Iron & WineKiss Each Other Clean |
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Das üppig instrumentierte vierte Album von Iron & Wine ist pure Lebensfreude: „Kiss Each Other Clean“ spielt funkiges Sax, tanzt – und funktioniert trotzdem. |
WarpaintThe Fool |
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Um die Jahre 2009/2010 lässt man es, wie schon knapp eine Dekade zuvor, als "Quiet" plötzlich für ganz kurze Zeit "The New Loud" war, zumindest musikalisch gerne einmal ruhig angehen. Harmonieseliger Dreampop, wie ihn Beach House auf ihrem diesjährigen dritten Album perfektionierten ist wieder en vogue, alberne neue Genrebezeichnungen wie "Chillwave" werden aus der Taufe […] |
Blonde RedheadPenny Sparkle |
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Gegensätzlichkeiten, Spannungsfelder, schon seit Urzeiten das Geheimnis zumindest vieler guter Musik. An Blonde Redhead beispielsweise ließ sich diese These stets auf eine ziemlich einfache Formel herunterbrechen. Da waren zum einen die lauten und kantigen Noise-Elemente der Sonic-Youth-Schule und zum anderen der süßliche, fast schon kitschige Gesang Kazu Makinos, die hier gegeneinander antraten und das Hören von Blonde Redheads Platten schon immer zu einem ganz besonderen Vergnügen machten. |
The Morning BendersBig Echo |
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Sich selbst erfüllende Prophezeiung nennt man das, wozu die Morning Benders mit der Titelgebung ihres zweiten Albums „Big Echo“ den ersten Schritt getan haben. Wobei man das Moment des Unbeabsichtigten getrost beiseite lassen kann: Das Quartett aus Berkley, Kalifornien hat mit dem Engagement von Grizzly Bears Chris Taylor als Co-Produzenten eine prominente Wahl getroffen, gemeinsam haben sie den Songs sakrale Räume eingerichtet. |
The NationalHigh Violet |
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Behutsam, aber zielstrebig schreiten sie zur Tat. Jeder kennt seine Position, jeder seine Aufgabe. Mit großer Geste wird das Zeichen gegeben. Dann spannen sie den Himmel auf. Es schießen noble Wörter durch den Kopf. Diese Musik würde man am liebsten mit „erhaben“ oder „stimmungsvoll“ zerreden und sich dabei von Matt Berningers Bariton ebensolche Begriffe unwiderruflich einschärfen lassen. Aber wie schon bei den überragenden Vorgängern „Alligator“ und „Boxer“ sollte man auch auf dem fünften The-National-Album „High Violet“ nicht lediglich bei dieser Stimme hängen bleiben, die Ruhe und Unruhe gleichermaßen verbreitet. Allem voran aber unpassende Vergleiche. |
The Hold SteadyHeaven Is Whenever |
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Wer sich von bösen Referenzen abschrecken lässt, wird „Heaven Is Whenever“ verteufeln, so viel steht fest. Denn: Bryan Adams muss ab jetzt hin und wieder genannt werden, Bon Jovi auch, selbst Kid Rock war mal weiter entfernt. Gleichzeitig klingt die Band insbesondere aufgrund Tad Kublers facettenreicherer Gitarrenarbeit in einigen Momenten sperriger als auf den vergangenen Werken. Was aber einzig und allein zählt: Dies hier sind trotzdem unverkennbar The Hold Steady. |
The New PornographersTogether |
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Kaum werden die Tage wieder länger, so dass man sich nach entbehrungsreichem Winter mal wieder nach 20 Uhr freiwillig und ohne hoch aufgeschlagenen Mantelkragen nach draußen traut, stehen auch schon wie bestellt die New Pornographers mit ihrem riesengroßen Cabrio vor der Tür, bereit dazu, mit neuem Album im Player gemeinsam die sonnenbeschienenen Landstraßen unsicher zu machen, um dann irgendwann, irgendwo am Meer angekommen, nach durchgefeierter Nacht selig mit dem Rauschen der Wellen einzuschlafen. |
Adam GreenMinor Love |
