Ela OrleansUpper Hell |
|
Ela Orleans macht Nachtmusik. Die gebürtige Polin mit Wahlheimat Glasgow lässt dazu Glocken klingen, Keyboardflächen flirren und ein paar nebulöse Synthiestreicher lugen auch noch von Zeit zu Zeit vorbei. Auf ihrem zweiten Album „Upper Hell“ bündelt Orleans ihren opaleszenten Klang, indem sie den acht Songs einen dämmrigen Überbau schafft. Beginnt „Dark Floor“ dabei wie eine […] |
Urban ConePolaroid Memories |
|
Mit „Photograph“ füllten Urban Cone aus Schweden nicht nur die Indie-Tanzflächen, sondern setzen mit diesem hymnenartigen Song auch dem Hipstertum ein ultimatives Denkmal. „We don’t mind if you take a photograph/ We don’t care that we’ll never be like you“, lautete der Beginn dieses Stücks Musik gewordenen Individualismus, der sich auch im Musikvideo bestens zeigt. […] |
Simon JoynerGrass, Branch & Bone |
|
Als hätten Jeff Mangum, John Darnielle und Mark Kozelek gemeinsame Sache gemacht. Doch eigentlich wäre das Simon Joyner gegenüber unfair, denn der sehr umtriebige Singer/Songwriter aus Nebraska, Omaha veröffentlicht nun schon seit fast einem Vierteljahrhundert Album um Album von nahezu gleichbleibend hoher Qualität. Sein letztes, eher ruppiges Werk „Ghosts“ schaffte es weiland in die Geheime […] |
MarriagesSalome |
|
Red Sparowes sorgten Mitte des vergangenen Jahrzehnts mit zwei Alben für ein kurzes, aber heftiges Beben im Post-Rock. Es folgte ein weiteres 2010, das ehrlich gesagt zu Recht übersehen wurde. Als Marriages machten sich einige Mitglieder schon kurz danach auf, die Quasi-Nachfolge der Band zu übernehmen. Das Debütalbum „Salome“ verfolgt vor allem dank Emma Ruth […] |
XosarLet Go |
|
Über die letzten Jahre hat Xosar in analogem Freigeist schon diverse Felder beackert, von Tropen-House über mystifizierten Gitarren-Drone bis hin zum nostalgischen Goblin-Horror von „Psychick Justice“, doch mit ihrem knisternd-metaphysischen Debütalbum spannt die gebürtige Kalifornierin einen besonders tiefen Abgrund auf. Sich gleichermaßen aus Black Metal wie aus Detroiter Techno speisend könnten Tracks wie „Sail 2 […] |
Girl BandThe Early Years EP |
|
Frauen oder Mädchen, wie es der Bandname impliziert, befinden sich keine in der Dubliner Formation, ebensowenig weist der Titel ihrer EP in die richtige Richtung. Von den „Anfangsjahren“ von Girl Band kann hier eigentlich keine Rede sein, vielmehr umfasst die EP fast alle Songs, die seit ihrer 2012er Debüt-EP „France 98“ erschienen sind. Anderseits vollzieht […] |
Royal ThunderCrooked Doors |
|
Der Zweitling des Quartetts aus Georgia kommt extrem aufgelockert und stilistisch um einiges vielfältiger als sein Vorgänger „CVI“ daher. Die sorgfältig über das Album arrangierten Songs mit extremem Hardrock-Einschlag bilden nach wie vor das Fundament von Royal Thunder. Das eröffnende „Time Machine“ und die ebenso geschmeidig vor sich hin rollenden „The Line“ oder „One Day“ […] |
FantasmaFree Love |
|
„Welcome to the apartheid afterparty“, wird man auf der Webseite von Nthato Mokgatas Dokumentation „Future Sound Of Mzansi“ begrüßt. Mokgata – bekannter unter seinem Nom de Plume Spoek Mathambo – bringt gemeinsam mit seiner Band Fantasma einen ähnlichen Vorwärtsblick in ihr Debütalbum „Free Love“, für das elektronische Tanzmusik aber nur ein Teilaspekt ist. So gibt […] |
Baden BadenMille Éclairs |
|
