Wye OakShriek |
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Verhöhnt der Grimassen schneidende Junge auf dem Cover von „Shriek“ etwa alle Wye-Oak-Fans, die sich auf den noisigen Shoegaze-Folk des Duos gefreut haben? Der ist nämlich – genau wie Jenn Wasners E-Gitarre – auf dem vierten Album der Band aus Baltimore nicht mehr zu hören. Stattdessen bilden nun Synthesizer, Keyboards und vor allem der groovende […] |
InventionsInventions |
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Nicht nur im Einsatz einer schabenden Perkussion war Eluviums „Envenom Mettle“ der Ausgangspunkt für Inventions, Matthew Robert Cooper expandiert hier auch die damalige Zusammenarbeit mit Explosions In The Skys Gitarrist Mark T Smith. Der Panorama-Ambient ihres gleichnamigen Albums wird aber nicht nur wie erwartet von Coopers Pianorollen und dem EITS-mäßig wiegenden Fingerspiel Smiths geprägt, der […] |
Girl Talk & FreewayBroken Ankles EP |
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Das Hören von Girl Talks Alben kann eine spaßige, zuweilen aber auch ziemlich quälende Angelegenheit sein. Spaßig deshalb, weil Greg Gillis in seinen Mash-Ups gewissenlos eigentlich unantastbare Popklassiker auf den größten Schund der letzten Jahrzehnte prallen lässt, quälend, weil man als Hörer oft noch darüber nachdenkt, woher man eigentlich das Gitarrenriff kennt – obwohl Girl […] |
Hurray For The Riff RaffSmall Town Heroes |
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Bei manchem Album hält man sich autistisch damit am längsten auf, es in eine Kategorie zu ordnen – und vergisst dabei vielleicht sogar, Musik zu hören. Hurray For The Riff Raff machen es uns einfach: Ihr Fideldum kann nach dem Streifen von ein wenig R’n’B doch nur in die Folkecke geordnet werden. „Germany has been […] |
Ava LunaElectric Balloon |
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Wie gelangt man vom nervös zuckenden Post-Punk früher Talking Heads zu warm pulsierendem Soul? Ava Luna aus New York machen’s vor, sowohl über den Gesamtverlauf des famosen „Electric Balloon“ wie auch innerhalb der Mikrokosmen einzelner Songs spinnt die New Yorker Artpop-Gruppe scheinbar verwirrte Fäden, die zu entknoten sich lohnt. „Plain Speech“ stakst noch so aufgekratzt […] |
SaintsenecaDark Arc |
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Es klingt zunächst ein wenig unausgegoren, was Saintseneca zusammenmusizieren. Da ist zum Einen die eher nölig denn niedlich scheinende Stimmfarbe Zac Littles, der als Mastermind und Multiinstrumentalist in Personalunion den Takt angibt. Zum Anderen ist da aber auch das nicht immer ganz einfach nachzuvollziehende Wechselspiel aus recht blechernen Folksongs und reichhaltigen Popstücken. Beginnt das Album […] |
The CoathangersSuck My Shirt |
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Mit ihrem vierten Album sind The Coathangers aus Atlanta vom Quartett zum Trio geschrumpft und bewegen sich noch weiter als auf „Larceny & Old Lace“ in weniger poppige Garagepunk-Sümpfe – beides jedoch, ohne an Eindringlichkeit zu verlieren. Die sticht nicht immer so offensiv wie „Springfield Cannonball“s jaulende Refrain-Gitarrensaite heraus, Songs wie „Zombie“ sind unheilvoll verhangen […] |
FJØRTd'accord |
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Moderiertes Bolzen: Nach dem rohen Screamo ihrer „Demontage“-EP kommt das feine Debütalbum der Aachener schon deutlich ausgereifter daher, insbesondere der angeröhrte Gesang ragt selbst aus dem tosendsten, durchaus auch mal eingängigen Treiben klar und verständlich heraus. Zum Booklet greift man da mehr schon, weil sich der lose, oft über viele Takte erstreckte Satzbau so leichter […] |
Manchester OrchestraCope |
