XosarLet Go

Über die letzten Jahre hat Xosar in analogem Freigeist schon diverse Felder beackert, von Tropen-House über mystifizierten Gitarren-Drone bis hin zum nostalgischen Goblin-Horror von „Psychick Justice“, doch mit ihrem knisternd-metaphysischen Debütalbum spannt die gebürtige Kalifornierin einen besonders tiefen Abgrund auf. Sich gleichermaßen aus Black Metal wie aus Detroiter Techno speisend könnten Tracks wie „Sail 2 Elderon“ zu bedenklicher Dichte anlaufen, doch bohren sich die Handtrommel-Perkussionsmuster unter bassiger Kickdrum, Vocal-Samples, Trancesynths und atmosphärisches Rauschen als schwerelose Doomwolke in die Hirnwindungen. Besonders einschüchternd eröffnet „Hades Gates“ als jaulendes Noise-Hämmern die zweite Albumhälfte, gefolgt von zwei weicher und vor allem melodischer hirnverbogenen, aber rhythmisch nicht minder absorbierenden Hardware-Workouts. Schließlich erinnert „Gnome Circle“ als kürzestes und großteils beatloses Stück zwischendurch daran, dass Xosar keine rhythmische Repetition oder Wucht braucht, um mit verwaschenen VHS-Loops in einen deliriösen Strudel zu reißen.

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