These New PuritansHidden |
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Es war zunächst nicht klar, ob es sich bei These New Puritans nur um eine x-beliebige Gitarrenband mit Postpunk-Einschlag und einem Minihit handelte oder ob einmal etwas Außergewöhnliches aus ihnen werden würde. Zwar schien auf ihrem Debüt „Beat Pyramid“ eine erfreuliche Faszination mit schneidigen, sehr un-80er Synths und treibenden Beats durch, an anderer Stelle aber führte sinnlose Repetition zu einem Monotonieeffekt oder klangen sie gar wie TV-On-The-Radio-Nachahmer […] |
Thus:OwlsCardiac Malformations |
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Am besten gruselt es sich, wenn das Bedrohliche sich von Unwissenheit nährt, die Quelle der Furcht raschelnd durch das Laub streicht, und nicht, wenn Bäume plötzlich laut krachend umstürzen. Auch Schauern ist dann am intensivsten und reizvollsten, wenn sich unbemerkt Gefühle manifestieren, die nicht zu benennen sind. Insofern ist es durchaus als Kompliment zu verstehen, wenn einen das Debüt derThus:Owls nach dem ersten Durchlauf leicht angeschlagen zurücklässt […] |
Chicago Underground DuoBoca Negra |
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Schatten formen sich bei Sonnenuntergang auf dem Boden einer alten, leeren Fabrik. Sämtliche Last verfliegt und die Konturen verlaufen, bis sie selbst in dem Abend aufgegangen sind. „Boca Negra“ ist immer noch ungreifbar wie seine vier Vorgänger, aber nicht weil ihm jede Substanz fehlt, sondern weil diese von den Wänden zu tropfen scheint […] |
Frightened RabbitThe Winter Of Mixed Drinks |
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Zur Lieblingsplatte all derer, die für gewöhnlich mit klassischem Indierock, unaufdringlichem Herzblut-Pathos und „Scottish Accent“ zu ködern sind, entwickelte sich vor zwei Jahren etwas verzögert und im Verborgenen „The Midnight Organ Fight“, das zweite Werk von Frightened Rabbit, fünf Jungs aus dem beschaulichen Städtchen Selkirk an der Südgrenze Schottlands. Von vielen zunächst etwas stiefmütterlich behandelt, offenbarte dieser kleine große Wurf […] |
MidlakeThe Courage of Others |
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Wenige Bands ließen und lassen sich ernsthaft mit Radiohead vergleichen, und nein, auch Coldplay hatten nie wirklich etwas mit ihnen gemein. Als 2007 jedoch die „Milkmaid Grand Army“-EP der texanischen Band Midlake wiederveröffentlicht wurde, war die Überraschung groß, denn der nuschelige, vibrierende Gesang in Gemeinschaft mit unorthodox und gerne alles andere als „natürlich“ klingenden Instrumenten in einer weiträumigen Soundkathedrale mit bröckelnden Fresken schufen eine leicht paranoide Atmosphäre, deren Schönheit hinter den sieben Songs Outtakes aus der OK Computer-Phase der Oxforder vermuten lassen könnte, die jedoch von einer Band stammen, deren 2006 erschienenes Album „The Trials of Van Occupanther“ eher an Fleetwood Mac erinnerte […] |
Vampire WeekendContra |
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In der Januarausgabe einer großen deutschsprachigen Musikzeitschrift stand sinngemäß zu lesen, die Hegemonie des als „authentisch“ verkauften Indierocks sei gebrochen, ein Beleg dafür lasse sich zum Beispiel in den glamourösen Frauengestalten des aktuellen Pop (Lady Gaga, La Roux) finden, den musikalischen Sargnagel des Indierock der 00er aber hätten Vampire Weekend mit ihrem neuen Album „Contra“ geliefert […] |
Thee Silver Mt. Zion Memorial OrchestraKollaps Tradixionales |
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Auch das A Silver Mt. Zion Kollektiv ist vor Veränderungen nicht gefeit. Nachdem das hektische Wechseln des offiziellen Namens schon lange zum guten Ton gehörte, geht es jetzt dem Personal an den Kragen. Drei Mitglieder sind gegangen […] |
Roy Montgomery / GrouperSplit |
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Das zerbrechliche, verstörende 2008er Juwel „Dragging A Dead Deer Up A Hill“ zählt mit Sicherheit zu der selten gewordenen Spezies von Alben, deren Ausstrahlungskraft auch lange nach dem ersten Date noch für weiche Knie sorgt. Eine schemenhaft zu erkennende Gestalt, hinter dichtem Nebel versteckt, verschleiert, so unantastbar, dass der davon ausgehende, unendlich große Reiz schmerzt – Nähe wird man von ihr nie erfahren, so viel ist klar. Und doch lässt Liz Harris alias Grouper mit Roy Montgomery einen Vertrauten an ihre Seite, wenn auch „nur“ für eine Split-LP […] |
