ClassixxFaraway Reach |
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Sommerliche Dance-Klänge hatten vor allem durch die Tropical-House-Chartwelle über die letzten beiden Jahre nun wahrlich Hochkonjunktur. Nachdem ihr grandioses 2013er-Debüt ähnliche Vibes schon reichhaltiger vorweggenommen hatte, denken Michael David und Tyler Blake gar nicht daran, mit „Faraway Reach“ nun andere Gefilde anzusteuern – es wäre ihnen vermutlich misslungen. Warme Blubber- und goldige Pluckermelodien, House-Piano und […] |
PUPThe Dream Is Over |
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PUP sind Unruhetiere – und auch Herdentiere: Nur bis zur Mitte der ersten Strophe braucht das punkige Quartett, um sich bei „Sleep In The Heart“ zum Gruppen-Singalong zu steigern. Die melodischen Shouts lassen zuerst kaum vermuten, dass Sänger Stefan Babcock dort auf das Ableben eines Haustiers zurückblickt, sind aber typisch für den vitalen Trotz, mit […] |
DälekAsphalt For Eden |
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So sehr sich HipHop in den letzten Jahren sowohl im Kern als auch in der Außendarstellung geändert haben mag, so spurlos ist diese Entwicklung offenbar an Dälek vorbeigezogen. Sieben Jahre nach dem letzten Album ist auch „Asphalt For Eden“ ziemlich genau das geworden, was man erwarten durfte: Düstere Szenarien einer kollabierenden Gesellschaft und zerbröselnder Strukturen […] |
Fatou Seidi Ghali & Alamnou AkrouniLes Filles De Illighadad |
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Eine ganz besondere Platte mit der einfachen, aber höchst wirkungsvollen Struktur unterschiedlicher Hälften: Fatou Seidi Ghali, eine der wenigen Gitarristinnen unter den nordwestafrikanischen Touareg, spielt über meist monotoner Bassnote in sich gekehrt auf der Akustikgitarre, das Einlullen der zwischen Reptition und Variation wechselnden Melodiezirkel mit ihrer beruhigenden Stimme noch verstärkend. Drei Minuten reichen ihr dafür […] |
September GirlsAge Of Indignation |
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In der künstlerischen Entwicklung von Album zu Album fallen kleinere, durchaus signifikante Meilensteine ja schon mal unter den Tisch. Daher sei an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erwähnt, dass September Girls schon auf der „Veneer“-EP Ende 2014 einen deutlichen Sprung nach vorne gegenüber ihrem im gleichen Jahr erschienenen Debüt vollzogen. Den festigt das Dubliner Quintett […] |
EagullsUllages |
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Was kam für Eagulls wohl zuerst – die stilistische Hinwendung zum kommerziell erfolgreichen Mittachtziger-Cure/Bunnymen-Sound oder die Erkenntnis, dass Sänger George Mitchell mit seiner wehleidigen Stimmfärbung bei Robert-Smith-Soundalike-Wettbewerben immer respektabel abschnitt? Es ist schon ein bemerkenswerter Schritt für die Engländer, die 2013 mit großer Klappe und Presse-Echo andere Bands der unauthentischen Poserei bezichtigten, mit ihrem zweiten […] |
Alex AnwandterAmiga |
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Fans chilenischer Popmusik ist Alex Anwandter bereits als ein Drittel der Anfang des Jahrzehnts mit Javera Mena und Gepe aufgekeimten Pop-Speerspitze des Landes bekannt, international trat er kürzlich aber auch als Regisseur ins Rampenlicht. Sein Film „Nunca Vas A Estar Solo“, der im Vorfeld der Berlinale den Jurypreis des Teddy-Awards erhielt, zeigt noch bedrückender als […] |
Esperanza SpaldingEmily's D+Evolution |
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Esperanza Spalding will viel und kann fast alles. Das fünfte Album der Grammy-Gewinnerin sprüht nur so vor Ideen, ohne sich damit gewichtig zu überladen oder undurchdringbar zu werden. Im Gegenteil, selten wird man dieses Jahr noch ein solch mühelos flüssig dahingleitendes und zugleich komplexes Stück R’n’B zu hören kriegen wie „Unconditional Love“, außer ein paar […] |
