Bent ShapesWolves Of Want |
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Auch wenn die Playlisten dieser Streamwelt unter dem Begriff etwas anderes zu verstehen scheinen: Bent Shapes aus Boston machen Indie-Pop, im sehr ursprünglichen Sinn. Leicht daran erkennbar, dass das Quartett mit seinem zweiten Album auf Slumberland gelandet ist, ein kurzes Reinhören liefert zur Bestätigung Jangle-Gitarren und ebenso beseelt-flotten Schlagantrieb. In der erweiterten Melodik – Neuzugang […] |
Wild NothingLife Of Pause |
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Streng genommen wirkt „Life Of Pause“, das dritte Album von Wild Nothing, eher wie ein trickreiches Mixtape: Jack Tatum, Mädchen für alles und logischerweise Chef der Ein-Mann-Band aus Virginia, spielt offen mit seinen mannigfaltigen Einflüssen. Man vernimmt den verwaschenen Traumsound von Deerhunter, die süffisante Opulenz von Destroyer und jede Menge Pop, der „Life Of Pause“ […] |
Adam FaucettBlind Water Finds Blind Water |
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Wenn man einem Songwriter heutzutage das Attribut „aus der Zeit gefallen“ gibt, vereint er nicht selten den Geist der 60er, 70er und das Beste von heute. Runtergebrochen auf Adam Faucett, dessen drittes Album „Blind Water Finds Blind Water“ endlich auch seiner weltweiten Veröffentlichung entgegen strebt, finden sich genau diese Jahrzehnte in den zuweilen etwas zu […] |
The Dirty NilHigher Power |
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Die Messlatte an fühlbarer Spielfreude ist für 2016 gelegt: Als hätten The Dirty Nil die pure Rock’n’Roll-Lust von Ex Hex und Japandroids absorbiert, rifft und johlt und hämmert das Trio los, dass es nur so fetzt und pfeift. Die Soundintensität von „Higher Power“ hat eine wohlgeformte Dimension von Bass bis Höhen, die so dem ohnehin […] |
Muncie GirlsFrom Caplan To Belsize |
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Das Debütalbum des Trios aus Exeter ist eines, dem man für die Anbeilage der Lyrics dankbar ist – auch wegen Lande Hekts Vokale umtonenden und Konsonanten verschluckenden Akzents, vor allem aber, weil die punkig-melodische Dichte ihrer Songs um Texte von prägendem Gewicht konzentriert ist. Nicht ausladend, aber mit klar ausgerichteten Sätzen adressiert „Respect“ Misogynie und […] |
Adrian YoungeSomething About April II |
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Für Adrian Younge ist Musik Leben und Erlebnis. Das neue Werk des für seine Produktionen mit Ghostface Killah, Bilal oder Kendrick Lamar bekannten Kaliforniers ist ein kurzer, doch ungemein erfüllender Psych-Soul-Trip, der in Klang und Wort mit der Hörwahrnehmung spielt: „We succumb to the lust/ Succumb to the sound of the speakers[…]/ Adjust the bass […] |
Nada SurfYou Know Who You Are |
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Auf „You Know Who You Are“, dem achten Album von Nada Surf, gibt es vor allem keine Überraschungen. Das Quartett um Matthew Caws konzentriert sich auf die ureigene Kernkompetenz, die alltäglichen Hochs und Tiefs in beschwingten Gitarrenpop zu übersetzen. Das ist oft grundsolide Songwriting-Kunst, die zwar selten atem- oder sprachlos macht, in einigen Momenten das […] |
PalehoundDry Food |
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Das Debütalbum der Bostonerin beherbergt Songs von einer zimmerfolkigen DIY-Qualität, dass es wenig überraschen würde zu erfahren, Ellen Kempner hätte neben Gitarre, Bass und Gesang auch noch die Drums eingespielt. Solo mit mehr Variationsspielraum als aufgabenverteilende Bands ausgestattet, lässt sie „Cushion Caging“ halbakustische Akkorde zu schepprigen Drums in verzerrte Ausbrüche führen oder taucht mit blubbrig […] |
