Review: The Horse Feathers – House With No Home (2008) |
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Traurige junge Männer mit Gitarren, auch Justin Ringle scheint einer dieser verzweifelten, ewig mit dem Leben hadernden Gestalten zu sein, die uns in ihrer Musik in einsamen Stunden mitnehmen in ihre Welt von Tod und Vergänglichkeit. „House With No Home“ ist nun schon das zweite Album mit The Horse Feathers, begleitet wird er hier in […] |
Review: Mogwai – The Hawk is Howling (2008) |
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Stranded Youngsters Eigentlich sollte diese Rezension nicht mit der Standardeinleitung vieler aktueller Post-Rock-Besprechungen beginnen: Der Grabesrede auf ein Genre, welches lange Zeit die Rockmusik revolutionieren und ihr auf ewig den Stempel experimentellen Anspruchs aufsetzen wollte. Mogwai gelten noch heute als unabdingbare Referenz und durchgehend leuchtender Stern am sonst so düsteren Himmel instrumentaler Gitarrenmusik. In einem […] |
Review: Pivot – O Soundtrack My Heart (2008) |
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Instrumentale Diffusion in der Praxis Man steigt eine schmale Kellertreppe hinab und betritt einen kleinen, tür- und fensterlosen Raum. Analoge Klangerzeuger lehnen, neben abgegriffenen Gitarren, an den vollgeschmierten Wänden. Die rechte Seite des Raumes ist vollgestellt mit selbstgebauten 19-Zoll-Racks, in denen sich zahllose Effektgeräte stapeln. Überall quellen Kabel hervor und bedecken den grauen, betonierten Boden. […] |
Review: The Fiery Furnaces – Remember (2008) |
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Die Ankündigung eines neuen Releases der Geschwister Matthew und Eleanor Friedberger sorgt bei den Freunden unkonventionellster Klänge ja bekanntlich für begeisterte Luftsprünge. Bisher konnten selbst die vertracktesten und hinterlistigsten Widerhaken im Klanggehäuse der Band die Fans nicht schocken. Die Liebe und das Vertrauen, das die Anhänger ihren Lieblingen entgegen brachten, war scheinbar grenzenlos. Doch genau […] |
Review: Madlib – Beat Kondukta Vol.5: Dil Cosby Suite (2008) |
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Otis Jackson Jr., der Mann mit den 1000 alter Egos, kehrt von seiner Indien-Reise auf „Beat Kondukta 3-4“ zurück und legt prompt eine neue Sammlung von Beat-Skizzen nach. Zum ersten Mal holt sich der Querkopf einen Co-Produzenten an Board: Labelkollegen J.Rocc. Das Ergebnis kann sich hören lassen: Die Emu-Sp-Drummachine spuckt unentwegt rumpelige Loops, während die […] |
Review: The Faint – Fasciination (2008) |
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The Kids Want To Dance! Der Arbeitskreis rhythmussuchender Profilneurotiker bekommt neues Futter: The Faint folgen mit ihrem aktuellen Longplayer weiterhin den ausgelatschten Pfaden des Electroclash, abseits jeglicher Innovation und Selbstreflexion. Eine Band muss sich nicht mit jedem Album neu erfinden, wurde jedoch auf der Essenz eines Sounds so dermaßen rumgeritten, empfiehlt es sich einen Neuentwurf […] |
Review: The Bug – London Zoo (2008) |
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Mit seinem inzwischen dritten Album scheint Kevin Martin aka The Bug nun endlich der längst fällige Durchbruch gelungen zu sein. Nach „Tapping The Conversation“ (1997) und „Pressure“ (2003) hat sich der gute Herr aus London erneut exakt fünf Jahre Zeit gelassen, um mit einem neuen Album aufzuwarten. Die im letzten Jahr veröffentlichten Singles „Poison Dart“, […] |
Review: Air France – On Trade Wings EP (2006) / No Way Down EP (2008) |
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So like a dream. No, better! Zwei EPs können die beiden Soundtüftler Joel Karlsson und Henrik Markstedt von Air France aus Götheborg bereits zu ihrer Diskographie zählen. Nach der „On Trade Wings EP“ im Jahre 2006 folgte in diesem Jahr die „No Way Down EP“, welche nicht zu Unrecht von Pitchfork mit dem “Best new music“-Stempel […] |
