Review: John Zorn – The Crucible |
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Das vierte Album, das Zorn mit Patton, Baron und Dunn aufgenommen hat (dem sog. „Moonchild Trio“), ist wieder einmal ein Werk der Extreme – irgendwo zwischen Jazz, Improvisation, Noise und Avantgarde. Ein aufgeschlossenes Hörverhalten ist Grundvoraussetzung, um sich diesen Tönen zu nähern. Wer frühere Veröffentlichungen von Zorn mit dem Moonchild Trio kennt, wird wissen worauf […] |
Review: Anni Rossi – Rockwell |
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Eine von den Guten Die Parallelen liegen auf der Hand. Zum einen das im gewöhnlichen Poprockkontext etwas exotisch anmutende Leadinstrument („it’s a viola, not a violin.“, klärt uns ihre MySpace-Seite auf) und zum anderen dieser exzentrische, gerne mal ins Himmelhochjauchzen abdriftende Gesangstil dürften dafür sorgen, dass Anni Rossi sich in Zukunft öfter mal zu einer […] |
Review: DM Stith – Heavy Ghost |
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Neulich zum Feierabend Heimstatt-Dokus bei RTL2 geguckt. Obskure Hobbies waren das Thema und Kasimir, der stattliche Nashornkäfer, der Stolz seines Besitzers. Wäre David Michael Stith statt Musiker Terrariumbesitzer, dann bewegte er sich bestimmt auf ähnlich abseitigem Terrain. Denn sein Schaffen mutet ebenso zunächst sonderbar und eigenwillig an, bis man die einzig sinnige Frage stellt: Warum […] |
Review: Cursive – Mama, I’m Swollen |
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„I’m at my best when I’m trying to look and think and talk and sing and read and write” – am Liebsten möchte man den ganzen Text aus “From the Hips” zitieren – so punktgenau nimmt die Platte dabei Schwung auf, so lebendig und aufrichtig könnte er auch für sich allein stehen – so passend […] |
Review: AGF/Delay – Symptoms |
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Sym|p|tom,das; -s, -e {griech.} (Anzeichen; Merkmal; Krankheitszeichen). Sasu Ripatti und seine Lebensgefährtin Antye Greise-Fuchs wagen mit ihrem zweiten Album eine Diagnose zur gesellschaftlichen Lage. Dass diese nicht gerade positiv ausfällt, lässt sich bereits am Albumtitel erahnen – denn wo Symptome sind, ist auch eine Krankheit. Der soziologische Terminus wird dabei durch abstrakt, filigrane Pop-Musik ersetzt, […] |
Review: Black Lips – 200 Million Thousand |
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Ihr letztes, 2007 erschienenes Album „Good Bad Not Evil“ erregte bei einem beträchtlichen Teil der Fans erster Stunden leichte bis mittelschwere Besorgnis, wirkte es doch in direktem Vergleich zu ihren ersten drei Werken zu aufpoliert, zu glatt produziert und büßte somit trotz einer nicht abzustreitenden Vielzahl von Hits deutlich an Lo-Fi-Charme ein. Das böse Wort […] |
Short Review: Diana Jones – Better Times Will Come |
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Weites Land, Kühe, Cowboyhüte, Amerika in den Fünfzigern. Diese heimelige Musik, die sich nur um sich selbst dreht, die ihr eigenes Universum hat, ist der Kern dieses Albums. Manche würden es langweilig nennen. Es soll aber Liebhaber dieser Musik geben, die diese Töne durchaus zu schätzen wissen. Für alle andere gilt es, sich lieber auf […] |
Review: Olli Schulz – Es brennt so schön (2009) |
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Vielen hat man es zugetraut, aber ihm eigentlich nicht: In Zeiten, in denen Polarkreis 18 ihre Einsamkeit im Werbeblock kundgeben und Madsen den Verzehr des Double Whoppers untermalen dürfen, ist es am Ende ausgerechnet Olli Schulz, der die alte Debatte entfacht, wo der Indie auf Grund läuft – und ob Künstler aufhören gut zu sein, […] |
Review: Yeah Yeah Yeahs – It’s Blitz! (2009) |
