Review: Wavves – Wavvves (2009) |
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Noch immer sind die Wellen der letztjährigen Lo-Fi-Noise-Punk-Bewegung um No Age nicht verebbt. Weiterhin stehen uns in rekordverdächtig kurzen Abständen zahlreiche, mal mehr und mal weniger talentierte neue Bands ins Haus, die gern unter dem Deckmantel des Do-It-Yourself-Prinzips scheinbar schlecht aufgenommene und völlig übersteuerte Platten auf den Markt werfen und ihre Musik als Ventil benutzen, […] |
Review: Tor Cesay – Beatz International (2009) |
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Tor Cesay aus London hat eine große Klappe. Gut, dass Frauen ein größeres Redebedürfnis als Männer haben, dürfte als bestätigt gelten. Dass Frauen aber Mikro schwingen als sei es ein Kajalstick, ist selbst in der Musikwelt noch kein etablierter Standard. Female MCs sind rar. „Beatz International“ schmückt sich mit einem kosmopolitischen Netzwerk, was sich die […] |
Review: Malajube – Labyrinthes (2009) |
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Nach ihrem holprigen, noch etwas unausgegorenen Lo-Fi-Rock des Debütalbums “Le Compte complet“ trafen Malajube aus Montréal mit “Trompe-l’œil“ den idealen Schnitt aus Energie und Eingängigkeit. Hits wie geschnitten Brot, eine Musik, die wohl am besten mit dem Begriff “Popcore“ beschrieben werden konnte und eine beachtenswerte Menge Hyperaktivität dans les fesses. Mit “Ursuline“ beginnt “Labyrinthes“ auf […] |
Review: Andrew Bird – Noble Beast (2009) |
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Andrew Bird gehört zu der Art Singer/Songwriter, die immer da ist, pünktlich im Zweijahresrhythmus Alben abliefert und dennoch nie den großen oder überhaupt irgendeinen Durchbruch schafft. Was ihm fehlt, sind wohl die Posterboyqualitäten eines Conor Oberst, die schillernde (schwule) Persönlichkeit eines Rufus Wainwright oder der niedliche Größenwahn von Sufjan Stevens, der es sich vorgenommen hat, […] |
Short Review: Triska – Spring Forward, Fall Back (2009) |
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Ein überaus leiser und dezenter Beginn, irgendjemand zupft vor sich hin, will sich unter gar keinen Umständen aufdrängen. Selbst die Stimme wartet lieber erstmal bis zum zweiten Song. Vielleicht aus Angst oder Respekt, Dir zu schnell zu nahe zu kommen. Triska aus München haben eine ziemlich intelligente Platte geschaffen, die – auch wenn das jetzt […] |
Short Review: Telepathe – Dance Mother (2009) |
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Das schon seit über einem Jahr als legaler Download im Netz kursierende „Chrome´s On It“ war schlicht ein wahrer Hit, überhaupt keine Diskussion. Sogar so überzeugend, dass sich niemand Geringeres als Dave Sitek (TV On The Radio) als Produzent für das Debüt von Telepathe aus Brooklyn zuständig zeigen sollte. Dieser Beat, diese Wucht, völlig catchy […] |
Review: Fever Ray – Fever Ray (2009) |
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Dead Woman Die skurrile Pestmaske hat Karin Dreijer Andersson vorerst abgelegt. Ohne ihren Bruder Olof Dreijer steht die The Knife-Sängerin nun mit einem Solo-Projekt in den Startlöchern und versteckt sich von nun an hinter dunklen Sonnenbrillen. Ihre Medienscheu hat die kühle Schwedin als „Fever Ray“ beibehalten. Allein das beklemmende Video zur ersten Single “If I […] |
Review: Telefon Tel Aviv – Immolate Yourself |
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Existenzielle Brüche hinterlassen ihre Spuren. Nicht nur im Denken des Betroffenen, sondern auch in seinem Schaffen. Charles Cooper und Joshua Eustis haben im Zuge des Wirbelsturms „Katrina“ einiges wegstecken müssen und trotzdem ist ein gewisser Optimismus auf ihrem dritten Album „Immolate Yourself“ nicht zu leugnen. Die Scheibe passt perfekt in den Katalog der Berliner von […] |
