Good ThrobGood Throb EP |
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Auch auf der zweiten, vielleicht letzten EP von Good Throb ist nix mit Schönmalerei. Das mittlerweile weit über die Londoner Stadt- und englischen Landesgrenzen hinaus verstreute Rumpel-Punk-Quartett setzt noch einmal zum großen Auskotzen an: Vocals, so dreckig wie die Suppe im Klobürstenhalter, bellen “The Queen Sucks Nazi Cock” über wuchtvoll rappelnde und peitschende Drums, doch […] |
WarpaintHeads Up |
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Nachdem die flächige Luftigkeit ihres Zweitwerks vor allem synthig geprägt war, haben Warpaint auf „Heads Up“ zurück zu ihren Gitarren gefunden – und vor allem ihren Groove. Krautig-cool drückt Jenny Lee Lindbergs weitläufiger Bassgang das Titelstück durch gelegentliche Saitenblitze und -rumpeleien, Stella Mozgawa steuert derweil über Hihat-Dichte und den kurzen Tempowechsel im Mittelteil die Intensität […] |
IRAHInto Dimensions |
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Ein Album wie ein Choral in einer Kathedrale. Auf „Into Dimensions“ kreieren Stine Grøn, Adi Zukanovic und Oliver Laumann alias IRAH eine gravitätische und spirituelle Stimmung – ohne einen demütigen Kniefall, aber mit bemerkenswerter Weite im Klang. Die Stimmung entspringt einerseits der breitflächigen Produktion des dänischen Trios und andererseits Grøns Gesang, der immer zwischen Vulnerabilität […] |
Agar AgarCardan EP |
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Ein angehaltener Atemzug. Ein Augenzwinkern. Eine leicht verzagt umspielte Halskette. „Cardan“ verkörpert sekundenkurze Augenblicke, die doch so viel bedeuten können. Auf seiner Debüt-EP faltet das Pariser Duo Agar Agar solch unscheinbare Bedeutsamkeiten zu Kurzreisen zwischen trippiger Disco und technoidem Synthpop auf, die mit geduldiger Konstruktion ihre eigenen Erlebnismomente bewirken. So pocht „I’m That Guy“ mehr […] |
Mannequin PussyRomantic |
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Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, dazwischen Solo, Bridge oder Breakdown, so kommt man schnell auf drei Minuten Gitarrenmusik – wenn man denn nicht in Mannequin Pussy mitspielt. Auf ihrem grandios nervösen Zweitwerk ist die Band um das Sechssaiterduo Marisa Dabice und Thanasi Paul zum noisigeren und melodischeren Quartett angewachsen, dem vor allem Kaleen Readings sattes Trommelspiel […] |
What Moon ThingsThe SWIM Tape |
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Auf Bandcamp haben What Moon Things mit „The SWIM Tape“ beinahe unbeachtet einen Nachfolger zu ihrem selbstbetitelten und vielbeachteten Debüt aus 2014 veröffentlicht. Das war schon gefüllt mit Geschichten voller Teenage Angst, menschlicher Abgründe und wahlweise gotischer („The Vampire“, „Vampir“) oder außerweltlicher („The Astronaut“) Einsamkeit. An dieser Ausrichtung hat sich auch bei „The SWIN Tape“ […] |
MONORequiem For Hell |
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Exakt zwei Jahre nach dem Doppelpack aus „Rays Of Darkness“ und „The Last Dawn“ melden MONO sich in regulärer Länge zurück. Den Hang zum Weltuntergang im Albumtitel haben sie beibehalten und etwas klingt der Titeltrack tatsächlich danach. Der ausladendste Song der Band seit langem baut sich bedrohlich auf, lehnt sich dann kurzzeitig mit stakkatohafter Dynamik verdächtig stark an […] |
PhantogramThree |
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Phantograms beatbewusster Pop bewies schon in der Vergangenheit angenehme Langzeitqualitäten. Der cool-gehobene Duktus von „Voices“ verbarg manch raffinierte Melodie, auch nach ausgiebigem Hören lässt sich jedoch weniger unter der abgerundeten Oberfläche von „Three“ finden. Für sein drittes Album arbeitete das Duo erstmals mit anderen Produzenten und Songwritern zusammen – der Effekt scheint in beiden Aspekten […] |
