Review: Bronnt Industries Kapital – Hard For Justice |
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Das Label „Get Physical“ wird in erster Linie mit einem vielfältigen, aber trotzdem auf den Dancefloor geschmiedeten Clubsound assoziiert. Dass sie auch anders können, beweisen sie bereits mit den Releases von Raz Ohara & The Odd Orchestra. Nun gliedert sich ein weiterer Künstler in das Kollektiv ein, der die Position des Labels außerhalb der Club-Szene […] |
Review: Mi Ami – Watersports |
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Wem Gang Gang Dance schon immer zu elektronisch waren, der dürfte sich nun freuen. Mi Ami sind die andere Seite einer Medaille, die beide Bands um den Hals tragen. Während Gang Gang Dance vielleicht eher die schöne, nach außen getragene Flanke präsentieren, haben Mi Ami sich für die blanke Seite entschieden. Kleine, fiese Krachmusik. Noise, […] |
Review: Doom – Born Like This |
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Neues aus dem Steinewerfer-Lager: Daniel Dumile meldet sich mit einem neuen Album und leicht veränderten Pseudonym zurück – aus „MF Doom“ wird schlicht und einfach „Doom“. Was auf den ersten Blick die Demaskierung des Mr. Anonymous suggeriert, entpuppt sich als ein weiteres Identitätsspielchen. Zählt man seine Werke als Viktor Vaughn und King Geedorah dazu, ist […] |
Review: Moderat – Moderat |
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Bpitch Control startet rasant ins neue Jahr: Nach den hervorragenden Releases von Telefon Tel Aviv und AGF/Delay spendiert Ellen Allien‘s Label ein weiteres Bonbon – Modeselektor und Apparat auf Albumlänge. Doch statt melancholischen IDM oder krawalligen HipHop schlägt auch hier die allgemeine Dubstep-Euphorie der Hauptstadt durch. Diese vermengt sich mit dem Trademark-Sound der drei Produzenten […] |
Review: Elvis Perkins In Dearland – Elvis Perkins In Dearland |
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Viele Mitstreiter im doch recht weitläufigen Singer-/ Songwriter-Genre verlieren sich ja neuerdings gerne im Strudel der Möglichkeiten. Ob Conor Oberst, Kristofer Aström oder Tom McRae, nicht wenige verspüren nach geraumer Zeit die Lust nach „mehr“. Nur führt dieses Mehr an Instrumenten, Produktionskosten und sonstigem Brimborium häufig auf einen nicht enden wollenden Irrweg. Völlig verzettelt findet man […] |
Review: Junior Boys – Begone Dull Care |
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Achtziger und kein Ende. Während die Abnutzungserscheinungen mittlerweile nicht mehr zu leugnen sind, wird weiterhin munter am hippen Retrosound geschraubt. Der Begriff „Zitatpop“ wird dabei zum universellen Winkelzug für belanglose Klötzchenschieberei mit vermeintlicher Reminiszenz an das bunte Jahrzehnt. So fahren sich auch die Junior Boys mit ihrem dritten Album gekonnt in die kreative Sackgasse. In […] |
Reviews: Mammút – Karkari (2008) | Reykjavik! – The Blood (2008) |
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Mammút – Karkari Dass eine Stimme den Unterschied machen kann, ist im Musikgeschäft eine alte Weisheit. Und so hackt sich Kata Mogensens Organ ohne großes Interesse an Umständlichkeiten zu einem Chorus durch, der mit Konsequenz und Ausdruck packt. Stimmlich liegt sie dabei zwischen einer ungekünzelten Björk und jugendlichen Unangepasstheit – eine Mischung, die jedes Mal […] |
Review: The Decemberists – The Hazards Of Love |
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Jeder kennt noch „Eli The Barrow Boy“. Dieser gequälte Geist auf dem 2005er Album „Picaresque“ der Decemberists, dem wohl Stärksten bisher, starb einsam, unglücklich, aber voller Hoffnung, und ist nur ein beliebiges Beispiel der vielen tragischen Figuren im weiten Feld von Liebe, Pflicht, Glück, Pech, Magie und allem, was sonst noch wichtig ist. Denn für das […] |