Baden Baden ist ein gemächliches deutsches Städtchen, ebenso bekannt als Kur- und Bäderstadt für gut Betuchte, wie auch der Name einer französischen Indie-Band, die keineswegs danach klingt, als bräuchten die zugehörigen Band-Mitglieder eine Kur oder gar einen gemütlichen Altersruhesitz. Nein, die Hymnen der drei Pariser strotzen nur so vor lauter Energie und Vitalität. Seit ihrem […] |
Suuns And Jerusalem In My HeartSuuns And Jerusalem In My Heart |
|
Oft entpuppen sich die Platten als die größten Überraschungen und Schätze, die einem völlig unbekannt sind, zu denen man nicht schon irgend einen Klang im Ohr hat – und sei es nur, weil man über die Genrezugehörigkeit der Band weiß. Mir war es anfangs auch nicht bewusst, dass es sich bei diesem Album um eine […] |
Darkness FallsDance And Cry |
|
Das zweite Album des synthigen Mitternachts-Melanchopop-Duos trägt den Anschein von Gebrauchsspuren: Mal sprühen die Snares etwas angedötscht, immer wieder durchzieht die Songs ein Knistern wie ein Vinyltonträger, der nach dem Flohmarktkauf erst einmal entstaubt werden muss. Doch der Anschein bleibt nur ein solcher, so tangiert etwa das deliriöse „Golden Bells“ über Stimmtaumel und heimliche trapsende […] |
LoneLadyHinterland |
|
Ein abgelegenes Kieslager, das in regelmäßigem Takt allein von Lastern besucht wird, nie von zweibeiniger Laufkundschaft. Ein massiver Betonkringel, dessen Inneres eine Kläranlage beheimatet. Verlassene Backsteinbauten und Silos am Rande ebenso verwildernder Agrarfelder. Nicht das Menschenleben in der Kleingemeinde, sondern derartig unverkleidete, funktionale Architektur markiert die Art von Hinterland, aus dem Julie Campbell Inspiration für […] |
PYRAMIDSA Northern Meadow |
|
Dass es sich bei „A Northern Meadow“ von PYRAMIDS nicht um ein klassisches Metalalbum handelt, obwohl es beim Genremeister Profound Lore erschienen ist, macht schon das Coverbild klar. Denn welcher stolze Metalrecke würde sich schon freiwillig in die Ecke stellen und sich die Mähne strähnenweise, igelmäßig mit Gafferband an die Wand kleben lassen? Außerdem ist […] |
Karin ParkApocalypse Pop |
|
Die synthig unterkühlten Electro-Beats des Vorgängers mögen auf ihrem fünften Album von Störgeräuschen und atmosphärischer Verdichtung zur Nebenattraktion degradiert sein, doch Karin Parks Düsterpop bleibt gut bei Fuß. Ob üppig lichtern mit „Stick To The Lie“ oder den Verlorenen im Dunklen ein Liebeslied singend bei „Shine“, zur Ruhe kommt die Schwedin nicht – wenn, dann […] |
AdnaRun, Lucifer |
|
Die Spatzen flüstern’s von den Dächern: Der „Loudness War“, das penetrante Schallwettrüsten der Musikstudios auf Kosten der dynamischen Ausdrucksfähigkeit, ist hoffentlich vorbei – oder scheint wegen neuer technischer Angleichungsmaßnahmen großer Streaming-Anbieter zumindest keine Zukunft mehr zu haben. Immer häufiger fallen so aktuelle Pop- oder Rock-Großproduktionen angenehmer aus als noch vor 5 Jahren, wohingegen die eigentlich […] |
Kate BoyKate Boy EP |
|
Gut Ding will Weile haben, aber wenn zweieinhalb Jahre nach der ersten Single noch kein Album zur Hand ist, kann das Besorgnis erregen. Dass Kate Boy mit einer gleichnamigen EP nun schon mal ihr bisheriges Schaffen kompakt zusammenfassen, lässt aber nicht zuletzt darauf hoffen, dass in der Zeit noch einiges an neuen Stücken für das […] |



