PixiesEP1 |
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Die Umbesetzung hat zu manch überzogener Reaktion geführt. Pixies war stets vor allem Black Francis‘ Band (und Breeders die von Kim Deal), die Joey Santiagos Leadgitarre mindestens ebenso prägte wie Deal – wie viele hätten sich empört, wäre er ausgewechselt worden? Nach dem vereinzelten „Bag Boy“ versammelt diese EP vier weitere neue Songs, auf denen […] |
The WeekndKiss Land |
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Mit den drei Mixtapes, die Abel Tesfaye im Jahr 2011 veröffentlichte, gelang ihm nicht weniger als die Schöpfung einer neuen R’n’B-Unterwelt. Die Inszenierung als Drogen und Frauen vernichtendes Partytier, die Freudlosigkeit des Protagonisten und auch die musikalische Komplettverdunkelung des in den Vorjahren teilweise poppiger gewordenen Genres – all das war auf seine Weise noch viel […] |
Emiliana TorriniTookah |
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Man hört es „Tookah“ an, dass sich die Isländerin Gedanken um ihr neues Album gemacht hat – nicht auf der Suche nach TV-Soundtrackmaterial, sondern nach der genauen Gestalt dieser Songs. Mit Torrinis zuvorderst gelegter Stimme und Fingerpicking inklusive Saitenbundrutschen zeigt sich die Produktion nahbar, zugleich erlangt sie Breite und Tiefe durch spärlich schallende Perkussion oder […] |
Cloud ControlDream Cave |
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Als Cloud Control 2011 mit ihrem Debüt auftauchten, war der Neo-Folk-Hype rund um Fleet Foxes noch im vollen Gange. Und da gleich der Eröffnungssong von „Bliss Release“ a cappella mit Harmoniegesang losging, war die Schublade schnell gefunden, obwohl diese der Band eigentlich nicht gerecht wurde. Im Großen und Ganzen spielen die Australier zwar Folk, aber […] |
VisionistI'm Fine EP |
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Obwohl seitdem keine zwei Monate vergangen sind, wirkt „I’m Fine“ im Vergleich zu Visionists letzter Veröffentlichung „Snakes“ wie der Anfang eines neuen Kapitels. Konturenscharf und tiefenklar formt der Londoner Grimeproduzent elastische Bassskulpturen mit Echoräumen, die von phantomhaften Trauerstimmen nicht bloß ätherisch tangiert werden, sondern sie zu ihrer Wirkungsessenz machen. „Escape“ ist unter Clap-Quadrupeln tanzclubbiger, aber […] |
Ash BorerBloodlands |
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Auf ihr hochgeschätztes letztjähriges Album „Cold Of Ages“ bei Profound Lore lassen die US-Black-Metaller Ash Borer (benannt nach einem Falter, der vorgibt, eine Wespe zu sein und unter Umständen ganze Waldbestände zu verheeren vermag – kein schlechter Namenspatron) „Bloodlands“ folgen. Auf dessen beiden Songs – oder Epen – präsentieren Ash Borer atmosphärisch sehr dichten Black […] |
Willis Earl BealNobody Knows |
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Willis Earl Beal besitzt die Gnade des Außenseitertums. Als Obdachloser lernte er das Improvisieren, das Überleben mit geringen Mitteln – als Musiker ist er ebenso wenig an Perfektion interessiert, sondern vielmehr an der Dreck atmenden Authentizität seiner Songs. Das musikalische Spektrum bewegt sich auf seinem zweiten Album zwischen Straßenkötersoul und Schluffiblues, meist niedergeschlagen, immer aber […] |
John WizardsJohn Wizards |
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John Wizards ist 25 und lebt in Kapstadt. „John Wizards“ aber klingt, als hätte sein Schöpfer bereits ein ganzes Menschenleben damit verbracht, die Musik der halben Welt abzugrasen. In unendlicher Rastlosigkeit und Vielseitigkeit streckt sich das Album zwischen verschiedenen afrikanischen Stilen, entspannten HipHop-Beats, abstrakter Elektronik und einem bemerkenswerten Händchen für Popsongs. Selbst Wizards’ Dayjob als […] |
