Joe GoddardElectric Lines |
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Nach einer frühen Compilation und mehreren EPs auf seinem Label Greco Roman ist „Electric Lines“ bei Weitem nicht die erste Solo-Veröffentlichung von Joe Goddard, aber das erste vollwertige Album, das allein seinen Namen trägt. Dennoch ist nicht nur sein Co-Hot-Chipper Alexis Taylor im Titelstück zu hören, mit Gastvocals in den meisten der Songs steckt Goddard […] |
-M-, Toumani & Sidiki DiabatéLamomali |
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Was Features angeht, wird kaum ein Popsong 2017 das Aufgebot von „Solidarité“ aus Santigold, Hiba Tawaji, Ibrahim Maalouf, Seu Jorge, Nekfeu, Youssou N’Dour, Sanjay Khan und Chacha übertreffen können – und dabei so unbelastet leicht disco-funken. Die vielen Gaststars sind aber nur ein Nebeneffekt davon, dass Toumani Diabaté den französischen Pop-Rocker Matthieu Chedid alias -M- […] |
The Golden FilterSTILL // ALONE |
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Eine so simple wie effektive Zweiteilung formt das feine zweite Album von The Golden Filter: Mindestens fünfminütige, technoid pumpende Tracks auf der einen Hälfte, in Klangpalette und Struktur poppigere Songs auf der anderen. Anstatt beides bunt zu mischen, entwickelt das Londoner Duo damit eine Vertiefung beider Ausdrucksweisen derselben Gefühle von Isolation und Trennung. Die melancholische […] |
No JoyCreep EP |
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So sieht der Gipfel des Shoegaze-Revivals aus: Zur Jahresmitte 2017 erscheinen innerhalb weniger Wochen neue Alben von Slowdive und Ride, wenige Wochen nach dem ersten Studiowerk von The Jesus And Mary Chain in diesem Jahrtausend. Umso schwerer fällt es da ins Gewicht, wenn sich neue Bands mit wenig mehr als drei seichten Akkorden und schnell […] |
CandelillaCamping |
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Nach der Albini-Aufnahme „Heart Mutter“ spielte das Quartett sein drittes Album wieder in hiesigen Breitengraden ein – aus der deutschen Gitarrenlandschaft steht es aber erneut deutlich hinaus. Im Gegensatz zum noisig-spröden Vorgängerwerk ist „Camping“ zwar flächig, hallend und in der Melodik oft bruchfrei, selten bricht ein Song einmal komplett ab. Stattdessen lehnt „Intimität“ auf einem […] |
Gato PretoTempo |
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So passend „Tempo“ als Titel für Gato Pretos Debütalbum ist, so täuschend kann ihr gleichnamiger Song sein: Mit gemütlichen 110 BPM steht dessen breit texturierter, funkiger Dembow kaum stellvertretend für die hochfrequente Tanzeslust des portugiesischen Dance-Duos, deutet aber schon an, wie weit über den Globus Gato Misteriosa und Lee Bass für ihre Clubvermengungen greifen. Nicht […] |
The Smith Street BandMore Scared Of You Than You Are Of Me |
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Besonders viel Zurückhaltung konnte man Wil Wagner noch nie zuschreiben, greift er in seinem konversationellen Vortragsstil doch persönliche Beziehungen genauso unverhüllt auf wie Politisches oder psychische Krankheiten. Eine neue Offenheit ist auf dem vierten Album seiner Band dennoch zu finden: im Sound, wo das All-Star-Team aus Toningenieur Jack Shirley und Mischer John Agnello der Produktion […] |
GoldfrappSilver Eye |
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Strahlende Chrompolitur, pastorale Nebel, utopische Synths, knackiger Stampfbeat: Auf den ersten Blick ist „Silver Eye“ eine Synthese von Goldfrapps eigener Diskographie. Tatsächlich aber öffnet sich das Duo darauf, mehr noch als bei „Head First“ und „Seventh Tree“, für die Zusammenarbeit mit Außenstehenden in Produktion und auch erstmals Songwriting. Die Kollaborationen mit Bass-Schattierungs-Spezialist The Haxan Cloak […] |
Sega BodegaEss B EP |
