Mohna1985-1994 |
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Der Titel hätte nicht besser gewählt sein können, und das nicht nur, da „1985-1994“ von der Kindheit der bildenden Künstlerin und Musikerin Mona Steinwidder handelt, sondern weil der stark in sich geschlossene Charakter des Solodebüts der Hamburgerin, die sonst bei Me Suceeds beschäftigt ist, so in einer angemessenen und dezenten Art und Weise betont wird. […] |
Savoy GrandAccident Book |
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Genau 1731 Tage, also vier Jahre, acht Monate, drei Wochen und sechs Tage lagen zwischen der Veröffentlichung des letzten Savoy Grand-Albums „People And What They Want“ und dem neuen Werk „Accident Book“. Doch spätestens, wenn die Platte nach der feierlichen Prozedur des Auspackens schlussendlich im Player rotiert, dürfte einem dieser Zeitraum, bei dem man sich bei jeder anderen Band schon Sorgen um deren Auflösung gemacht hätte, bloß vorkommen wie ein weiteres Innehalten zwischen zwei Tönen. Denn diese Pausen sind es letztendlich, was diese Gruppe so unvergleichlich und unverzichtbar macht […] |
Animal CollectiveFall Be Kind |
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Nicht lange nachdem die „Merriweather Post Pavillion“-LP ihren Stammplatz auf den heimischen Plattentellern geräumt hat, melden sich Panda, Avey und Geologist schon wieder zurück. So schließt sich der Kreis, denn das Jahr begann mit Animal Collective und nun endet es mit den selbigen. Der eine war genervt vom undurchdringbaren Konsens, der andere kann noch immer nicht genug bekommen. Die Spuren ihres letzten Albums sind auf dieser EP kaum zu leugnen, auch wenn sich bereits eine weitere Neuausrichtung ankündigt. Wo diese hinführt, ist nur schwerlich abzusehen. |
Devin TownsendAddicted |
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Es ist eigentlich egal ob man Metal überwiegend zu- oder abgewandt ist, die Wahrscheinlichkeit, dass man „Addicted“, das zweite Album des Devin Townsend Project, mögen wird ist etwa gleich hoch. Denn auch wenn die Gitarre des kanadischen Projektchefs Devin Townsend einen entschieden schweren Sound hat, die massiven Hooks, die er ihr entlockt sind nicht weniger poppig als die einer Lady GaGa und werden von funkelnden Synthbänken so glammig-bunt besprenkelt, dass jeder bierernste Traditionalist im Handumdrehen Reißaus nehmen dürfte […] |
BlakRocBlakRoc |
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Kreuzungen von Rap und Rock gehörten trotz Beastie Boys ja doch eher zu den vielen großen Unsitten der Neunziger. Albern gekleidete, gerade erst dem Highschoollosertum entwachsene Vorstadthools einigten sich damals unter dem Deckmantel von Wortkreationen wie Crossover oder dem unsäglichen Nu Metal auf Samenstau und Eierschaukeln als einzig repräsentative Gemeinsamkeiten beider Welten. Umso spannender könnte es angesichts dessen werden, wenn sich die Black Keys, ihres Zeichens die derzeit formidabelsten Vertreter des altehrwürdigen Zwei-Mann-Bluesrocks, mit zahlreichen alten Heroen aus deutlich besseren Zeiten des Hip Hop zusammentun, um sich gemeinsam darauf zu besinnen, dass man ja doch irgendwie die selben Ursprünge hat, die damals vor Urzeiten aus den Sümpfen des Missisippi-Delta […] |
GirlsAlbum |
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Die Verwendung des Begriffs „Hippie“ im Zusammenhang mit Musik sollte auf die Beschreibung „hippieesk“ beschränkt werden, zumindest solange, bis tatsächlich einmal geklärt worden ist, was denn nun genau unter „Hippiemusik“ zu verstehen sei,Donovan oder doch eher The United States of America . Bis dahin nehme man bitte Abstand davon, jede Band, deren Songwriting etwas schlichter oder auch opulenter ausfällt (Logik spielt bei der Verwendung von Floskeln keine Rolle), als „Beautiful People“ zu bezeichnen, auch, wenn sie aus San Francisco kommen sollte und Popmusik spielt. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Girls, denen das Etikett „Hippie“ nur zu gerne angehangen wird […] |
Real EstateReal Estate |
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Was für Musik soll man schon machen, wenn die Sommertage geprägt sind von New Jerseys nicht enden wollender Küste, den Stränden und dem speziellen Vibe im Osten des „Garden States“? Die konsequenteste Lösung ist es, das Hitzeflimmern mit Hilfe des Tremolos in ein akustisches Flimmern zu verwandeln. Oder man übersetzt das regelmäßige Rauschen der Brandung in gelassene, repetitive Arrangements. Wenn das auch noch nicht reicht, passt man seine Klangästhetik einfach der des leiernden Tapes aus dem Handschuhfach des alten Mustangs an, mit dem man die verschlungenen Straßen entlang des Meeres erkundet hat. |
The Leisure SocietySleeper (Special Edition) |
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Das Tageslicht ist ein scheuer Gast, nicht die Sonne, der Wind lässt uns die Augen zusammenkneifen und das, was Dir das Gesicht herunterläuft, ist kein Schweiß, sondern Regen. Zeit also, die grauen Straßenzüge zu fliehen und sich ins Immergleiche zu begeben, in die eigenen vier Wände, wo auf den oder die geneigte PopfreundIn die verlässlichste Quelle der Freude wartet: geschmackvolle Musik. Zum Beispiel The Leisure Society mit einem Re-Release, der Sinn macht. |
