HITSHikikomori |
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Das Schlagzeug marschiert drauflos wie eine Dampframme, die beiden Gitarren rocken stumpf drauflos, gniedeln mal hier mal da ein Solo, der Bass drückt und der Sänger trägt seine Texte, mit regelmäßigen Dopplern einer der Gitarristinnen, in einem Modus vor, der mit „deadpan“ recht gut beschrieben ist. Totale Langeweile? Nee, genau das Gegenteil! HITS aus Australien […] |
Musée MécaniqueFrom Shores Of Sleep |
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Fernweh ist das Thema, dem sich Musée Mécanique auf ihrem neuen Album widmen. Zwischen Folk- und Dreampop sowie Americana-Anklängen sinnieren die US-Amerikaner über die Herausforderungen und Erschwernisse des Lebens, über die Weite des Meers und über Kameradschaft. Ein Zitat von Grace Hopper diente dafür als Inspirationsquelle: „A ship at port is safe, but that’s not […] |
TinasheAquarius |
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Zwischen dem astrologischen Titel, Zeilen wie „A brand new age has finally begun“ im Eröffnungsstück und den vielen Zwischenspielen mit entsprechender Namenskolorierung („Nightfall“, „The Storm“, „Indigo Child“ …) hätte Tinashes exzellentes Debütalbum das Potential zur größten R’n’B-Eso-Konzeptgrütze des Jahres gehabt. Doch obwohl die Amerikanerin selten mal in Aiko-Terrain abflachelt, operieren ihre Beats und Tieffrequenz-Oszillationen mit […] |
Bass Drum Of DeathRip This |
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John Barrett schnürt sich die Garagerock-Stiefel für größere Bühnen. Auf Bass Drum Of Deaths drittem Album ist er erstmals nicht die komplette Band und Produzent in Personalunion, so wummert es nun satt umrundet, wenn der bisherige Tourdrummer Len Clark in das zuvor lo-fi-schepprige Schlagzeug drischt. Ebenso pressend schallen dröge Akkordprogressionen wie in einer Kathedrale nach oben, […] |
GRMLNSoon Away |
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Es kann so einfach sein mit der schmissig-eingängigen (Indie-)Rockmusik: Optional wird angezählt oder angespielt, dann in ein paar Anschlägen der geriffte Hook im Ohr verankert und ab geht’s. Auf seinen ersten beiden Veröffentlichungen machte das Yoodoo Park ganz adäquat, doch mit „Soon Away“ begeht er einen rätselhaften Fehltritt nach dem anderen. GRLMNs Songs sind jetzt […] |
Code OrangeI Am King |
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Nach seinem bereits erstaunlich reifen Debüt als Code Orange Kids setzt sich das Quartett weiter vom breiten Hardcore-Feld ab und scheint sich dabei mittlerweile die klangexperimentellen Dillinger Escape Plan ebensosehr zum Vorbild zu nehmen wie die Band ihres Produzenten Kurt Ballou. Bereits die Albumeröffnung hinterlässt mit ihrem Cybersirren einen unauslöschlichen Eindruck, weil sich Code Orange […] |
Jessie WareTough Love |
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Trotz eines Bashmore hier und da zeichnete sich „Devotion“ weniger durch die Kollaboration mit angesagten Produzenten aus als durch die Genügsamkeit, mit der Jessie Ware ihre Stimme in phänomenaler Bescheidenheit inszenierte. Denkbar unnötig also sind die Streicher und Chöre, die auf ihrem zweiten Album extra dick plakatieren, was bereits offenkundig zu hören ist. Anstatt subtile […] |
AtriarchAn Unending Pathway |
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Ich mache keinen Hehl daraus: In meiner Jugend gab’s nur Hard Rock, AC/DC, die NSOBHM oder Punk, Post-Punk und Hardcore. Matte und Kutte oder Iro und zerschlissene Lederjoppe, also Party und Bier oder Party und Heroin – zwar gab es schon Schnittmengen, aber an eine postmoderne Informiertheit wie heute, auf Seiten der Musiker als auch der […] |
The Juan MacLean In A Dream |