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Ein unruhig-pressierender Grime-Beat, der ein Sample zerkratzten Hustens als Snare-Peitschen nutzt und hochgepitcht zur Atemnot-Eskalation führt, Shy Girls metallisch verfremdete, ineinander geschichtete Vocals und ab der Mitte ein lustvoll verdichtendes Inferno aus elastischem Gummiflitschen und flitternden Blinklichtern: Für viele wäre ein grandioser Track wie „CC“ (kurz für „Cough, Cough“) reichlich Grundlage für eine Single mit […] |
Gabriella CohenFull Closure And No Details |
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Für ein Debütalbum ist „Full Closure And No Details“ bemerkenswert zurückhaltend. Es läge nahe, einem einlullenden Dreivierteltakt-Schaukeln wie „Downtown“ die volle „Sha la la la“-Doo-Wop-Ladung beizumischen, doch derart overten Retro-Griffen verweigert sich Gabriella Cohen – lieber fügt sie dem besorgten Refrain „Darling, you’re my summer love/ I know that I am good enough/ please don’t […] |
Tim DarcySaturday Night |
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Mit seiner Stammband Ought konnte Tim Darcy nicht nur hierzuseits überzeugen, nein, die beiden Alben „More Than Any Other Day“ und „Sun Coming Down“ fanden mit ihrem geometrisch exakten Indie-Rock generell großen Anklang. Seine Solopfade geraten da schon ein wenig verwirrender: Die schmissige Vorab-Single „Tall Glass Of Water“ gibt eine Richtung vor, die der Kanadier […] |
Blanck MassWorld Eater |
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Benjamin John Powers Beats agieren typischerweise im großen Rahmen. Ob zusammen mit Andrew Hung als Fuck Buttons, die 2012 sogar die Eröffnungszeremonie der olympischen Spiele untermalten, oder solo über seine ersten beiden Alben als Blanck Mass scheint keine Skala umfassend, um das Potential seiner noisigen Kompositionen endgültig abzustecken. Abermals einen neuen Peak erreicht der Brite […] |
Nadia ReidPreservation |
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Es passt zur Fokussiertheit von Nadia Reid, dass sie ihren Folk nicht mit vorab geschürten Erwartungen oder überhaupt einem Label debütierte, sondern ganz souverän ihr erstes Album in die Welt setzte, deren Rest erst einmal zu ihr aufschließen musste. Ihr zweites, diesmal von Beginn an stärker beachtetes Werk erweckt den Eindruck, als habe die Neuseeländerin […] |
BleachedCan You Deal? EP |
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So oft sich in Rezensionen die Behauptung findet, aus den besten Songs eines Albums hätte die Band lieber eine starke EP zusammenstellen sollen, erscheint sie eher als hohle Floskel – schließlich werden darauf folgende Kurzveröffentlichungen derselben Gruppen nur an wenigen Stellen mit der gleichen Aufmerksamkeit bedacht. Auch wenn ihrem zweites Album „Welcome The Worms“ letztes […] |
The CourtneysThe Courtneys II |
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Unverroht sauberer Gesang über knarzig melodischer Gitarre? Stetiges Vorantrommeln ohne Breaks oder andere Schnörkel? Songs über Teen-Idole aus der Mittachtziger- bis Mittneunziger-Popkultur? Kein Zweifel, The Courtneys haben ein zweites Album aufgenommen und machen damit dort weiter, wo das erste aufhörte, angefangen mit dem Titel. Der wunderbar ausgeformte Schrammelsound von „The Courtneys II“ behält den harmonischen […] |
KingdomTears In The Club |
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Ezra Rubin stand dem R‘n‘B schon immer etwas näher als die anderen ProduzentInnen seines Labels. Nicht nur war „Bank Head“, der Eröffnungstrack seiner 2013er EP „Vertical XL“, Kelelas erstes Zukunftsbeat-Feature auf Fade To Mind und gewissermaßen die Blaupause für ihr Mixtape, auch harmonierte er feinfühlig mit Dawn Richard auf ihrer gemeinsamen letztjährigen EP „Infrared“. Da […] |


