Nachtrag: Sigur Ros – Með suð í eyrum við spilum endalaust (2008) |
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Vom Alltag entkräftet sitzt man im Zug und blickt starr aus der matten Fensterscheibe, während der Startknopf des Mp3-Players betätigt wird. “Með suð í eyrum við spilum endalaust-07-Ara Batur“ läuft durch das Display und bereits die ersten Töne des erhabenen Liedes verzaubern: Der graue Dunst entweicht und gibt Raum für ein prachtvolles Farbenspiel der Natur. […] |
Nachtrag: Hot Chip/ Raz Ohara The Odd Orchestra – Remixes |
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Da war doch noch was… Vor etwas mehr als einem Monat erschienen die Remix-Auskopplungen zweier Bands, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Die Rede ist von jedermanns Lieblingsband Hot Chip und dem Berliner Electronica/Songwriter-Duo Raz Ohara & The Odd Orchestra. Zweitere ließen direkt vier Tracks ihres aktuellen Albums durch den Wolf drehen, Hot Chip besannen sich […] |
Review: The Bronx – The Bronx (III) (2008) |
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Punk ist für die Jungs von The Bronx eine Notwendigkeit. Das System, die Politik, die Mächte, die Konventionen, das eigene Leben – Gründe zum Aufgebehren gibt es wie hingerotzte Kaugummis auf Gehwegen. Mit druckvoller Gitarrenarbeit, bebendem Gesang und brachialem Schlagwerk verschaffen sie ihrem Frust ein Ventil und setzen mit ihrem dritten selbstbetitelten Werk ein musikalisches […] |
Review: Anathallo – Canopy Glow (2008) |
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Die letzten Glühwürmchen Eine weitläufige, farbenfrohe Blumenwiese. Bunte Düfte schweben durch die Luft, das Gras ist hochgewachsen und von menschlichem Einwirken unangetastet. Die Samen von Löwenzahn-Pflanzen wirbeln herum. Die Sonne strahlt mit voller Kraft, sie blendet, blendet über, alles liegt in einem grell-weißen Schleier. Unter einem Kirschbaum tanzt ein kleines Mädchen im Sommerkleid und summt […] |
Review: Microfilm – The Slingshot Orchestra |
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Die Symbiose aus organischer Live-Instrumentierung und zitternd, pulsierender Elektronik ist schon seit jeher ein zentrales Thema für Produzenten aller Welt und Dekaden. Egal ob Pop, Rock oder Techno. Kontrast fasziniert, polarisiert, aber vor allem: Funktioniert. Erst recht wenn der Mensch an den Reglern die Kunst beherrscht, die Grenzen unbemerkt verschwimmen zu lassen. Vermeintliche Glockenklänge entpuppen […] |
Review: Black Rebel Motorcycle Club – The Effects Of 333 |
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Black Rebel Motorcycle Club, The Strokes, Interpol: Diese drei Bands, so unterschiedlich ihre Musik auch ist, werden für mich wohl immer als Dreierpack im Gedächtnis bleiben. Als Bands nämlich, die mit ihren Debütalben den Beginn des Jahrzehnts geprägt und für mich persönlich den musikalischen Sprung aus Großbritannien in die USA vorangetrieben haben. Inzwischen sind Black […] |
Review: The Killers – Day And Age (2008) |
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Label: Island/Universal Spieldauer: 41:35 Referenzen: Wham!, Duran Duran, The Ark, U2, Pet Shop Boys, Howard Carpendale, New Order Links: Homepage, MySpace VÖ: 21.11.2008 |
Review: Antony & The Johnsons – Another World EP (2008) |
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Spätestens seit dem zweiten Album von Antony And The Johnsons, “I’m A Bird Now”, unter anderem ausgezeichnet mit dem britischen Mercury Music Prize, lässt sich an den Ausnahmequalitäten des in New York lebenden Songwriters Antony Hegarty nicht mehr zweifeln. Das durchgehend melancholische Meisterwerk wird getragen von einer gefühlvollen und außergewöhnlich hellen Stimme, die eine eindeutige […] |
Review: V.A. – Notwave. |