Ty SegallEmotional Mugger |
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„Emotional Mugger“ nennt sich das neueste Werk von Ty Segall, der sich hier aber Ty Garrett Segall nennt. Von einer ‚Peter Dougherty‘-sierung à la „Ich will jetzt als Elder Statesman wahrgenommen werden!“ ist hier glücklicherweise nichts zu spüren, auch wenn Segall diese Wahrnehmung – 17 Alben, 23 EPs/Singles und noch so einiges mehr stehen bei […] |
So Pittedneo |
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Dass Kopfhörer-Noiserock durchaus ein Ding der Möglichkeit ist, lässt sich am Debütalbum von So Pitted erfahren. Das Seattler Trio hat seine Wandelbarkeit durch Permutation – Jeannine Koewler nutzt für ihre Gitarre einen Bassverstärker, während sich Liam Downey und Nathan Rodriguez in den Rollen als Drummer und singender Gitarrist abwechseln – auch im Studio umgesetzt, so […] |
Eleanor FriedbergerNew View |
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Eleanor Friedbergers drittes Soloalbum ist auch so etwas wie der Abschluss einer Entwicklung. Stück für Stück entfernte sie sich in den letzten Jahren immer weiter von der aufbrausenden Dynamik der Fiery Furnaces und näherte sich dafür klassischem amerikanischen Songwriting an. Auf „New View“ treibt sie die schon auf dem Solodebüt zu beobachtende auffallend konservative Herangehensweise auf […] |
NO ZUAfterlife |
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Gleichgewicht der Ströme: Je mehr sich Australien zur Brutstätte für geschniegelten Yuppie-Electro wie Flume und Chet Faker entwickelt, umso lebhafter strömen in den letzten Jahren auch schräge Dance-Gruppen aus heimischen Untergrund-Labels, die noch vor Kurzem überwiegend den Gitarren verschrieben waren. Auf seinem zweiten Album „Afterlife“ zelebriert das Melbourner Oktett NO ZU die kollektive Macht der […] |
Milk TeethVile Child |
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Nicht nur mit seinen körnig-verbeulten Akkordwalzen scheint das Debütalbum von Milk Teeth irgendwo zwischen „Nevermind“, „Live Through This“ und „The Colour And The Shape“ aus der Generation X gefallen, auch mit den Texten über soziale Entfremdung, Frustration und Langeweile. Sicherlich Probleme, die Jugendliche nicht zum letzten Mal (oder ersten, mein lieber Werther) in jenem Jahrzehnt […] |
WetDon't You |
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Das New Yorker Trio Wet hat seinen Sanftpop-Stil seit der feinen, selbstbetitelten 2013er-EP etwas zu zaghaft expandiert. Die beiden besten Songs davon, „You’re The Best“ und „Don’t Wanna Be Your Girl“, sind auch noch auf dem Debütalbum „Don’t You“ deutliche Highlights, doch dass man schon länger mit ihnen vertraut sein könnte, ist nicht etwa das […] |
JeremihLate Nights: The Album |
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Zweimal kommt das lang ersehnte Major-Debüt des R’n’B-Samtstimmchens ins Straucheln. Zuerst gleich im eröffnenden „Planez“, das J. Cole mit seinem lausigen „Dick so big it’s like a foot in your mouth“-Vers rüde zu Boden zerrt, und dann als in der Ziellinie des Albums „Don’t Tell ‚Em“ einsetzt und “Ich bin eine DJ-Mustard-Produktion von 2014“ schreit […] |
BasementPromise Everything |
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Es hat schon so manches Album verdorben, wenn eine Band darauf gerade in vollem Schwung ist, sich dann aber an einer missratenen Akustiknummer verstolpert. Im Falle von Basement verhält es sich fast genau andersherum: „Promise Everything” erwacht gerade dann zum Leben, wenn es den Druck runterschraubt und sich Powerballaden wie „Oversized”, „For You The Moon” […] |



