SteffiYours & Mine |
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House ist der Prototyp der Tanzmusik. Steffi verwaltet auf ihrem Debüt das Erbe: Klassisch, aber edel. |
Tu FawningHearts On Hold |
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„Wenn ein Song so anfängt, wird’s meistens richtig geil!“ – So oder so ähnlich war der Wortlaut meiner besten Freundin, der ich um Neujahr rum „The Felt Sense“ von Tu Fawning vorgespielt hatte. Was soll man dazu schon noch sagen, als höchstens: Sie hat Recht. Denn was Tu Fawning, die sich aus Corinna Repp und […] |
The DecemberistsThe King Is Dead |
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Rückschritt ist immer erstmal blöd und die Ankündigung einer Band, dass das nächste Album sich wieder stärker auf die eigenen Wurzeln zurückbesinnen werde, meist bloß als Zeichen von Hilflosigkeit und kreativer Kapitulation zu lesen. Etwas anders verhält es sich da bei den Decemberists, die sich auf ihrem letzten Album „The Hazards Of Love“ in einem einigermaßen größenwahnsinnigen Unterfangen etwas zu sehr im manchmal leicht faulig riechenden Prog-Sumpf verrannt hatten. Tief durchzuatmen und schnellstmöglich überflüssigen Ballast loszuwerden schien da plötzlich mehr als naheliegend, um den Karren nochmal aus dem Dreck zu ziehen. |
Anna CalviAnna Calvi |
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Wer kennt sie nicht, die zehennagelaufrollenden Plattenbesprechungen neben den Kreissparkassen-Anzeigen, die auf „ehrliche, handgemachte Rockmusik“ hinweisen und die „Rockröhre“ loben, die eine Stimme hat, mit der sie „Tapeten von den Wänden singt“. Arme Anna Calvi, wir sehen das Unheil schon nahen, was der jungen Engländerin von Rezensenten bereitet werden wird, deren Horizont gleich hinter den Kuschelrock-Compilations (Teil 3 bis 43; allesamt mit „Rockröhre“ Anastacia) endet. Denn wenn Anna Calvi eines hat, dann ist das eine kolossale Stimme. |
City Light ThiefLaviin |
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Ach, was war das nur für eine verrückte Zeit damals, Anfang des Jahrtausends: Wir trugen schwarz gefärbte Haare mit ausufernden Ponys, kritzelten überall Herzchen oder Sternchen hin und das Kajal lief uns die Wangen runter. Aber das war okay, schließlich waren alle so. Doch seitdem ist viel Zeit vergangen, der Hype ist vorbei, die Jugend […] |
Brian EnoSmall Craft on a Milk Sea |
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Brian Eno hat alles erreicht. Er hat in jeder Hinsicht Maßstäbe gesetzt. Ob mit Roxy Music, als Solo-Musiker, mit seinen Kollaborationen und nicht zuletzt als Produzent – eine faszinierendere Reihe als Bowies Berlin-Trilogie sucht man bis heute vergebens. Das ist die offensichtliche Komponente für die Verehrung Enos. Die zweite ist eher in der Psychologie zu verorten: Wie schafft es ein Mann, der kommerziell und vor allem künstlerisch seit nunmehr 30 Jahren in höchste Höhen emporsteigt, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren und dabei noch immer Musik abzuliefern, die wie selbstverständlich allem anderen überlegen und nahezu unangreifbar zu sein scheint? Auch wenn die von Eno zuletzt produzierten Alben (Coldplay, U2) zu bodenständig daherkommen, bleiben seine eigenen Ideen nach jahrzehntelanger Bestandsaufnahme extrem diskursiv und flink, so dass sie zu keinem Zeitpunkt zu fassen, geschweige denn aufrichtig zu analysieren sind. |
OriolNight And Day |
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Nach dem Drücken der Tastenreihenfolge 2-0-0-1 an der Heckseite der Zeitmaschine geht alles ganz schnell. Die Welt schlürft wieder ihren Cappuccino an den nun überall aufkeimenden Kaffeebars, die ganze Welt scheint mit kreischend bunten Mustertapeten zugepflastert, Retro-Shops verkaufen wie blöd verwegene Plüschi-Lampen und jeglich erdenkliches Accessoire, was auch die heimische Wohnstätte in ein moussierendes Schmock-Art-Ambiente verwandelt. So war das in 2001. Was aber sagt Oriol im Jahre 2010 dazu? |
Mount KimbieCrooks & Lovers |
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Ein Blick in die Ramschläden der Nation offenbart viel über eine Ästhetik, die längst wie ein Generalbass nicht nur das Prekariat, sondern einen Großteil des privaten Lebens der Deutschen untermalt. Grell muss es sein, etwas kitschig und auf eine schreckliche Weise so gewöhnlich, dass man sich beispielsweise im dänischen Nachbarland wie auf einem anderen Planeten wähnt. Während dort sogar eigene Gratismagazine die architektonische und visuelle Zeitgemäßheit thematisieren, glühen im hiesigen KingBillig besonders die güldenen Accessoires an der Ladenkasse. Ein Phänomen, dass sich auch ebenbildlich in der Musik wiederfindet: Abstrakte Elektronik, buschige Klangwälle und klinische Aufgeräumtheit versprühen immer noch das Parfüm von nerdiger Hochkultur, von sperriger Avantgarde. Berührungsängste sind da nicht ausgeschlossen. |
