Thee Oh SeesDrop
Das ging schnell: Noch im Dezember 2013 kündigten die Kalifornier von Thee Oh Sees an, eine längere Pause einlegen zu wollen und sich für eine Weile zurückzuziehen. Nicht mal ein halbes Jahr später gibt es nun doch schon ihr achtes Studioalbum „Drop“ und Anzeichen von Erschöpfung sucht man vergeblich. Die vier Kumpels von Ty Segall sind energetisch wie eh und je, das beweist schon das eröffnende „Penetrating Eye“ mit breitbeinigem Stoner Rock und auf Krawall gestimmten Fuzz-Gitarren, oder auch der 60er-Jahre-Psychedelic-Pop von „Camera“. Dazwischen sorgen geheimnisvolle Trips wie etwa in „Savage Victory“ oder in „King’s Nose“ für etwas Erholung, die man nach dem lärmenden Titeltrack bitter nötig hat. Zum Schluss gibt es zwei echte Highlights dank „Transparent World“ mitsamt seinen Ambient-Anleihen und dem gleichermaßen zentnerschweren wie federleichten „The Lens“, auf dem Thee Oh Sees das Cello auspacken. „I will love you always“, singt John Dwyer und spricht damit jedem Hörer seiner Band aus der Seele. Hoffentlich machen die nie wieder Pause, egal, wie kurz sie auch sein mag.