Antony & The JohnsonsThe Crying Light |
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„I need another place / Will there be peace / I need another world / This one’s nearly gone”. Auf seinem dritten Album verabschiedet sich Antony Hegarty im metaphorischen Sinne von dieser vergänglichen Welt. Zeilen, die sofort Assoziationen mit Peter Hujars legendärer Schwarz-Weiß-Fotografie für das Cover von Antonys Debut-Album wecken, das den im Sterbebett liegenden […] |
The Sight BelowGlider |
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Wie Traumschleifen vergessener Erinnerungen und mondsüchtiger Poesie kommen diese Installationen her, die Räume in Räumen schaffen. Unwirklich und entrückt, endlos entfernt und doch so nah. Es mutet paradox an, wie das Zusammenspiel von flächtigen Ambienten und stupide metronomisierten Vierviertel-takten Stimmungen erzeugen kann, die grundsätzlich so weit weg vom konventionellen Pop-Output erscheinen, wie nur irgend möglich. […] |
...Trail Of DeadThe Century Of Self |
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Trail Of Dead sind wieder eine Rockband. Das ist die Konsequenz der Entwicklungen, die Konsequenz aus zig brachial zertrümmerten Gitarrenhälsen, wütenden Exzessen und dem Überwürfnis mit der Major-Plattenfirma, deren Erwartungen an die Verkaufszahlen nicht erfüllt wurden. Dabei hatten die Texaner alles richtig gemacht und das Label auch. Nach dem kantigen „Source, Tags And Codes“ wurde […] |
Titus AndronicusThe Airing Of Grievances |
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IN PRINCIPIO ERAT VERBUM Eine ungestimmte Gitarre. Ein gequälter Sänger. In weiter Ferne schrammt er die ersten Akkorde einer Folk-Ballade. Er ist kaum zu verstehen, die Melodie nur im Ansatz erkennbar. Aber eines ist sicher: Dieser Mann hinter dem Mikro nutzt die Musik als reine Katharsis. Dann erwacht die Band, im Chor ein wütendes “Fuck […] |
Animal CollectiveMerriweather Post Pavilion |
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Ein leichtes Wabern. Leise, nicht zuzuordnende Töne. Irgendwann dann Avey Tare, der vorsichtig seine Stimme erhebt. Der Beginn einer Platte, die schon vor dem Release Date so viel mehr Aufsehen erregen sollte als jemals anzunehmen war – aberwitzige Leute, die seit mehreren Monaten Tag für Tag schreiben, die Platte sei geleakt, sind ja noch im […] |
Fire On FireThe Orchard |
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„Some like the distance.“ Wenn man sich als Kind schon für Musik interessiert hätte, dann wäre diese Platte sicher die perfekte Untermalung gewesen für Lagerfeuernächte und Nachmittage auf Wiesen im Sonnenschein. Musik wie sie Ende der Sechziger kaum anders gespielt worden wäre. Was zuerst an diesem Album dann trotzdem erstaunt, ist, dass es trotz des […] |
Alaska In WinterHoliday |
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Die Balkanbeats der ersten LP hat Brandon Bethancourt weit hinter sich gelassen und widmet sich auf seinem neuen Werk „Holiday“ durchweg elektronischen Klängen. Alaska In Winter stellt sich als völlig überflüssiges Synonym heraus, denn auch so ist das Album wie geschaffen für diese Jahreszeit. Dass ein Aufenthalt in Berlin Musiker in ihrer Weltanschauung und Entwicklung […] |
Klez.EVom Feuer der Gaben |
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GEGEN DEN TAG “Flimmern“ kam schier unerwartet und schien deutscher Popmusik mit einer geballten Ladung Unkonventionalität frech den Mittelfinger entgegenzustrecken. Anderthalb Jahre nach unkaputtbaren Hymnen wie dem “Strandlied“ und “Surfen im Wahnsinn“ haben der Delbo-Gitarrist Tobias Siebert und seine Truppe auf ihrer experimentellen Spielwiese Klez.E die Aufnahmen für das dritte Studioalbum beendet. Und wie es […] |









