WeezerEverything Will Be Alright In The End
Die gute Nachricht: Weezers neuntes Album ist locker ihr bestes seit „Maladroit“ und leistet sich keinen völligen Fehltritt. Leider ist „Everything Will be Alright In The End“ aber immer noch ein Weezer-Album aus diesem Jahrtausend, was bedeutet, dass Rivers Cuomo vor lauter krampfhaftem Augenzwinkern keinen Unterschied zwischen selbstreferenziellen Banalitäten wie „Back To The Shack“, einem Song über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und dem emotional geladenen „Ain’t Got Nobody“ erkennen lässt. Das erstreckt sich vor allem auch auf die Musik, deren Riffs soundmäßig mehr auf einer Linie mit den beiden Erstwerken der Band als alles andere in diesem Jahrtausend ergniedeln (der erneuten Zusammenarbeit mit ihrem 90er-Produzenten Ric Ocasek sei’s gedankt), aber nur selten über austauschbare Routine hinauswachsen. Eine denkwürdige Ausnahme macht da die leicht Queen-artige Prog-Trilogie zum Finale, sie markiert jedoch auch den Punkt, an dem das sonst durchaus vergnügliche Albums zur dudelnden Geduldsprobe wird.