Review: Lykke Li – Youth Novels (2008) |
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POP Goes My Heart Schweden und Popmusik. Geht schon mal gut zusammen. Mindestens schon seit Abba bringt das Land von Astrid Lindgren, Ikea und zu engen Jeans (ja, wir lieben unsere Klischees) kontinuierlich Musiker hervor, die sich zwar allesamt dreist in der Musikgeschichte (Garage-Rock, 60s-Pop, 80s-Synthiezeug,…) bedienen, denen man dafür aber, dank zumeist überaus charmanter […] |
Review: Bodies Of Water – A Certain Feeling (2008) |
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Geheime Kanadier Die kanadische Musikszene steht in voller Blüte und hat längst auch europäische Indie-Fans fest in ihrer Gewalt. Angeführt durch Bands wie Arcade Fire, Broken Social Scene, Wolf Parade und die New Pornographers besticht die Musik der Nordamerikaner vor allem durch quirlige, spielfreudige und doch so federleichte Arrangements, die der aufmerksame Musikfreund in einer […] |
Review: Wolf Parade – At Mount Zoomer (2008) |
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Die Geister des Prog Im großen Sturm kanadischer Bands und Kollektive, der vor drei, vier Jahren zunächst Indie-Amerika und dann auch Europa gehörig durcheinanderwirbelte, gehörten Wolf Parade neben Arcade Fire und Broken Social Scene wohl zu den strahlendsten und hoffnungsvollsten Anwärtern auf das nächste ganz große Ding. Dabei hatte die Band um Spencer Krug und […] |
Review: Cut Copy – In Ghost Colours (2008) |
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Das kurzweilige Vergnügen! Irgendetwas muss ja dran sein, wird der werte Leser denken, wenn er die zahlreichen, auf der ganzen Welt verteilten, vor Lob nur so strotzenden Kritiken dieses Albums liest. Kurz zusammengefasst lässt sich folgendes berichten: Cut Copy aus Melbourne existieren seit sieben Jahren, ihre erste EP erschien als damaliger One-Man-Act in Person von […] |
Review: Oxford Collapse – Bits (2008) |
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Whatever happened to Indie Rock Während dieses immer schon mehr als schwammige Genre, das in den 80er- und 90er-Jahren Rockmusik von dämlichen Machoposen befreite und dafür mit einer gehörigen Portion DIY-Geist und Hang zu spinnerten Experimenten versah, in der medialen Wahrnehmung via O.C.-California, Pete Doherty und diversen Retro-Trends mittlerweile vollständig auf enge Hosen und irgendwie […] |
Review: Black Mountain – In The Future (2008) |
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Zurück in die Zukunft Die Extreme sind ausgelotet, die Möglichkeiten ausgeschöpft. In der Rockmusik wurde nahezu alles versucht. Bands wie Animal Collective oder Fantomas übertreffen sich in ihrer Verrücktheit, auf der Suche nach einer unbesetzten Nische. Dabei kann es so einfach sein, den Musikfreund des 21. Jahrhunderts mit einer explosiven Mischung zu überraschen. Es bedarf […] |
Review: Fleet Foxes – Fleet Foxes (2008) |
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Alles wird gut, ganz bestimmt! Es dauert, wie bei der erst kürzlich erschienenen „Sun Giant EP“ nur wenige Sekunden und schon ist der Hörer wieder ganz weit weg vom Tagesgeschehen. Die Elfen scheinen nun näher zu sein als die umgekippte Mülltonne vor der Haustür, statt dem Hupen auf der Straße sind nur Pferdekutschen zu hören, […] |
Review: The Dodos – Visiter (2008) |
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Die pure Entschlossenheit Das erste Hören einer neuen Platte mag ja durchaus unzählig viele Reaktionen hervorrufen können, dennoch existieren freilich einige eher typische Varianten. Eine Möglichkeit besteht darin, sich sofort mit der Musik anzufreunden und direkt zu erkennen, dass sie einem gefallen wird. Das setzt höchstwahrscheinlich voraus, dass ein gewisser Wiedererkennungseffekt nicht von der Hand […] |


