Jesse Boykins IIILove Apparatus |
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Längst nicht so tanzbar, wie man es hätte erwarten können, fiel die Zusammenarbeit von R’n’B-Eigenbrötler Jesse Boykins III mit dem zuletzt sehr footworkaffinen Produzenten Machinedrum aus. „Love Apparatus“ ist luxuriöses Understatement, in permanenter Dämmerung und sanft beleuchteten Tunnelfahrten driftet Boykins‘ sanft gleitendes Falsett hanglos und voll urbaner Sehnsucht durch weichgebogene Synthvorhänge und ausgebleichten Boom-Bap. Die […] |
Serpentine PathEmanations |
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2014 ist für Relapse Records bis jetzt mit Veröffentlichungen von Indian, Nothing und Nux Vomica ein sehr gutes Jahr. Dabei warfen die beiden letztgenannten Gruppen, auch veröffentlichungstechnisch für das Label, einen Blick über den Metalteller hinaus, mit Tombs steht schon der nächste dicke, genresprengende Brocken in den Startblöcken. Aber es gibt auch noch jene Bands, […] |
PosseSoft Opening |
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Eine der schönsten Formen gepflegter Langeweile ist es, mit ausgestreckten Armen und Beinen auf dem Rasen zu liegen und die Wolken beim Vorbeiziehen zu observieren. Ähnlich schön-langweilig kann eigentlich nur Musik sein. Natürlich fallen einem dabei sofort Real Estate ein, die auf ihren bisherigen drei Alben ihre gelassene Unaufgeregtheit mit simplen, aber feinen Gitarrenpop-Songs feierten. […] |
Ramona LisaArcadia |
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Es passt, dass Ramona Lisa über den bloßen Namen von Caroline Polacheks Soloprojekt hinaus auch eine Kunstfigur ist, die als Alter Ego der einen Hälfte von Chairlift fungiert. Die größte Stärke ihres soften Popalbums ist nämlich gerade sein auraler Eigencharakter, „Arcadia“ manifestiert eine durchweg stimmige Klangwelt von nuancierter digitaler Irrealität. Zwischen Tänzeln und Taumeln vollzieht […] |
FatoniDie Zeit Heilt Alle Hypes EP |
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„Alles bleibt, wie es bleibt“, stellt Fatoni zu Beginn seiner neuen EP fest, und in gewisser Weise wirkt „Die Zeit Heilt Alle Hypes“ tatsächlich eher wie eine Fortsetzung und nicht wie ein neues, eigenständiges Werk. Der Albumtitel und das „Intro“ greifen die Kritik an der Schnelllebigkeit (musikalischer) Trends des Debütalbums „Solange Früher Alles Besser War“ […] |
Apologies, I Have NoneBlack Everything EP |
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„I am at war with my own mind and if I said what I was thinking you would think that I had lost it this time.“ Spätestens wenn Josh McKenzies fragiler Gesang nach diesen Zeilen plötzlich in verzweifeltes, beinahe hysterisches Schreien umkippt, ahnt man, dass Apologies, I Have None mit ihrer EP „Black Everything“ die […] |
TweensTweens |
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Zeit zum Ausruhen nehmen sich Tweens wenig. Nur kurz vor Schluss ihres Debüts singt Bridget Battle einmal über wenig mehr als das Schaben ihrer Gitarrensaiten, doch selbst das derart intime „Want U“ ist in einem übersteuerten Waberklang gehalten, der jederzeit in den nächsten knackigen Powerpop-Hüpfer auszubrechen droht. Eruptionen beherrscht der tighte Dreier aus Cincinnati besonders […] |
Lykke LiI Never Learn |
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Lykke Lis Musik mag an Exzentrik verloren haben, ihre Texte dafür aber auch an Holprigkeit. Für ihre Weiterentwicklung hat sich die Schwedin auf ihrem dritten Werk jedenfalls nicht am Chartserfolg orientiert: Statt eines ganzen Albums voller „I Follow Rivers“-mäßiger Remixe hat Li eher eines voller emotional düster getünchter „Sadness Is A Blessing“s kreiert. Doch wo […] |
