PunchThey Don't Have To Believe
Fast schon als einen Nachlass brachten Punch ihr exzellentes drittes Album raus, kurz bevor Shouterin und Texterin Meghan O’Neil ihren Ausstieg aus der Band verkündete. Die Benachrichtigung darüber hielt sie so kurz und bündig wie die Songs des so wunderbar treffend benannten Klöppelcore-Quintetts, das auch auf „They Don’t Have To Believe“ in fünfzehn Spurts nur einmal die Zwei-Minuten-Marke überschreitet. Punch vertonen das Wuchten der Selbstbehauptung gegen Anspannung („Heavy as a brick/ sharp as nails/ always constant/ only quiet“), Belästigung („Hands Off, what’s mine is mine/ You don’t get to tell me where to draw the line“) und Verhaltensvorschreiber („We don’t exist/ for you to appraise/ Not a compliment/ no fucking thanks“), aber auch Momente der Machtlosigkeit für Hilfsbedürftige oder ein Plädoyer für das Weinen ohne Scham: „Don’t show your emotions? What a fucking lie/ This doesn’t make me weak, it makes me human“. Der Songtitel über jenen Worten ist Punch-prägnant wie immer: „Not Sorry“.


