SZAZ

„Z“ ist nur zwei Songs und zehn Minuten länger als SZAs fast exakt ein Jahr vorher erschienene „S“-EP, dennoch soll ihr Einstand auf dem Durchstarterlabel Top Dawg das erste Album der Amerikanerin darstellen. Gäste wie Kendrick Lamar und Chance The Rapper lassen sich ohne Widerstand auf den schlurfigen, schlummerigen, schwummerigeren R’n’B von „Childs Play“ oder „UR“ ein, doch SZA erstreckt sich auch in körnigen Synthpop à la Blood Orange („Julia“), retroknisternd über Marvin Gayes „Mandota“ („Sweet November“) und futuristische Echoräume („Babylon“, das spätestens im wiederholt gesungenen „Crucify me“ nachteilhaft an FKA twigs erinnert). Wo diese in Einzelportionen noch nett anzuhören sind, finden SZAs freigedankliches Hauchen und halbgares Songwriting aber nie so recht die Bodenhaftung oder gehen zeitweise völlig in „Green Mile“s Texturenmeer unter. Hätte SZA das Ganze nochmal auf eine halbe Stunde zusammengekürzt, wäre „Z“ als durchwachsene EP sicher weniger enttäuschend.

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