Review: Crystal Antlers – Tentacles |
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Es gibt noch Hoffnung Mit Rock, also dem richtigender 60er und 70er mit langen Haaren, Blut, Schweiß und dem ganzen Zeug, ist das ja so eine Sache, schon seit Ewigkeiten totgesagt erlebt er nun in ziemlich regelmäßigen Abständen seine Revivals, deren Protagonisten dann aber selten mehr zu bieten haben als das ewige Wiederaufwärmen alter Posen. […] |
Review: The Thermals – Now We Can See |
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Ein Blick auf den Veröffentlichungstermin des letzten, bis dato erfolgreichsten Longplayers der Thermals, „The Body, The Blood, The Machine“, verrät, dass die Arbeit an dem neuen, inzwischen vierten Werk ziemlich viel Zeit verschlissen hat. Umgerechnet in etwa so viel wie Hutch und Kathy für die gesamten ersten drei Alben benötigten. Zugegeben, ausgiebige Tourneen, der Abschied […] |
Review: PJ Harvey & John Parish – A Woman A Man Walked By |
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Blitze, Wald und eine Hüpfburg. In den wenigsten Fällen dürfte ein Musikvideo so gut die Stimmung eines ganzen Albums eingefangen haben wie im Fall von „Black-Hearted Love“. PJ Harvey in schwarzem Kleid, plötzlicher Regen und eine anhaltende Atmosphäre zwischen Bedrohung und Kinderspaß. Allerdings ist im Clip nur Harvey zu sehen, doch wer ist der Abwesende John Parish? […] |
Review: Takeo Toyama – Etudes |
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Willkommen! Hier in der Anderswelt von Takeo Toyama herrschen ungewöhnliche Gesetze. „Unterdrücke niemals deinen Spieltrieb!“ heißen sie, oder: „Werde niemals erwachsen!“ Herr Toyama gehorcht diesen Anweisungen aufs Strengste, schließlich ist er ein Japaner. Er lächelt dazu. Und es wirkt ausnahmsweise nicht gequält und aufgesetzt, denn in seinem bunten Kopf macht dies alles Sinn und formt […] |
Review: Bibio – Vignetting The Compost |
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Nicht einmal Ratlosigkeit bleibt von diesem Album. Es begnügt sich mit purer Anwesenheit und ist dabei in seiner selbstzufriedenen Machart kein bisschen arrogant. „Vignetting The Compost“ ist einfach da und stört nicht. Es passt immer, ist überaus zuvorkommend, hat für jeden Tag und jeden Geschmack passende bedürfnisstillende Produkte im Angebot. Das macht es zu einer […] |
Review: Gui Boratto – Take My Breath Away |
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Vor fast 100 Jahren veröffentlichte der russische Maler Wassily Kandinsky seine Schrift „Über das Geistige in der Kunst“. Kandinsky näherte sich der Frage, inwiefern unterschiedliche Klänge verschiedene Farbassoziationen hervorrufen können. Er ordnete die „Farbklänge“ bestimmten „Farbsymphonien“ zu, die wie in der Musiktheorie entweder harmonieren oder dissonieren können. In diesem Kontext lässt sich Gui Borattos Zweitwerk […] |
Review: Great Lake Swimmers – Lost Channels |
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„Everything Is Moving So Fast“, singt Tony Dekker mit seiner männlichen Samtstimme. Es ist ein musikalischer Seufzer, den er der Welt entgegen haucht. Mit einer Intensität eines schlaffen Händedrucks, bar jeglicher Wut, vielmehr mit einer abgeklärten Haltung der Resignation. Die weltweite Vernetzung, der Schnelligkeitswahn, die unendlichen Möglichkeiten einer Welt, die in ihrer Entgrenzung den Halt […] |
Review: Pet Shop Boys – Yes |
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Hierzulande, und wahrscheinlich nur hierzulande, gibt es sie wirklich noch: Menschen, für die die Pet Shop Boys nichts anderes sind als die britischen Modern Talking. Aber auch in Deutschland haben sich Neil Tennant und Chris Lowe glücklicherweise mittlerweile einen Status erarbeitet, der über bloße Anerkennung weit hinausgeht. Kein Magazin, das etwas auf sich hält, kommt […] |