Jetplane LandingDon't Try |
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Drei Alben haben Jetplane Landing aus Derry in Nord Irland bis 2007 veröffentlicht und sich damit zumindest eine eingefleischte Fanbasis erspielt, dann war Funkstille. Nun gibt es auf einmal ein neues Werk und wenn alles gut läuft, sollte es die alten Fans reaktivieren und ein paar neue dazugewinnen können. Warum? Weil die Chancen für 90er-inspirierten, […] |
SuperchunkI Hate Music |
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„I hate music, what is it worth? Can’t bring anyone back to this earth“, klagen Superchunk an, geben aber sogleich die Antwort: Ihr zehntes Album bäumt sich nicht in jugendlicher Naivität gegen das Unvermeidliche auf, sondern akzeptiert den Lauf der Zeit, indem es Erinnerungen an dahingeschiedene Menschen und Momente in der bandeigenen Powerpop-Energie zelebriert und […] |
King Khan & The ShrinesIdle No More |
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Bands, die das 60er-Garage-Erbe verwalten, gibt es bekanntlich inzwischen wie Sand am Meer, dabei variiert der jeweilige Ansatz und die Qualität kann dementsprechend stark schwanken. Der Kanadier King Khan, der inzwischen in Berlin lebt, ist unter diversen Pseudonymen seit 2000 im garage-orientierten Gitarrengeschäft dabei und somit ein alter Hase im Betrieb. Was seinen Ansatz im […] |
A$AP FergTrap Lord |
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A$AP Ferg, der exzentrischste und wahrscheinlich auch talentierteste MC des New Yorker A$AP Mob, bestreitet weite Teile von „Trap Lord“ mit einem Singsang-Rap-Mischmasch, der an eine düstere Version von Bone Thugs-N-Harmony erinnert. Es ist also nur recht und billig, dass die Clevelander Ausnahmeerscheinung des 90er-Jahre-HipHop eine Gastrolle im „Trap Lord“-Track „Lord“ übernimmt und dabei furchteinflößend […] |
Pure Bathing CultureMoon Tides |
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Die Balance aus solider Songkonstruktion und klanglicher Diffusion ist eine, die nicht vielen so gut gelingt wie dem Traumpop-Duo aus Portland. So sind die besten ihrer Songs zugleich substanziell und körperlos, wenn Sarah Versprille in elaborierten, von Synths mit hellem Schein umpinselten Melodieläufen irgendwo zwischen Fleetwood Mac und Beach Houses erhabenem Schwebezustand von goldenen Küsten […] |
Tythe& Also With You |
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„We’re too young to take a walk on a sunday”, aber anscheinend alt genug, um sich in 90er-Eso-Sounds zu suhlen. Mit Enigma-haft exotisiertem Gesang greift „Run Into The Sun” tief in die „Moods”-Mottenkiste, wobei es höchstens auf einer der späteren Compilation-Inkarnationen erlaubt gewesen wäre. Meist übt sich Tythes synthiges Debütalbum in unoriginellem, aber etwas weniger […] |
Lil SilvaDistance EP |
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Resultierten ohne seine marschartigen Snare-Fills Lil Silvas ausgehöhlt hallende „Club Constructions“ zuletzt in der kühl-schwergewichtigsten Veröffentlichung des Bedforder Funky-Grime-Grenzgängers, so geht seine neue EP dazu ins polare Extrem. „No Doubt“ trägt Rosie Lowes Vocals auf Synth-Samtkissen und elegant mutierendem House-Minimalismus, Lil Silvas zweite Sampha-Kollaboration „Salient Sarah“ rahmt dessen souliges Falsett in funktional tanztauglichere Produktion, betört […] |
The CourtneysThe Courtneys |
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Fast drohen die Slacker-Vibes, die The Courtneys dazwischen verströmen, ihre verbal markanten Refrains und Phrasen zu untergraben. Zu Textzeilen wie „It’s a mandatory suicide“, „Take a walk down to the river / See the water, feel it quiver“ (im Über-Sommersong „90210“) oder „Delivery boy, you’re such a fox“ kehrt man aber nicht nur wegen des […] |