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Wer hätte nach dem Debüt gedacht, dass die Yeah Yeah Yeahs jemals beim Pop ankommen? Damals wurden sie von der Presse im Zuge der Retrowelle an die Öffentlichkeit gebracht und große Worte wurden gesprochen. „Art Punk“ wie er nur aus New York kommen konnte. Das war alles hochgegriffen, jedoch konnte neben den Liars gerade den […] |
Review: Tim Exile – Listening Tree (2009) |
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Sein Philosophiestudium war doch sowieso nur das Alibi, um die Hoffnung der Eltern auf eine geregelte Zukunft nicht im Handumdrehen ins Reich der Wunschträume zu exportieren. Hinter der beständig bröckelnden Fassade wurden stets andere Pläne geschmiedet, vorwiegend aus Tönen. Erst als DJ, dann als Produzent eigener Tracks. Analog zur eher konfektionierten Vorgabe der Unikarriere bestand […] |
Review: Voltaire – Das letzte bisschen Etikette (2009) |
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Morgengrau Auch drei Jahre nach ihrem unerwartet hochgradigen Debüt “Heute ist jeder Tag“ war es Voltaire nicht gegönnt, sich hinaus aus den Herzen gut informierter Fans deutschsprachiger Musik hinein in eine größere Fangemeinde zu spielen. Mit frischem Bassisten und einem Zweitwerk, das sich ungewohnt entzügelt und unkompliziert den Weg aus den Boxen sucht, könnte sich […] |
MonoHymn to the Immortal Wind |
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Schon seit Jahren bewegt sich die Welt unermüdlich auf den Abgrund zu. Nun, kurz vor Mitternacht, unternehmen Mono einen weiteren Versuch, sie zu retten und klingen dabei majestätischer als je zuvor. Schon die Titel der insgesamt sieben Songs weisen unmissverständlich darauf hin: Hier geht es nicht mehr um das Schicksal Einzelner, sondern um das große […] |
Review: Condo Fucks – Fuckbook (2009) |
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Ist es noch möglich, einen lügenhaften Scherz in die Welt zu setzen im 21. Jahrhundert, in dem Internetnutzer jeden noch so kleinen Widerspruch preisgeben zu können meinen? Yo La Tengo haben es ausprobiert und mal flux eine Zweitidentität erfunden: die Condo Fucks. Doch diverse Internetseiten ließen sich auf das Spiel ein und streuten Gerüchte, die […] |
Review: Handsome Furs – Face Control |
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Von allen Projekten, die sich so um das Mutterschiff Wolf Parade scharen, sind Handsome Furs anscheinend diejenigen mit dem größten Mut zur Hässlichkeit. Dies erkennt man schon am Artwork ihres neuen Albums, als ob die Hundeschnauze auf der Front nicht schon furchterregend genug wäre, grüßt von der Rückseite auch noch Vladimir Putin höchst persönlich den […] |
Review: Tim Hecker – An Imaginary Country (2009) |
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Ambient orientierte Musik unterliegt häufig dem ähnlichen Problem wie die derzeitige Flut an Post-Rock Veröffentlichungen. In beiden Genres muss alleine durch instrumentales Aufbegehren eine gewisse Differenziertheit geschaffen werden. Bei elektronischer Musik erfolgt diese Abgrenzung, neben Spannungsbogen und Arrangement, natürlich primär über das Klangbild. Dank unzähliger Presets, mit denen sich auf Knopfdruck kinderleicht gewaltige „Wall Of […] |
Review: Soap&Skin – Lovetune for Vacuum |
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Unter Wölfen Die beißenden Winterwinde pfeifen aus dem letzten Loch. Eine kleine, aber bereits merkbare Note aufblühender Vegetation liegt schon in der Luft. Die unangenehme Jahreszeit ist bald aus. Doch die 18-jährige Österreicherin Anja Plaschg dreht mit aller Kraft am Thermometer, um dem Winter einen zweiten Frühling zu bereiten – mit Hilfe von 177 Tasten […] |


