FoalsWhat Went Down

Foals sind eine Band, für die Songwriting aus vagen Gesten besteht, für die ein ¾-Takt Math Rock ist, die nackte Frauen in jedes zweite Video ihrer letzten beiden Alben einfügen musste (denn woran lässt sich sonst ein kunstvoller Musikclip erkennen). Wenig überraschend, dass das Bemühen um einen brachialeren Rock-Gestus auf ihrem Viertling ähnlich hohl ausfällt. „Snake Oil“ will Icarus Line sein, wird als 08/15-Bluesrock in potentiell interessant voluminösem Sound jedoch schnell zum drögen Morast, so vermatscht, dass es keine Fokuspunkte zum Hören bietet. Zu sehr ist die Songkonstruktion auf „What Went Down“ an ein Klangbild gekoppelt, dem es an gezielter Ausformulierung mangelt, zugleich so vollgestopft und unsauber, dass die Einzelteile der Groovemaschine einander in die Quere kommen und sowohl griffige Details als auch einen Gesamteffekt verwehren. Viele der Songs beginnen in Moll-Schwertrott, führen einen leichteren, helleren Sound ein und suchen gegen Ende einen intensiven Klimax, was ohne Wiederaufgreifen eines zuvor etablierten Parts jedoch als Non-Sequitur-Pose verpufft. Gelungener legt da „London Thunder“ emotionales Gewicht in ein rhythmisch weniger beschäftigtes Gerüst, hier steigern sich Foals einmal nicht so ins schwülstige Pathos wie bei „Albatross“ und bemühen sich auch nicht so krampfhaft um Dynamik wie das vielversprechend beginnende, in technoider Repetition aber ziellos voranstampfende „Night Swimmer“. Es sind die kleinen Gesten, die hier besonders überzeugen.

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