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Während The Ting Tings relativ spät ihr Ticket für den Daft-Punk-Nostalgiezug lösen, haben andere Trittbrettfahrer bereits verkündet, Disco sei nicht mehr angesagt. John MacLean und seine mittlerweile vollwertige Projektpartnerin Nancy Whang wird das wenig scheren, denn schon über ein Jahrzehnt hält er die analog-traditionsbewusste Dance-Flagge in NYC hoch – seit LCD Soundsystems Abschied sogar als […] |
Self Defense FamilyDuets EP |
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Self Defense Family gehören in meinen Augen zu den interessantesten Post-Hardcore-Bands der Stunde. Ihr diesjähriges Album „Try Me“ wird sich – so viel kann ich jetzt schon verraten – mit Sicherheit in meinen Top 30 für 2014 wiederfinden, ist seit der Rezension im Januar immer weiter gewachsen und war auch aus meiner Plattentasche nicht wegzudenken. […] |
Nicholas KrgovichOn Sunset |
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Am Pathos spart Nicholas Krgovich beim besten Willen nicht. „On Sunset“ startet mit dem nur wenige Takte langen Titelstück, das großflächige Streicherarrangements loslässt, damit aber letztendlich in die Irre führt. Denn im anschließenden „The Backlot“ beginnt die Fahrt durch das sonnige Los Angeles, dem der Kanadier sein Album gewidmet hat. Groovig kommt der Sound daher, […] |
Peaking LightsCosmic Logic |
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Das Duo Peaking Lights zog bei seinem Durchbruch „936“ einen großen Teil seiner Faszination aus der Kombination von weirder Psychedelik und Elektronik mit einem extrem tiefenentspannten Verhältnis zu Dub – nicht zwingend zum klassischen jamaikanischen, sondern eher zu der daraus entstandenen Kulturtechnik. Das passte 2011 super zum Zeitgeist aus Bon Iver, Washed Out, Nicolas Jaar […] |
WeezerEverything Will Be Alright In The End |
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Die gute Nachricht: Weezers neuntes Album ist locker ihr bestes seit „Maladroit“ und leistet sich keinen völligen Fehltritt. Leider ist „Everything Will be Alright In The End“ aber immer noch ein Weezer-Album aus diesem Jahrtausend, was bedeutet, dass Rivers Cuomo vor lauter krampfhaftem Augenzwinkern keinen Unterschied zwischen selbstreferenziellen Banalitäten wie „Back To The Shack“, einem […] |
RVIVRBicker And Breathe EP |
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Im Schlechtwettersound der US-Nordwest-Ecke könnten RVIVR mit eingängig-aufreizenden Riffs im Refrain, handballengedämpft zuckenden Sechssaitern in der Strophe und sprintenden Snarewirbeln für den Effet dazwischen schon verhältnismäßig als Pop-Punk durchgehen. Das Quartett aus Olympia legt aber auch auf seiner – zumindest digital rechtzeitig zur Europatour erschienenen – starken neuen EP derart Bassmuskel und ungedeckelte Spielwut an […] |
CayetanaNervous Like Me |
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So satt Cayetana auch Becken und Verstärker krachen lassen, machen sie nicht den Eindruck, als wäre ihr Debütalbum unter Druck oder Eile entstanden. Der knackig-körnige Indie-Rock des Trios aus Philadelphia funktioniert auf „Nervous Like Me“ gerade deswegen so gut, weil er ohne unnötige Zierde auf den Punkt kommt und schnell, aber ohne Hektik lebhafte Eindrücke […] |
PunchThey Don't Have To Believe |
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Fast schon als einen Nachlass brachten Punch ihr exzellentes drittes Album raus, kurz bevor Shouterin und Texterin Meghan O’Neil ihren Ausstieg aus der Band verkündete. Die Benachrichtigung darüber hielt sie so kurz und bündig wie die Songs des so wunderbar treffend benannten Klöppelcore-Quintetts, das auch auf „They Don’t Have To Believe“ in fünfzehn Spurts nur […] |


