WarpaintHeads Up

Nachdem die flächige Luftigkeit ihres Zweitwerks vor allem synthig geprägt war, haben Warpaint auf „Heads Up“ zurück zu ihren Gitarren gefunden – und vor allem ihren Groove. Krautig-cool drückt Jenny Lee Lindbergs weitläufiger Bassgang das Titelstück durch gelegentliche Saitenblitze und -rumpeleien, Stella Mozgawa steuert derweil über Hihat-Dichte und den kurzen Tempowechsel im Mittelteil die Intensität des Vorantreibens. Um diesen tighten Kern spulen sich Vocal- und Gitarrenmelodien auf und ab, winden sich spiralförmig und verweben sich miteinander, dass sie selbst im rhythmisch stellenweise auf der Stelle tretenden „So Good“ mit subtilen Veränderungen eine Eigendynamik aufbauen. Der Albumsound hat einen maßvoll hallenden Tiefgang, gegenüber dem nicht nur die gewohnten tänzelnden Hochtöne wie bei “Heads Up” schön hervorstehen. Er macht auch die verfremdeten Drums in „New Song“ und „By Your Side“ oder die vielen feinen, mitunter durchaus schrägen Geräuscheinwürfe griffiger, zwischen denen Warpaint aber nicht zu sehr auseinanderdriften, sondern verlässlich wieder zurück zur Einheit finden. Dass dabei wenig Gefühl für ein Gesamtgefüge des Albums erwächst, darüber lässt sich hinwegsehen, während diese Stimmen in der rauen Harmonie von „Don’t Wanna“ ihren eigenwilligen Kurvenflug ziehen.

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