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Auf „Cope“ zeigen sich Manchester Orchestra so griffig und kompakt wie seit Jahren nicht mehr. Während der Vorgänger stellenweise sogar etwas überladen daherkam und nicht wusste, wohin mit den ganzen Ideen, konzentriert sich die Band nun wieder auf ihren Kern und kommt dabei extrem geradlinig daher. Von schnörkellosen Melodien und recht einfach gehaltenen Strukturen durchzogen, […] |
Millie & AndreaDrop The Vowels |
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Es gibt einfach Kombinationen, da weiß man: Das Ergebnis wird stimmen. So auch, wenn sich Miles Whittaker und Andy Stott, Labelkollegen bei Modern Love, zusammentun, um entrückten, wahnwitzigen Techno zu produzieren, der natürlich standesgemäß um drei Ecken denkt. Weltfremd, entrückt und den Makel zelebrierend – all diese erwartbaren Eigenschaften sind auch diesem Album inhärent. „Stay […] |
PaulaPaula |
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Waren The Postal Service vielleicht nur die amerikanischen Paula? Das zumindest suggeriert „Vergessen“, doch zur nostalgischen Zeitreise wird das erste gemeinsame Album von Berend Intelmann mit Elke Brauweiler seit Jahren erfreulicherweise nicht. Das deutlichste musikalische Jetztzeit-Indiz ist noch der undubbige Halfstep-Schwung in „Mehr Entertainment” oder „1987“, die mit Zupfgitarre und vor allem Brauweilers auch nach […] |
girlpoolGIRLPOOL |
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Wow, was ist denn das bitte! girlpool ist die Band der beiden Freundinnen Harmony Tividad und Cleo Tucker und „GIRLPOOL“ ist ihre erste auf Cassette (und als Download bei Bandcamp) veröffentlichte EP. Was mich bei girlpool sofort am meisten umgehauen hat ist, was die beiden nur mit Bass und Gitarre bewaffnet, völlig ohne Schlagzeug oder […] |
TychoAwake |
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Nachdem Scott Hansen ewig und drei Tage über seinen Chillout-Coup „Dive“ gebrütet hatte, ging nicht nur die Arbeit am Folgewerk sauberer vonstatten: In angekrautetem Gleiten bis satt kickendem Four To The Floor (und kurzzeitig sogar Breakbeat) treiben Live-Bassist Zac Brown und -Drummer Rory O’Connor Hansens Synth- und Gitarrenläufe fokussierter und in sauberem, vollerem Sound an […] |
Freddie Gibbs & MadlibPiñata |
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Freddie Gibbs und Madlib stehen in ihren jeweiligen Nischen für unaufgeregte Wertarbeit. Hier das Gangsta-Unikat aus Gary, Indiana, dessen Provinzdealer-Persona auch durch einen Umzug nach Los Angeles und einige Achtungserfolge als Feature-Gast nichts von ihrer Glaubwürdigkeit verloren hat. Dort der kalifornische Vinylmaulwurf, der zwischen Fusion, Funk, Soul und Psychedelic inzwischen alles auf Spur gesamplet bekommt. […] |
ØKonstellaatio |
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Mika Vainio, der zuletzt mit Steven O’Malley noch das großartige Projekt ÄÄNIPÄÄ gestemmt hat, reanimiert seinen Ø–Alias mit dem neuen Album „Konstellaatio“. Dieses scheint nahtlos an seine Veröffentlichungen aus der Mitte der 90er anzuknüpfen: maximal analog und maximal minimal. Dabei ist sein Soundkonzept explizit retro und dennoch so zeitlos, wie es manchmal nur elektronische Musik […] |
ScHoolboy QOxymoron |
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ScHoolboy Q gilt als Partylöwe unter den Black-Hippy-MCs, man hält ihn gemeinhin für weniger ehrgeizig als Ab-Soul oder gar Kendrick Lamar. Der gebürtige Wiesbadener tut wenig in der Außendarstellung dagegen. Die Promo-Aktivitäten rund um sein Major-Label-Debüt „Oxymoron“ spielten sich im Epizentrum einer ewigen Blunt-Wolke ab. Q war sehr bemüht darum, das Bild eines Künstlers abzugeben, […] |