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Jedes Jahr werden verschiedenste Entstehungsgegebenheiten, unterschiedlichste Vorboten und Einflüsse für zigtausende Alben von der oftmals eigentlich rat- und wortlosen Musikpresse stereotypisiert. Statt Selbsterkenntnis werden die immergleichen Begründungen, warum dieser Sound, dieses Album, diese Konstellation so einmalig ist, für die Story zum Album in immer größeren und bunteren Luftballons aufgeblasen. Besonders nervig ist dies beim Beispiel von Adam Green. Ein Typ, der stets und seither versucht sich dem Geniebegriff zu entziehen. Ein Typ, der in unzähligen Interviews seine Zahnreihe blitzen lässt und sonst höchsteloquent völligen Nonsens schwer überzeugt herausposaunt. Dass das nicht nur witzig, sondern bezeichnend ist, wird oftmals leider unterschlagen […] |
Vampire Weekend geben Contra! |
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Das Getöse um Vampire Weekend infolge der Veröffentlichung ihres Debüts im Januar 2008 war gewaltig. Die Verkaufszahlen konnten sich sehen lassen, Ezra Koenig zierte viele der bunten Magazine, selbst für das ansonsten so unaufgeschlossene 1Live waren die Songs eingängig genug, die Leute in den Clubs tanz(t)en ausgelassen zu Whigfield und „A Punk“, sogar die Kritiker bildeten eine Einheit, fast die gesamten „Meinungsführer“ in den USA zogen an einem Strang. Aber warum nur? |
Atlas SoundLogos |
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Die Veröffentlichung des zweiten Deerhunter-Longplayers „Cryptograms“ im Januar 2007 entpuppte sich trotz anfangs attestierter Massenuntauglichkeit als bahnbrechender Durchbruch für die Herren aus Atlanta, Georgia. Seitdem kann die Band in der Musikpresse eine Art Omnipräsenz vorweisen. Und das ohne jeden Skandal. |
The xxxx |
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Manchmal ist wirklich alles anders als man denkt. The xx sind zu viert, zwei Jungs, zwei Mädchen, alle unter 20 und sehen auch so aus. Und vielleicht liegt das Geheimnis ihres derzeitigen Hypes eben genau darin begründet, dass sie eben rein gar nicht so klingen wie die gerade aufgeführten Verdachtsmomente plus „Music to watch for […] |
The Horrors |
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Was soll über eine Platte geschrieben werden, die einem eigentlich nur Lust macht, andere Scheiben aufzulegen? Die Horrors bringen leider viel zu selten etwas Eigenständiges mit in ihrer Musik. Sicher, das ist alles gut gespielt, toll produziert und die meisten Songs haben Substanz, aber irgendwie fehlt doch etwas. Mit jeder Sekunde, die diese Scheibe durchrotiert, […] |
Review: Elvis Perkins In Dearland – Elvis Perkins In Dearland |
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Viele Mitstreiter im doch recht weitläufigen Singer-/ Songwriter-Genre verlieren sich ja neuerdings gerne im Strudel der Möglichkeiten. Ob Conor Oberst, Kristofer Aström oder Tom McRae, nicht wenige verspüren nach geraumer Zeit die Lust nach „mehr“. Nur führt dieses Mehr an Instrumenten, Produktionskosten und sonstigem Brimborium häufig auf einen nicht enden wollenden Irrweg. Völlig verzettelt findet man […] |
Review: The Decemberists – The Hazards Of Love |
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Jeder kennt noch „Eli The Barrow Boy“. Dieser gequälte Geist auf dem 2005er Album „Picaresque“ der Decemberists, dem wohl Stärksten bisher, starb einsam, unglücklich, aber voller Hoffnung, und ist nur ein beliebiges Beispiel der vielen tragischen Figuren im weiten Feld von Liebe, Pflicht, Glück, Pech, Magie und allem, was sonst noch wichtig ist. Denn für das […] |
Live Review: Titus Andronicus in Köln im Tsunami (09.03.09) |
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Wie schon beim letztjährigen „Punk Spektakel“ um Mika Miko, Abe Vigoda und den Lovvers zu beobachten, nehmen die Künstler das „Quasi-Nichtvorhandensein“ einer wirklichen Bühne im Tsunami dankbar entgegen und erfreuen sich an der Nähe des Publikums. Auch Titus Andronicus lösen das logistische Problem des eher spärlich vorhandenen Platzes mit Bravour und quetschen sich zu fünft auf die „Holzpalette“. […] |