WavvesKing Of The Beach |
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Nathan Williams aus Kalifornien ist in den 20ern und weiß um den Umstand, dass Jugend auch ein Verfallsdatum hat. Entsprechend beeilte er sich in den letzten beiden Jahren mit dem Musik machen und bot Bloggern 2008 gleich eine Reihe von schrammeligen Demos an, die lechzend weiterverteilt wurden. Und das, obwohl außer schlechtem Gitarrenspiel und völlig zerschossenem Gesang kaum Substanzielles auf der Habenseite stand. Aber anscheinend gab es ein großes Verlangen nach unbekümmertem Sound (man könnte von No-Fi sprechen, hätten nicht vor Jahren bereits The Thermals diesen Begriff okkupiert), der alles zusammenfasste, was beim Heranwachsen begehrenswert erscheint: Authentizität, Lebendigkeit und Emotionalität. Sein neues Album ist nicht ganz so rau produziert, aber ebenfalls eine Empfehlung. |
Nina NastasiaOutlaster |
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Dass Nina Nastasia mittlerweile von Hollywood nach New York gezogen ist, rückt das Bild, das man als beständiger Hörer und Bewunderer ihrer Lieder bekommen haben mag, ein wenig gerader. Denn nichts läge den oft spröden und meist freudlosen Kompositionen dieser Frau ferner, als der Gedanke an Palmen, Prachtboulevards und rote Teppiche. |
DeloreanSubiza |
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Spanien ist musikalisches Entwicklungsland. Da ist es schön, dass wenigstens der Vierer Delorean im internationalen Indiepopkosmos ein wenig Anerkennung erfährt. Unser AUFTOUREN-Picasso erklärt euch in einer gezeichneten Rezension, wie ihr neues Album klingt… |
Against Me!White Crosses |
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Der Wunsch, sich musikalisch zu verändern, ist gerade im Punkrock oftmals ein Tanz auf der Rasierklinge. Auf der einen Seite steht der eigene Ehrgeiz, es mit jedem Album besser machen zu wollen, auf der anderen der Gedanke, die traditionsgefestigten Anhänger besser nicht zu sehr zu irritieren. Kommt dann auch noch Geld durch einen lukrativen Plattenvertrag ins Spiel, wird alles abermals komplizierter. Die Skala am Ende dieses Abwägungsprozesses erstreckt sich von keiner Veränderung (NOFX) über die plötzliche Hinwendung zu radiogemäßem Pop (The Gaslight Anthem) bis hin zum Aufbruch zu experimentellen Ufern (Fucked Up). |
Musik aus Strom: Neuneinhalb elektronische Alben im Schnellcheck (II) |
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Es soll immer noch Musikhörer geben, die sich partout weigern, elektronische Musik als wertig wahrzunehmen. Eine solche Haltung ringt dem AUFTOUREN-Team natürlich nur ein gequältes Stirnrunzeln ab. Denn die aktuellen Veröffentlichungen bieten genauso viel Rasanz und Abwechslung wie die „ehrliche“ und „handgemachte“ Musik. Dass Digitalmusik auch nicht weniger kreativ und spannend ist – ganz im Gegenteil -, davon könnt ihr euch hier überzeugen. Per Klick geht es übrigens noch einmal zu Teil 1 dieses Plattenchecks. |
Musik aus Strom: Neuneinhalb elektronische Alben im Schnellcheck (I) |
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Wie lautet eigentlich der Notruf bei Reizüberflutung durch Nullen und Einsen, durch digitale Musik? 110? Binnen vier Wochen erscheinen so viele erwähnenswerte Elektronik-Alben wie kaum zuvor. Erstaunlich ist nicht nur der Veröffentlichungszeitpunkt direkt vor der sonst eher poppig dominierten Festivalsaison, sondern auch, dass keines der Werke, die wir euch in diesem zweiteiligen Special vorstellen wollen, wirklich abfällt. |
BathsCerulean |
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Will Wiesenfeld ist Anfang 20 und stammt aus Chatsworth. Das einzige Gute an Chatsworth ist, dass die City von Los Angeles nur 30 Kilometer entfernt ist. Und natürlich, dass Kevin Spacey kurzfristig die lokale High School besucht hat und sogar Xzibit, Kevin Federline und Marilyn Manson irgendwo dort am Rande der Cali Hills zeitlebens mal eine Behausung hatten. So etwas schafft Identität und gaukelt ein wenig Relevanz vor. Will macht das Beste draus: Er macht Musik. |
The DrumsThe Drums |
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Mit einer eingängigen Pfeif-Melodie ging im Herbst letzten Jahres die Karriere der Drums schlagartig los. Ihr Song „Let’s Go Surfing“ eroberte in Windeseile die Musikblogs und landete just sogar in einem deutschen Autowerbe-Spot. „Wake Up, it’s a beautiful morning“, heißt es da und dies könnte glatt das Motto ihres Debütalbums sein, das so freundlich angewedelt kommt, wie der Nachbarshund zur täglichen Begrüßung.Gemäß dazu bestehen die Songs der Drums auch zu gefühlten 89% aus mitsingtauglichen Melodien und extrem simpel gestrickten Pop-Rock-Songs. |

