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„It’s kinda like No Wave, but not.“ So die simple, leicht augenzwinkernde Erklärung zum Titel dieser Compilation, den sich das Label „Rong Music“ direkt mal als eigenenes Subgenre auf die Fahne geschrieben hat. Die Tatsache, dass „Rong Music“ den meisten bis jetzt kein Begriff sein wird, könnte sich durch die geplante Zusammenarbeit mit dem New […] |
Review: Peter Licht – Melancholie und Gesellschaft |
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Peter Licht, der Popmusiker und Literat ohne Gesicht, bleibt auf und in seinem aktuellen Album „Melancholie und Gesellschaft“ auch weiterhin irgendwie unfassbar. Die Musik: Popdestillat und ein Klavier und eine Gitarre, keine ironische Elektrofrickelei wie auf ‚14 Lieder’. Eine radiokompatible Hülle. Der Text: Weniger potentielle Lösungen, vielleicht auch weniger Zynismus, vielleicht mehr Welt retten. Einiges […] |
Review: The Organ – Thieves EP (2008) |
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Dont Be Angry Der Titel und Refrain des abschließenden Stückes hallt wie eine posthume Abbitte weit über seine knapp vier Minuten nach. Er lässt den Hörer noch einmal schmerzhaft bedauern. Was die fünf Kanadierin letztendlich zur Trennung bewegte, weiß wohl keiner so genau, interne Probleme gab es aber wohl zahlreich. So bleibt einem nur das […] |
Review: Fucked Up – The Chemistry Of Common Life |
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Mit ihrem zweiten Album schaffen Fucked Up einen echten Quantensprung und legen trotz aller Zerrissenheit nebenbei mal eben das vor, was man als Konsensalbum 2008 im Bereich Punk, Hardcore und allem, was dazu gehört, bezeichnen könnte. Seit ihrer Gründung 2001 haben Fucked Up eine geradezu unglaubliche Veröffentlichungsserie hinter sich. Unzählige 7-Inches, annähernd zwei Dutzend, waren […] |
Review: Parts & Labor – Receivers (2008) |
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Als Dan Friel und BJ Warshaw vor sechs Jahren das Projekt Parts & Labor ins Leben riefen, hätten sie sich sicher nicht einmal in ihren kühnsten Träumen vorstellen können, wo die Reise im Jahre 2008 soundtechnisch hinführen sollte. Ursprünglich als Noise-Punk-Act gegründet, verstand es die Band von jeher, die eigene Klangkulisse stets um zahlreiche Elemente […] |
Reviews: Peter Broderick – Float / Home (beide 2008) |
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Müßig, angesichts von „Home“, dem neuen Album Peter Brodericks, einmal wieder über ewig traurige Singer/Songwriter zu schreiben, zumal man dem in Dänemark lebenden Exilamerikaner damit großes Unrecht antun würde. Das Gesamtwerk dieses jungen Multiinstrumentalisten, der seine Heimatstadt Portland einst verließ um seine Lieblingsband Efterklang als Violinist zu unterstützen, umfasst nämlich weit mehr, als nur mit […] |
Review: Deerhunter – Microcastle (2008) |
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Mangelnden Output kann den Herren um Bradford Cox dieser Tage nun wahrlich nicht vorgeworfen werden. Dem begeisternden zweiten Album "Cryptograms", Anfang letzten Jahres erschienen, folgte mit der "Fluorescent Grey" nur wenige Monate später eine gar noch ausgeklügelter klingende EP, die mit "Wash Off" auch direkt den Überhit der Band mitlieferte. Danach der bekannte Ablauf: Zahlreiche Gigs, ein gestiegenes Interesse […] |
Review: Starfucker – Starfucker (2008) |
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Die Geschichte des Trios Starfucker aus Portland ist unweigerlich auch die Vorgeschichte ihres Sängers und Gründers Josh Hodges. Vier Jahre New York hatten dem damaligen Bandmitglied und- Gründer von Sexton Blake das Blut entzogen, ihn niedergeschlagen und ausgebrannt wieder ausgespuckt. Er verließ die Stadt, ließ sich von Freunden hypnotisieren, entdeckte in Thailand die Meditation für […] |