Deap VallyFemejism |
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Als wäre die Stimmpräsenz von Lindsey Troy noch nicht prägend genug gewesen, drehen Deap Vally auf ihrem zweiten Album auch im Sound die Intensität ihres lebenslustigen Garage-Bluesrock hoch. Troys Gitarre, die nicht selten im Plural mehrspurig fährt, tritt bassig-heavy auf, im Wechsel damit auch breit riffend (Bubble Baby) oder agil gniedelnd, doch auch textlich ist […] |
Kali MutsaMesmer EP |
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Nachdem Kali Mutsa letztes Jahr schon ihr 2014er-Debütalbum „Souvenance“ über eine Remix-EP an globale Basskulturen annäherte, birst ihr Pop auf „Mesmer“ nur so vor spektakulärer Klangexzentrik in Clubnähe. In ihren Texten greift die Chilenin esoterische Motive aus Mythik, Folklore oder Philosophie auf (den Großen Geist nordamerikanischer Ureinwohner in „Wakan Tanga“, bei „Sanpaku“ einen Glauben an […] |
Jagwar MaEvery Now & Then |
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Dass Jagwar Ma im Energie- und Melodieniveau ihres Debütalbums den Ball eher flachhielten, war kein Genickbruch, vermochten doch Songs wie „Man I Need“ oder „The Throw“ einen lebhaften Reiz aus dem Hin und Her zwischen entbundenem Synthflug und körperlicher Beat-Erdung hervorzukitzeln. Auf dem Nachfolgewerk „Every Now & Then“ vereinen die Australier beide Extreme kompakter zu […] |
FinishedCum Inside Me Bro |
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Seit es das Alter von 20 Jahren erreicht hat, ist die Veröffentlichungsfrequenz von Load Records mit “sporadisch” schon fast fast zu dezent charakterisiert. Dafür sollte man dann aufmerken, wenn nach etwa 12 Monaten mal wieder etwas neues über das renommierte Krachmach-Label in Umlauf kommt – für 2016 ist dies das Debütalbum von Finished. Darauf behält […] |
Helen MoneyBecome Zero |
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Es ist nicht leicht, angesichts eines persönlichen Verlusts passende Worte jenseits von Formelhaftigkeit zu finden, noch schwieriger kann es gänzlich nonverbal sein. Alison Chesley nutzt auf imposante und berührende Weise das Beben ihres elektrisch verstärkten Violoncellos, um solch einer fundamentalen persönlichen Erschütterung umfassenden Ausdruck zu verleihen. Die Arbeit an “Become Zero” begann sie im Anschluss […] |
Mind LotionAltitude Attitudes |
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Die Trockenzeit ist vorbei: „Altitude Attitudes“ erstreckt sich als Feuchtgebiet aus softem, warmem Groove – Beats sind dazu optional. Ob im driftenden Gitarren-Balearic von „There Was A Time“, „Hotel Breakfast“s Slap-Bass-Pluckern oder dem Gamelan-Fest „My Language“, die Stücke klingen schon so benetzt, dass tatsächliche Regen- und Gewitter-Samples wie in „Dreamscape“ kaum mehr nötig wären. Für […] |
Touché AmoréStage Four |
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Es ist unvermeidlich, dass Vocalist Jeremy Bolm im Zentrum von „Stage Four“ steht. Auf dem vierten Album von Touché Amoré sinniert nicht nur im Albumtitel mehrdeutig über den Krebstod seiner Mutter, Abschiednehmen, Trauer und Schuldgefühle. All dies kommt ihm auch ein Jahr später immer noch hoch, wenn er am Ende von „New Halloween“ gesteht, dass […] |
PreoccupationsPreoccupations |
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Man sollte vielleicht nicht allzu viel Gewicht auf die Songtitel einer Band legen, die sich für ihr zweites Album umbenannte, weil sie ihre vorige Selbstbezeichnung unbedacht und ohne ein Bewusstsein für deren Bedeutung gewählt hatte. Dennoch: Mit dem beunruhigenden, unruhigen Post-Punk-Rock von Preoccupations deckt es sich nur zu gut, wenn „Degraded“, „Forbidden“ oder „Anxiety“ im […] |



