The AntlersHospice |
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Alle Jahre wieder gibt es sie, diese Alben, die, entstanden in völliger Abgeschiedenheit von der Außenwelt, das Leiden und die Katharsis eines Künstlers dokumentieren und dabei große emotionale Momente kreiieren, die auch in Zeiten wie diesen, in denen alles schon einmal da gewesen zu sein scheint, weit über den Alltag der wöchentlichen Veröffentlichungsflut hinausstrahlen. |
Matias AguayoAy Ay Ay |
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„Dies ist unstreitig der erste Artikel in der ganzen Tonkunst, die Achse, um die sich alles dreht, was Melodie, Modulation, Harmonie heißt. Alle Instrumente sind nur Nachahmungen des Gesangs; der Gesang sitzt als König auf dem Throne, und ringsum beugen sich alle Instrumente als Vasallen vor ihm.“ So sah es Christian Friedrich Daniel Schubart, geschrieben […] |
Cymbals Eat GuitarsWhy There Are Mountains |
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Erstaunlich: Cymbals Eat Guitars spielen überlange Stücke, ohne auf klassische Songstrukturen zurückzugreifen. Dabei sind sie weder übermäßig ambitioniert, noch begehen sie große Sprünge. Eine Lektion in Sachen Kurzweiligkeit. |
The Phenomenal Handclap Bandst |
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Die Hochzeit der Discokultur wirkt exklusiv und einzigartig, in erster Linie und selbstverständlich für diejenigen, die sie nicht miterleben konnten. Es scheint unwahrscheinlich, dass sich ein solcher Körperkult jemals wieder im großen Stil und mit solch einer Naivität zelebrieren lassen wird, wie es Mitte der 70er Jahre der Fall war , und dass nicht nur, weil Punkrock und AIDS dem bunten Treiben ein Ende setzten. Nach der bombastischen Selbstüberhöhung des Rock im Prog und der Erkenntnis, dass die Ideale der Hippiebewegung die wenigsten Menschen davon abhielten, furchtbar mittelmäßige Leben zu führen, stellte Disco in seiner breitenwirksamen Variante die Rückbesinnung auf die Funktionalität der Unterhaltungsmusik dar. Jugendkultur wurde zum Kunsthandwerk, bis als Reaktion darauf das vermeintliche Ideal der Authentizität das Leitbild einer Art von Pop wurde, die in den Mainstream der Minderheiten mündete. |
Atlas SoundLogos |
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Die Veröffentlichung des zweiten Deerhunter-Longplayers „Cryptograms“ im Januar 2007 entpuppte sich trotz anfangs attestierter Massenuntauglichkeit als bahnbrechender Durchbruch für die Herren aus Atlanta, Georgia. Seitdem kann die Band in der Musikpresse eine Art Omnipräsenz vorweisen. Und das ohne jeden Skandal. |
Anti-Pop ConsortiumFluorescent Black |
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Und schon wieder flüchtet da jemand von der Erde Richtung Sterne. Kann das Zufall sein? Nach Kid CuDi sucht sich auch das Anti-Pop Consortium das Reich jenseits des himmlischen Blaus aus, um dort abseits von Finanzkrise, Schweinegrippe und Preiserhöhung bei der Bahn vor sich hin zu dröseln. Natürlich fehlt beiden der futuristische Moment. Innovationen passieren längst auf anderen Spielplätzen, doch trotzdem ist „Fluorescant Black“ dynamisch und eigen. Kaum eine anderes Album kommt so trocken daher und hat trotzdem noch soviel Kopfnick-Potenzial […] |
Noah And The WhaleThe First Days of Spring |
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Das Erfreuliche am neuen Noah And The Whale Album: es hat sich seit dem Debüt „Peaceful, the World Lays Me Down“ einiges getan. Weniger schön ist, dass dies nicht nur die musikalische Entwicklung betrifft. Laura Marling, zur Gründungszeit der Gruppe Bandmitglied und Lebensgefährtin des Sängers Charlie Fink, ist auf „The First Days of Spring“ nicht mehr zu hören […] |
Do Make Say ThinkThe Other Truth |
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Die Risse im Beton werden größer, die Zuversicht kleiner. Nur ab und zu keimt die Flamme der Hoffnung auf, um kurz darauf wieder mit Brachialität ausgepustet zu werden. Das Spiel zwischen laut und leise, das Aufbäumen, die spätere Erlösung – dies alles sind die Kardinalsthemen des Postrocks. Ein notwendiges Muss, denn schließlich singen hier nur die Gitarren, räuspern sich nur Bässe und es kommentiert ausschließlich das oftmals humorlose Schlagwerk. Entsprechend bedeutungsoffen sind die Songs. Jeder Hörer kann interpretieren, seine eigenen Gedanken einflechten und später das Ganze wieder verwerfen […] |
JaqeeKokoo Girl |
