DreezyNo Hard Feelings |
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19 Tracks? Ein allzu flüchtiger Blick ließe „No Hard Feelings“ wie eines jener zwischen Wahllosigkeit und Streaming-Chart-Kalkül zugestopften modernen Rap-Alben erscheinen, tatsächlich aber machen kurze Skits ein Drittel dieses Major-Debüts aus, das vor Souveränität nur so strotzt. Von Anfang („Me and my bitches stick together like the Bradys/ Run up on us, we won’t save, we […] |
Local NativesSunlit Youth |
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Sonne, Freiheit, schön dabei et cetera. Nach der emotionalen Schattenwanderung ihres zweiten Albums avisieren Local Natives auf „Sunlit Youth“ unbefangene Aufschwünge, frisch umhüllt mit neuer Synth-Lackierung. „Psycho Lovers“ besitzt den rhythmischen Antrieb zur stimmlichen Verve, die über weite Strecken des Albums aber ein wenig von der umgebenden Soundfülle gedämpft ist. Mit „We can do whatever […] |
Glass AnimalsHow To Be A Human Being |
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T. S. Eliots „Good writers borrow, great writers steal“ hat sich Dave Bayley, Sänger und Texter von Glass Animals, zu Herzen genommen. Aus heimlich im Alltag aufgenommenen Gesprächs- und Monologfetzen fantasiert sich das zweite Album der Oxforder eine Charakter-Galerie der Verschrobenen, Obsessiven und Verlorenen zusammen, die so mit Details gespickt sind wie der Sound von „How […] |
TerryTerry HQ |
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Terry sind eine feine Melbourner Gitarrenband, fast wie aus einem Bilderbuch: Die vier Mitglieder spielen in mehreren anderen lokalen Gruppen wie Total Control, Constant Mongrel und Dick Diver, in der Produktion hat Mikey Young seine Finger drin und selbst die eingängigeren Melodien können nicht die Schwermut oder Wut der Texte über das politische Klima im […] |
Ryley WalkerGolden Sings That Have Been Sung |
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Ryley Walker ist schon ein sehr eigener Musiker. Nachdem er sich mit dem wundervollen „Primrose Green“ fast zufällig für die Vorherrschaft im psychedelisch angehauchten Folk mit 60er-Jahre-Prägung empfohlen hatte, taucht dieser auf seinem neues Werk „Golden Sings That Have Been Sung“ zwar auf, bekommt aber entscheidende Konkurrenz. Ausbrüche ungezähmter Lust bändigt Walker inzwischen in gediegeneren […] |
DJ N.K.DJ Do Ghetto |
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Hup, Träller, Plonk: „DJ Do Ghetto“, das Debütalbum von DJ N.K., ist ein Zappelfest der Laute. Etwas geradliniger als bei anderen Szenegrößen wie DJ Marfox, aber in jeder Faser elektrisiert zucken die Kuduro-Beats temporeich durch Ohr und Nervensystem, dass die Herzen kräftiger pumpen. Nicht nur mit gelegentlich eingewobenden Samples wie dem Quaken und Schnattern in […] |
Factory Floor25 25 |
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Factory Floor haben ihr zweites Album – ihr erstes als Duo – clever sequenziert. Ihr klar linierter Sound, einhergehend mit dem Weggang von Dominic Butler und dem Ablegen von Nik Colks Gitarre auf flächenarmen Analog-Techno reduziert, scheint bereits im eröffnenden „Meet Me At The End“ bedenklich schnell ausgereizt. Noch weiter zieht das anschließende „Relay“ die […] |
BatukMúsica Da Terra |
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„Música Da Terra“ ist ein Rhythmusfest mit Tiefgang. Keiner der Songs auf Batuks großartigem Debütalbum stellt das anmutiger heraus als „Reya Congo“, das sich mal Clap-gewichtig, mal auf geschmeidigen House-Kick reduziert um galoppierend synkopierte Perkussion windet, bis zum Mittelpunkt eine ungemein coole Holzblas-Melodie die volle dramatische Intensität des Stücks freisetzt. Das südafrikanische Kollektik dahinter besteht […] |
DJ SnakeEncore |