Paper BirdThaumatrope |
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Field Recordings, Geister und Pop ergeben oftmals eine reizvolle Mischung, man denke nur an Atlas Sounds „A Ghost Story“ oder die B-Seite der The Smiths Single „The Boy With The Thorn In his Side“, „Rubber Ring“, deren Outro das Sample einer Flexidisc enthält, auf der eine Erzählerin über Radiowellen empfangene Worte (Un)Toter aus diversen Sprachen ins Englische übersetzt. |
Adam GreenMinor Love |
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Jedes Jahr werden verschiedenste Entstehungsgegebenheiten, unterschiedlichste Vorboten und Einflüsse für zigtausende Alben von der oftmals eigentlich rat- und wortlosen Musikpresse stereotypisiert. Statt Selbsterkenntnis werden die immergleichen Begründungen, warum dieser Sound, dieses Album, diese Konstellation so einmalig ist, für die Story zum Album in immer größeren und bunteren Luftballons aufgeblasen. Besonders nervig ist dies beim Beispiel von Adam Green. Ein Typ, der stets und seither versucht sich dem Geniebegriff zu entziehen. Ein Typ, der in unzähligen Interviews seine Zahnreihe blitzen lässt und sonst höchsteloquent völligen Nonsens schwer überzeugt herausposaunt. Dass das nicht nur witzig, sondern bezeichnend ist, wird oftmals leider unterschlagen […] |
Hot ChipOne Life Stand |
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Wir schreiben das Jahr 2000, die Taufe ist geglückt. Fernab jeglichen Medienrummels schmieden Alexis Taylor und Joe Goddard erste Pläne. Gut acht Jahre später sieht man sich an einem wolkenlosen, ziemlich heißen Frühlingswochenende in Camber nach einer ekstatischen Live-Inszenierung und entsprechender Afterhour ins Nachbarquartier stolpern […] |
Lindstrøm & ChristabelleReal Life Is No Cool |
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Wie hyperesistent Norwegen ist, belegt der Blick in den Rückspiegel. 2002: In Schweden und dem Rest der Welt wütete gerade die Garagenrock-Renaissance, die Verstärker stehen auf Anschlag. In Norwegen blieben die Gitarren leise,quiet is the loud. 2005: Überall schießen hysterische Diskopunker und Neo-Wave-Rocker aus dem Boden […] |
Saxon ShoreIt Doesn't Matter |
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Instrumentaler Postrock ist oftmals recht zurückhaltend in der Wahl seiner musikalischen Mittel. Emsig werden Soundwände erst aufgebaut und großflächig bemalt, dann zerstückelt und nach kurzer Zeit wieder abgetragen, um letztendlich in aller Ruhe an anderer Stelle neu zu erstehen. Die Ausdauer der MusikerInnen im Umgang mitSounds und Melodien ist dabei höchst bemerkenswert, schließlich geht es in den Songs, die meist Überlänge haben, bevorzugt repitativ und, trotz aller Lautstärke, recht gediegen zu. Die Behäbigkeit der Stücke resultiert dabei sicherlich auch aus der geringen Bedeutung, die derAutorenschaft durch die meisten Bands des Genres beigemessen wird, denn wenn sich kein Ego in den Vordergrund drängt, ist mehr Raum für die Musik vorhanden […] |
YeasayerOdd Blood |
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Den Einfluss, den das Ende 2007 erschienene Debütalbum „All Hour Cymbals“ der New Yorker Hipster von Yeasayer mittelfristig auf die amerikanische Indieszene ausübte, kann man, von heute aus betrachtet, als durchaus beachtlich ansehen. Man mag zwar darüber streiten können, ob sie wirklich die ersten waren, die traditionelle afrikanische Rhythmen in ihren psychedelischen Pop mit einfließen ließen, als sicher lässt sich jedoch feststellen, dass Yeasayer mit dem Weiterdenken des Ansatzes von TV On The Radio […] |
ClipseTil The Casket Drops |
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Die Neptunes kann man neben Timbaland wohl mit Fug und Recht als die einflussreichsten Hip Hop- beziehungsweise R’n’B-Produzenten dieses Jahrzehnts anführen. Mit ihren spartanischen, teils avantgardistischen Beatgerüsten trieben sie das Genre zu neuen ästhetischen Höhepunkten und etablierten es gleichzeitig endgültig im Pop-Mainstream […] |
Pantha Du PrinceBlack Noise |
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Ziehen die meisten Produzenten elektronischer Tanzmusik ihre Inspiration aus eher urbanen Gefilden, ging Hendrik Weber für sein 2010 erscheinendes Album „Black Noise“ den umgedrehten Weg: Zusammen mit Joachmim Schütz und Stephan Abry vom Workshop-Label zog er sich in die die Schweizer Berge zurück […] |

