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Es ist eigentlich unfair, dass die wirklich guten Sommeralben erst so richtig ans Ohr dringen, wenn dieser schon längst vorbei ist. Vielleicht ist jene Jahreszeit aber auch einfach nur zu kurz, denn es kann ja schwerlich dem Album ein Strick aus solchen Sachen gedreht werden. Nun kommt also dieses Jahr Jaqee und die legt sich sowieso mächtig ins Zeug, sodass der Griff zur Badehose nicht mehr fern ist […] |
The Raveonettes In And Out Of Control |
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Zuweilen ist nichts langweiliger als Abwechslung, nichts beliebiger als ein origineller Gedanke. Die erste Idee hat man schnell, und rasch folgen weitere, sie stehen sich im Weg, stolpern und purzeln wild durcheinander. Es kann vorkommen, dass sich Menschen für begabt halten, weil sie sich einer Idee nicht konzentriert annehmen können, um sie geduldig wachsen zu […] |
Ja, PanikThe Angst And The Money |
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Wer traut sich was, wer reißt hier noch was rum?“ Ja, Panik sind ambitioniert, anmaßend vielleicht. Wie schon dem Vorgänger-Album „The Taste And The Money“ stellen sie nun auch dem Video zu ihrer Single „Alles, hin, hin, hin“ ein Manifest voran, das die Gruppe in deutlicher Opposition zu den Verhältnissen und klarer Abgrenzung zu all […] |
The Fiery FurnacesI'm Going Away |
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Der Kritikpunkt „Zu sperrig“ hängt den Geschwistern Friedberger spätestens seit ihrem zweiten Album „Blueberry Boat“ an, ihr siebtes Studioalbum wurde vielerorts nun als ungewohnt leicht zugänglich charakterisiert. Aber eigentlich sind derlei formale Bedenken zweitranging was ihre Band The Fiery Furnaces angeht. Im Kern sind ihre Stücke vor allem simple Rocksongs mit feinen Melodien, egal ob diese anschließend mit Rückwärtssprech-Passagen versehen oder zu mehreren in ein einziges Stück gestopft werden. Deutlicher als auf „I’m Going Away“ wird das kaum werden […] |
Mi & L'auGood Morning Jokers |
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Die kalte Ostfront hinterlässt die Natur im Streit: Bäume und Blätter gehen ab sofort getrennte Wege, der Regen ist voller Zorn, die Stürme eine dunkle Wucht. Man mag es ja schon gar nicht mehr hören, diese Naturallegorien und Jahreszeitenverweise und dennoch: „Good Morning Jokers“ ist so karg, so trist und zerrissen wie der Herbst, das emotionalste aller Quartale. Als hätte man das Dunkle akzeptiert, das Sorgevolle und Schwere – so geheimniskrämert dieses finnisch-französische Duo in ihrer Hütte vor den Toren Helsinkis in eigenem Schmerz […] |
Cloud ControlCloud Control [EP] |
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Ab und an erscheinen Bands auf der Bühne, die allein durch Unbekümmertheit und catchy Melodien für temporäre Hochgefühle in Zeiten globaler und persönlicher Krisen sorgen. In guten Jahren geschieht das öfter, in schlechten vielleicht überhaupt nicht. Cloud Control aus Australien sind wieder so ein Fall. Nichts gegen den 5. Kontinent, aber neben wenigen Ausnahmen war er in den letzten Jahren eher Synonym für Musik von der Stange denn Hort unverwechselbarer Klänge. Auch so gesehen sind Cloud Control in gewisser Weise Hoffnungsträger […] |
EditorsIn This Light And On This Evening |
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Im Zuge des Post-Punkrevivals wurde das Genre – dank überproduzierten Platten und einer großen Portion Pathos – verwässert wie eine schlecht gemixte Weinschorle. Pop und Indie-Elemente ersetzten Gothik und Industrial, der einst düstere Sound wurde an den Zeitgeist der 00er Jahre angepasst. Auch die Editors trugen mit ihren beiden Alben zu dieser Entwicklung bei, kopierten aber immerhin auf hohem Niveau. Mit „In This Light And On This Evening“ bezieht die Band nun eine klare Position. Den Editors ist der Schritt zur ernstzunehmenden Pop-Band gelungen – jedoch ohne sich aus dem Schatten ihrer Schablone zu entfernen […] |
Jahdan BlakkamooreBuzzrock Warrior |
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Es ist eigentlich verwunderlich. Da grassiert im Londoner Untergrund seit Jahren eine Grime- und Dubstep-Bewegung, deren Vitalität zum Spannendsten gehört, was momentan im Musikgeschehen zu beobachten ist – aber die karibische Ursprungsszene selbst scheint davon ziemlich unbeeindruckt. Die Idee von Bassmusik im zuckenden Offbeat hat sich verselbstständigt und in den Klubs eingenistet, eine Wirkmacht bis […] |















![Rezension: Cloud Control – Cloud Control [EP]](http://www.auftouren.de/wp-content/uploads/2009/10/cloudcontrol.jpg)