NothingTired Of Tomorrow |
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Die Geschichte hinter Nothings zweitem Album ist eine Odyssee der Gefühle und unglücklichen Umstände. Nach einer Show in Oakland wurde Bandchef Domenic Palermo im Mai 2015 auf offener Straße ausgeraubt und übel zugerichtet, als Folge dieser Verletzungen musste auch die Band einen Gang runterschalten und das exzessive Touren erstmal ad acta legen. Palermo begann, auch […] |
K-X-PIII, Pt. 2 |
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Timo Kaukolampi ist in Finnland eine Institution, weil er gefühlt schon immer in wechselnden Projekten und Konstellationen (Larry And The Lefthanded, OP:L Bastards) aktiv war. Gemeinsam mit Tuomo Puranen gründete er vor zehn Jahren die Formation K-X-P, wobei das X für den oder die wechselnden Schlagzeuger steht: Live unterstützen gleich zwei Drummer die beiden, um […] |
RY XDawn |
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Neustart mit X: Nachdem Ry Cuming unter eigenem Namen 2010 ein schmalziges Folk-Rock-Album veröffentlicht und mit Maroon 5 getourt hatte, ließ er sich einen Vollbart wachsen, schrieb seinen neuen Nom de Plume in Großbuchstaben und sattelte auch musikstilistisch auf neuere Trends um. Den Nebenprojekten The Acid und Howling folgend, badet nun der Electro-Folk seines zweiten […] |
M83Junk |
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Hollywoods Studios kennen diesen einen tollen Trick, um schlechte Rezensionen herauszuzögern: Für die schreibende (oder auch filmende) Kritikzunft gibt es einfach keine Vorführung im Voraus, so dass sie sich ihre Meinung über den Film erst zusammen mit dem zahlenden Publikum bilden kann. Womöglich hätte Anthony Gonzalez eine ähnliche Geheimniskrämerei geholfen: Auch wenn er sein siebtes […] |
Puce MaryThe Spiral |
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Frederike Hoffmeier mag noch nicht das Hi-Fi-Studiogewand eines Ben Frost besitzen, doch ihre Noise-Werke als Puce Mary werden mit zunehmend geschärften Konturen immer eindrucksvoller. Fernab vom dumpfen Klangmatsch vieler Mono-Kassettenaufnahmen wird so das kakophone „Night Is A Trap II“ noch wahrhaftiger, wenn die aufrüttelnde Dynamik aus ihrer zu blechernem Quäken verzerrter Megaphonstimme und hochjaulendem Rausche-Feedback […] |
Big UpsBefore A Million Universes |
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Vor einigen Jahren feierte dringlicher Post-Hardcore seine große Renaissance. La Dispute, Touché Amoré und Fucked Up hießen die Bands, die die Speerspitze jener Welle bildeten. Ihr Sound lässt sich kaum vereinheitlichen: Die einen spielten kurze, prägnante Nackenbrecher, die anderen schwangen sich zu antikapitalistischen Manifesten auf, die sie in Form einer Punkrock-Oper darboten. In die musikalische […] |
Katy BHoney |
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Der albumumfassende „Continuous Mix“ von „Little Red“ war eine wahre Offenbarung dafür, wie wichtig Songauswahl und Sequenzierung sind. Nicht nur betonte diese alternative Fassung anstelle der braveren Singles die vom regulären Tracklisting abwesenden, exzellenten Bonusstücke, auch gab sie dem gesamten Album einen lebhafteren Touch, der die Clubwurzeln von Katy B betonte. Fast enttäuschend ist daher, […] |
Street ChantHauora |
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In Emily Edrosas schonungslos offenen Interviews lässt sich nachlesen, unter welch widrigen Umständen das exzellente zweite Album ihrer krachigen Gitarrenpop-Band entstand, doch „Hauora“ erklingt dazu fast gegensätzlich selbstsicher ausgereift. Das Tempo von „Means“ behalten Songs wie das flott-catchige „Sink“ noch bei, wie auch „Joke Jar“ bündeln sie ihre wuchtbewusste Dynamik jedoch in einer deutlich geschärften […] |