Memory TapesSeek Magic |
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Vielleicht lag es sogar ganz direkt im Interesse der schwedischen Labelbetreiber von Sincerely Yous, die warme Jahreszeit, die sie uns schon mit dem cleveren Easy Listening-Pop von JJ so angenehm wie möglich zu gestalten wussten, noch ein wenig weiter auszudehnen, als sie dieses Album bereits im Spätsommer in limitierter Auflage veröffentlichten. Vielleicht ist aber auch gerade jetzt genau der richtige Zeitpunkt über diese Platte zu berichten, denn wenn man mit hochgeschlagenem Mantelkragen den Pfützen ausweichend durch die grauen Straßen hastet um noch rechtzeitig vor der pünktlich um 17 Uhr einbrechenden Dunkelheit die schützende Wohnung zu erreichen, ist es doch umso schöner in Erinnerungen an wärmere Zeiten zu schwelgen, wie es der Name dieses Projektes ja ebenfalls nahelegt. |
Johnny ForeignerGrace And The Bigger Picture |
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Abseits vom Ladrock-Klischee, das sich seit den Arctic Monkeys auf der Insel breitgemacht hat, hat sich in den letzten Jahren eine Handvoll hervorragender UK-Bands mit eher transatlantischen Anklängen nach oben gespielt. Neben der Blood Brothers/Superchunk-Kreuzung Dananananaykroyd oder den an 90er US-Indierock anknüpfenden Sky Larkin wusste auch das Trio Johnny Foreigner mit seinem herrlichen Debüt „Waited Up ‚Til It Was Light“ aus einem verschmähten Strang nordamerikanischer Gitarrenmusik Neues zu weben: Dem Post-Hardcore. |
OOIOOArmonico Hewa |
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Wer gerne in Musik schwelgt und sich von ihr in irgendwelche Stimmungen versetzen lassen möchte, dürfte mit OOIOOs mittlerweile sechstem Album „Armonico Hewa“ nichts anfangen können: es ist gänzlich unromantisch, da helfen auch die tribalistisch anmutenden Rhythmen nicht, stetig werden die Ideen durcheinander gewirbelt. Plötzliche Einfälle bekommen soviel Freiraum, dass man mit gutem Recht von einem „tollen“ Album sprechen kann, schließlich folgt gerade die Verrücktheit stets einem konkreten Plan. Hier ist es die Improvisation. |
I Got You On TapeSpinning For The Cause |
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Überhaupt ist die Erwartung ein ziemlich undankbares Geschöpf. Lässt die Vorfreude, dieses tolle innere Beben, steigen und das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und dann das! Auf dem Fuße folgt die Enttäuschung. Mit bedröppeltem Blick und hängendem Kopf muss man sich eingestehen, dass die Erwartungshaltung vielleicht gerechtfertigt war, aber nun einer gründlichen Neujustierung unterzogen werden musst. Wer kennt es nicht: Die alles versprechende Silvester-Monsterparty gerät zu einer öden und zähen Veranstaltung, das Konzert der Lieblingsband lässt dann doch die Magie der vorangegangenen Auftritte vermissen. Ein seufzender Aufstoß verlässt die Lippen. |
AnnieDon't Stop |
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Fünf Jahre nachdem ihr über ihr Debütalbum „Anniemal“ und die grandiose Single „Heartbeat“ die große Popstar-Zukunft vorhergesagt wurde hat Anne Lilia Berge Strand es 2009 endlich dahin geschafft wo sie schon immer hin wollte, nach ganz weit oben in die Charts. Allerdings ist auf „Left My Heart In Tokyo“, das es im UK auf Anhieb in die Top 10 schaffte, ihre unscheinbare Stimme nicht zu hören, lediglich geschrieben hat sie das Stück für das Neo-Girlgroup-Duo Mini Viva. |
Fuck ButtonsTarot Sport |
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Man würde es sich gleichermaßen zu einfach wie auch zu schwer machen, täte man diese Musik einfach als Krach ab. Schließlich könnte diese Feststellung in die Überlegung münden, ob dieser an sich gut oder schlecht sei. Eine ebenso müßige wie unproduktive Frage. |
Ben FrostBy The Throat |
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Es mag kitschig anmuten, aber es lohnt sich in der Tat bis zum Einbruch der Dunkelheit zu warten bevor man Ben Frosts „By The Throat“ auflegt. Eine ungemein intensive Atmosphäre geht von dem dritten Album des in Island wohnhaften Australiers aus und je weniger man von der eigentlichen Welt visuell wahrnehmen kann, umso näher ist man der von Frost kreierten, umso eher kann man sich vorstellen dass die Bilder, die beim Hören heraufbeschworen werden, sich um einen herum manifestieren. |
Sufjan StevensBQE |
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Sufjan Stevens war schon immer mehr als ein einfacher Songwriter. Bereits vor seinen Meisterwerken „Greetings from Michigan: The Great Lake State“ und „Come on Feel the Illinoise!“ veröffentlichte er mit „Enjoy Your Rabbit“ ein an Minimal Music orientiertes elektronisches Werk über die chinesischen Tierkreiszeichen, das biblische Motive aufgreifende „Seven Swans“ sowie das fünfteilige EP Set „Songs For Christmas“, das, Sie haben es vielleicht geahnt, Weihnachtslieder enthält. |