WovenhandRefractory Obdurate |
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Auf seinem siebten Album mit Wovenhand hat David Eugene Edwards die staubig spröden Country-Anleihen weitestgehend hinter sich gelassen und tritt ungewohnt direkt auf. Der alttestamentarische, mystische Tenor der Vorgänger stellt sich auf musikalischer Ebene bei „Refractory Obdurate“ nur noch in Ansätzen, etwa im Titeltrack, ein. Dafür setzen Wovenhand umso mehr auf kompakte Strukturen und Lautstärke. […] |
PhantogramVoices |
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Mit seinem zweiten Werk ist dem Duo mindestens ein halbes erstklassiges Electropop-Album gelungen. Der Rest ist kein Reinfall, aber „I Don’t Blame You“ oder „Never Going Home“ sind mit ihrem Großhallenrefrain etwas überfrachtet, auch wird das Gitarrensolo im Eröffnungssong ein Element zuviel. Dabei besticht „Voices“ eigentlich durch unscheinbare Komplexitäten im Rhythmischen und Melodiösen inmitten eines […] |
Brody DalleDiploid Love |
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Auch wenn die präzise thrashende Drum Machine, über der Brody Dalle die Songs ihres Solodebüts entwarf, für die Studioaufnahmen mitunter von Menschenhänden ersetzt wurde, ist „Diploid Love“ von klarer Strichführung geprägt. Oft sind die einzelnen Saitenanschläge zu hören, egal wie breit sich der Nachhall vor allem der Lead ausflänzt, die (meist ebenfalls von Dalle eingespielten) […] |
Mando DiaoAelita |
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Was für ein steiles Cover! Grelle Innovationen und skandalöse Klangtransgressionen scheint es zu verheißen, keine Rücksicht auf biedere Geschmäcker. Mit Jan Hammer im Eröffnungsstück beginnt „Aelita“ immerhin als fast schon adäquate 80er-Kitsch-Hommage, erweist sich im Folgenden jedoch nicht einmal als unterhaltsames Desaster, sondern als flach und langweilig. Schwülstiger Begleitgesang und wattige Synthtapeten, chilliges Schlagwerk in […] |
Thee Oh SeesDrop |
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Das ging schnell: Noch im Dezember 2013 kündigten die Kalifornier von Thee Oh Sees an, eine längere Pause einlegen zu wollen und sich für eine Weile zurückzuziehen. Nicht mal ein halbes Jahr später gibt es nun doch schon ihr achtes Studioalbum „Drop“ und Anzeichen von Erschöpfung sucht man vergeblich. Die vier Kumpels von Ty Segall […] |
AnnePulling Chain |
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„Einen auf elektronisch machen“ ist ein blöder Ausdruck, der die Mannigfaltigkeit von individuellen Entscheidungen, die hinter künstlerischen Prozessen steht, in einem altmodisch binären Verständnis von Klangkategorien primitiviert. Das geradezu rätselhaft misslungene zweite Album von Anne wirkt jedoch tatsächlich so, als hätte sich der Chef der bis dato Shoegazeband aus Portland eben dies vorgenommen – und […] |
SZAZ |
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„Z“ ist nur zwei Songs und zehn Minuten länger als SZAs fast exakt ein Jahr vorher erschienene „S“-EP, dennoch soll ihr Einstand auf dem Durchstarterlabel Top Dawg das erste Album der Amerikanerin darstellen. Gäste wie Kendrick Lamar und Chance The Rapper lassen sich ohne Widerstand auf den schlurfigen, schlummerigen, schwummerigeren R’n’B von „Childs Play“ oder […] |
The IcypolesMy World Was Made For You |
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Das Wetter wird besser (zumindest sollte es das) und die Tage werden länger. Die Natur explodiert in tausend Farben und vor allem wird alles grün, grün, grün. Viele zieht es nach draußen zum geselligen Beisammensein bei Ritualen am offenen Feuer, die oftmals auch der gemeinsamen Nahrungsaufnahme dienen und bei denen gern geistige Getränke verkostet oder […] |











