründet hat, wird die Irin ihrer findigen, manchmal gar unvorhersehbaren Saitenwanderungen nicht müde. In helleren Tönen als auf dem Debüt „Company“, doch immer noch gelegentlich in […] |
Destroy JudasForever Like Stars...We Shine |
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Destroy Judas haben eine gewagte monolithische Veröffentlichung in die Welt entlassen, die in ihrer Kompromisslosigkeit an Inter Armas „The Cavern“ erinnert. Die hatten mit ihrem 45-Minuten-Epos eher nicht überzeugt, „Forever Like Stars…We Shine“ ist als einziger Albumtrack mit seinen drei Teilsegmenten und einer Laufzeit von 38 Minuten jedoch komplett mitnehmend und überzeugt auf der ganzen […] |
The Japanese HouseClean EP |
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Die Gerüchte, dass es sich bei The Japanese House um ein Inkognito-Nebenprojekt von The 1975 handelt, dürften mittlerweile verstummt sein. Auf Amber Bains zweiter EP findet sich zwar immer noch die eine oder andere klangliche Verwandschaft in den gläsernen Saiteninstrumenten, doch das auszeichnende Merkmal ihres bodenlosen Electro-Pop ist ein ans Psychedelische grenzende Arrangieren von harmonisierend […] |
Bill Ryder-JonesWest Kirby County Primary |
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Bill Ryder-Jones geht es gelassen an. „West Kirby County Primary“ ist Musik für Tage, die gezwungenermaßen drinnen verbracht werden müssen und entspannte musikalische Untermalung brauchen. Draußen regnerisches Herbstwetter, drinnen Wärme, ein Wollpullover und Ryder-Jones‘ sedative Stimme. Auf dem Album steht sie konsequent im Vordergrund, die meist sehr sparsame Instrumentierung aus Gitarrenakkorden, zaghaftem Schlagzeug und vereinzelten […] |
EsmerineLost Voices |
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Auch auf ihrem fünften Album sind von Esmerine keine großen Überraschungen zu erwarten, stattdessen punkten sie einmal mehr mit ihrem typisch kanadischen Post-Rock. Soll heißen: Über weite Teile bedächtig arrangierte Kammermusik trifft immer in den richtigen Augenblicken – und diesmal vermehrt – auf aufbrausende Eruptionen. Esmerine hatten immer das Pech, in der Wahrnehmung vieler hinter […] |
BagarreMusique De Club EP |
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Lässiger kann man sich kaum vorstellen: „Bon soir, nous sommes Bagarre“ begrüßt das Pariser Quintett auf seiner zweiten EP, loopt erst und zerhackstückelt dann das cool runtergesprochene Intro über frenetisch klappernden Juke-Pads. Richtig zur Sache geht es dann in „Claque-le“, einem herrlich tighten Rhythmusstotterfest aus multiplen Stimm- und Perkussionsmustern mit Wolfsgeheul- und Chipmunk-Breakdown, das nicht […] |
Totally MildDown Time |
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Auf ihrem Lo-Fi-Debüt „Castanet“ war Elizabeth Mitchells Stimme oft a cappella die einzige Präsenz. Für ihr zweites Album hat die Melbournerin nicht nur die Soundqualität erheblich veredelt, sondern Totally Mild auch zur vollwertigen Band geformt, die mit eleganter Langsamkeit beiden Bedeutungen des Albumtitels gerecht wird: „Down Time“ widmet sich in körperlich-geistiger Niedrigbeschäftigung emotionalen Tiefen und […] |
CHVRCHΞSEvery Open Eye |
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Im Endeffekt ist es meist unerheblich, ob Popalben in Kollaboration von KünstlerInnen mit verschiedenen Produktions- und Songwriting-Teams entsteht oder im festen Rahmen einer eher traditionell aufgestellten Band. Dass hinter dem Debütalbum von CHVRCHΞS die gleichen drei Kreativköpfe standen wie hinter dem Nachfolgewerk, lässt aber besser erkennen, wie sehr das Glasgower Trio selbst gereift ist. Schließlich […] |
Kitchen's FloorBattle Of Brisbane |
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Schon bemerkenswert, wie viele der besten australischen Platten auf französischen Labels eine Heimat finden: Wo XVIII Records unlängst die Debüts von Royal Headache und TV Colours herausbrachte, erschien auf Bruit Direct Disques nach den fabelhaften Alben von The Frightening Lights und Wonderfuls im letzten Jahr nun auch das dritte Album von Kitchen’s Floor. Das Schlagzeug […] |
FoalsWhat Went Down |
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Foals sind eine Band, für die Songwriting aus vagen Gesten besteht, für die ein ¾-Takt Math Rock ist, die nackte Frauen in jedes zweite Video ihrer letzten beiden Alben einfügen musste (denn woran lässt sich sonst ein kunstvoller Musikclip erkennen). Wenig überraschend, dass das Bemühen um einen brachialeren Rock-Gestus auf ihrem Viertling ähnlich hohl ausfällt. […] |