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Keine Viralhit-Nostalgie: Genau wie unlängst schon Baauer auf seinem Album keine Liebe für „Harlem Shake“ mehr übrig hatte, bleibt auch das Debüt von DJ Snake frei von Lil Jons tiefst existentieller Frage. Das Zucken entfesselter Trap-Mutationen von „Turn Down For What“ war dennoch typischer für das Schaffen von William Sami Etienne Grigahcine als die Diplo-Zusammenarbeit […] |
MaxwellblackSUMMERS'night |
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Auf kein 2016er R’n’B-Album hat die Welt länger gewartet: Sieben Jahre nach „BLACKsummers’night“ führt Maxwell seine Albumtrilogie ebenso luxuriös instrumentiert fort, doch noch weicher, sinnlicher in seiner gefühlvollen Beschaffenheit. Wenn dabei in „Lost“ einmal die E-Gitarre aufwabert, wirkt ihr Knarz nicht mehr so breit rockig wie seinerzeit auf „Help Somebody“, sondern windet sich um ähnlich […] |
The Knocks55 |
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Ohne nennenswerte Promotion, geschweige denn eine physische Veröffentlichung, konnte man das im Frühjahr obendrein auch saisonal unpassende Erscheinen von „55“ leicht übersehen. Dabei wirkt das Debütalbum des Disco-Pop-Duos The Knocks doch wie ein energetisches Ostküsten-Pendant zu Classixx, das den Sonnenuntergang auf den Dächern seiner New Yorker Heimat mit offenen Armen zelebriert. Das gelingt deswegen so […] |
WeavesWeaves |
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Die Verzerrung liegt Weaves wohl im Blut. Hätte man hinter dem verqueren Sound ihrer Debüt-EP noch den Einfluss von Dave “Broken Social” Newfeld vermuten können, vertieft sich das Quartett aus Toronto mit seinem eigenproduzierten Debütalbum seine Bestrebung, die abwegigeren Klangmöglichkeiten einer Rockband krachiger auszuloten. Im ansonsten recht zurückhaltenden „Eagle“ gerät so der anfangs geradlinige Gitarrenlauf […] |
Dengue Dengue DengueSiete Raíces |
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Polyrhthmisch verhangen: Nicht nur im breitstrichigen Coverartwork erinnert Dengue Dengue Dengues zweites Album ein Stück weit an das dubbige Frühwerk von Shackleton auf Skull Disco. Mit „Siete Raíces“ vermengt das peruanische Duo traditionelle und moderne Stilelemente seiner Heimat und knüpft an globale Basskultur an. Bahnt sich gelegentlich noch Vogelträllern einen Weg durch den Digital-Cumbia von […] |
HONNEWarm On A Cold Night |
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Smooth, smoother, HONNE. Glatt genug fürs öffentliche-rechtliche Morgenradio ist das Debütalbum der beiden Engländer, das mit kontemporären Soundzügen (Stimmverfremdung, gedämmte Synth-Striche, R’n’B-inspirierte Drumprogrammierung) sowohl in fülligen Arrangements („Someone That Loves You“) wie in stellenweiser Reduktion erstaunlich flach und statisch bleibt. Da kann der Bass in „All In The Value“ noch so slappen und doch mag […] |
A Giant DogPile |
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Das Garagepunk-Album des Sommers – auf Merge Records? Nicht gerade naheliegend, auch wenn neuerdings Titus Andronicus das eher altersgemütliche Traditions-Indie-Label ihr Zuhause nennen, doch A Giant Dog waren mit ihren ersten beiden Alben ja noch bei der Südstaaten-Schrammel-Institution Tic Tac Totally! beheimatet. Eine deutliche Steigerung zu diesen ist dem texanischen Quintett mit „Pile“ gelungen, das […] |
ZHUGENERATIONWHY |
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Mit schwülem Saxophongebläse nahm um die Jahrtausendwende schon Trip-Hop seine letzten Atemzüge im Neonlicht der Yuppie-Lounges, nun skizziert der Dance-Pop des Grammy-nominierten Festivalstars ZHU trotz höherer Beatfrequenz einen nicht minder durchdesignten Sound. Wo seine früheren Weichspüler-House-Singles wie „Faded“ und „Automatic“ noch den Floor anpeilten, streckt sich sein Debütalbum gleich mehrfach über dessen Rand hinaus. Besonders […] |


