The GrowlersHung At Heart |
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Wenn Paul Thomas Anderson als nächstes Projekt tatsächlich die Verfilmung von Thomas Pynchons glorreich humoreskem kalifornischem 60er-Surf-Kiffer-Krimiroman „Inherent Vice“ in Angriff nimmt, kann es keine zwei Meinungen geben, dass da der richtige Mann am Werk ist. Die Suche nach dem passenden Soundtrack dürfte sich derweil bereits erledigt haben: The Growlers aus – wie passend! – […] |
ParamoreParamore |
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Der Produzent von „Hurry Up, We’re Dreaming“, Ukulele-Zwischenspiele, Breitbild-Posthardcore à la Thursday und Blood Red Shoes, Los-Campesinos!-Rumpelchaos oder auch mal R’n’B inklusive Chor – beschreibt dies ein facettenreiches, ambitioniertes Pop-Rock-Album oder die Einkaufsliste für ein Desasterrezept? Im Falle von „Paramore“ glücklicherweise Ersteres: Stets schneidet das Kerntrio sich die Songs so zurecht, dass sein formidables Melodie- […] |
The Besnard LakesUntil In Excess, Imperceptible UFO |
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The Besnard Lakes machen auch auf ihrem vierten Album das, was sie am besten können: elegischen (kein Song unter fünf Minuten), wohltemperierten Alternative Rock – man möchte eigentlich Shoegaze schreiben. Aber Ride, Slowdive oder andere Genreikonen kommen einem nicht so einfach in den Sinn, eher denkt man an „Love Hurts“-Softrock, was natürlich nicht zwangsläufig schlecht […] |
Charles BradleyVictim Of Love |
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Blickt man in das Gesicht von Charles Bradley, dann erkennt man all die Abzweigungen, Rückschläge und Hoffnungen, die sein Leben bisher begleiteten. Dieser Mann hat gelebt. Dass er zum gefeierten Soulhelden avancieren könnte, ist eine sympathische Anekdote über die Irrungen und Wirrungen eines Spätzünders. „Victim Of Love“ besitzt alle Insignien, die große Soulalben der Vergangenheit […] |
Cold War KidsDear Miss Lonelyhearts |
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„A miracle mile, where does it lead to” – eine sehr passende Songzeile, verweist sie doch treffend auf die unschlüssige Richtung, die das Quartett aus Long Beach mit diesem vierten Album einschlägt. Nach dem Bloghype, der das Debüt begleitete, klopften die Kalifornier zusehends den Staub ab und schielten zuletzt musikalisch erstmals Richtung Stadion. Doch nun […] |
DJ RashadRollin EP |
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Nachdem Rashads Debütalbum letztes Jahr vor allem mit schierer Qualitätsmasse bestach, schraubt seine erste EP fürs britische Hyperdub-Label das Komplexitätsniveau hoch. Über vier Stücke demonstriert der Chicagoer nicht nur die Flexibilität von Footwork, wenn er in „Let It Go” nahtlos Breakbeats einflechtet und in Kollaboration mit Teklifer DJ Manny „Drums Please” mit wahren Perkussions-Wirbelstürmen füllt, […] |
SuedeBloodsports |
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Neue Fans werden Suede mit ihrem Comeback-Album sicherlich nicht erreichen. Brett Andersons leidender Gesangsstil, die immer gleiche Thematik und die Melodiebögen mit großen Gesten sind dafür viel zu sehr in der Vergangenheit verwurzelt. Doch genau das dürfte die zahlreichen alten Fans in Euphorie versetzen. Wie auch schon auf ihren letzten Alben vor der Trennung gelingt […] |
KvelertakMeir |
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Viel hat sich bei Kvelertak nicht geändert. Der harmlose Closer ist der einzige Versuch, den Stil abzuändern und sich um mehr Struktur zu bemühen. Stattdessen spielen die Norweger auf dem restlichen Album ihre bekannten Qualitäten wieder voll aus. Die finstere Mischung aus Hardcore, Punk und Black Metal bringt den Kessel immer wieder zum Überlaufen, die […] |
Depeche ModeDelta Machine |
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Das Trio ist erfreulicherweise im Alter wenig versucht, den billigen Schmalz von Hurts übertrumpfen zu wollen, doch Ernst schützt vor Einfallsarmut nicht. „Delta Machine“ zeigt durchaus interessante Facetten – was hätte dies für ein Album werden können, wäre mehr darauf so Spectrum-Spools-ig schräg wie „My Little Universe“ – doch mangels zündender Ideen dümpelt das Gros […] |
Julia KentCharacter |
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Was zwischen dronigen Langstrichen und flotteren, teils beat- und sampleinjizierten Cello-Loopkompositionen beginnt, vereint Julia Kent alsbald zu dringlicherer Intensität. „Salute“ erinnert in hellgläsernen Glockentönn an Jóhann Jóhannssons moderne Klassik, besonders vereinnahmend wird Kents drittes Album aber beim Ausfalten der emotionalen Klaustrophobie früher A Silver Mount Zion wie in „Kingdom“. |
Scott & Charlene’s WeddingTwo Weeks EP |
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Bereits vor einigen Monaten in – ja, wo schon – Australien als Split-LP mit Peak Twins (wie immer dort: Der Name ist viel schlimmer als die Band an sich) erschienen, dient „Two Weeks“ in Europa nun im schmucken EP-Format als willkommener Nachschub für das ebenfalls verspätet eingetroffene Debüt „Para Vista Social Club“. Wie derzeit kaum […] |
PortalVexovoid |
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Echter Mathrock wird heutzutage nicht von kristallin klingenden Indie-Bands mit Hawaii-Hemden, sondern im Metal gespielt! Um sich das zu vergegenwärtigen, muss man nur einmal „Kilter“ von Portal anhören: Dieser Death-Metal-Song ist dermaßen strukturiert, dass man dazu tatsächlich die Soundkästchen einer Musiksoftware imaginieren kann. Was außerdem immer wieder faszinierend ist an dieser Art Hochgeschwindigkeitsmusik ist der […] |
Marnie SternThe Chronicles Of Marnia |
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Wenn es in der Diskografie Marnie Sterns bisher eine kaum zu übersehende Tendenz gab, dann war das die immer stärkere Hinwendung vom Noise-/Mathrock zu kaugummiweichen Melodien und zuckrigem Cheerleadergesang. Während diese bisher aber immer nur mehr oder weniger durch die synapsensprengende Oberfläche aus grellem Gitarrengegniedel “transzendierten”, könnte „The Chronicles Of Marnia“ beinahe schon als handelsüblicher […] |
Purling HissWater On Mars |
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Oft reicht ein Blick aufs Cover, um zu erahnen, was ein paar Sekunden später aus den Boxen tönt. So auch bei Purling Hiss: Der Bandname erscheint rechts oben in einer Art Bubblegum-LSD-Font und das Schwarzweiß-Bandfoto, fotographiert mit Fischaugenobjektiv, sieht aus wie nach einer Säure- oder Thermoattacke. Und so bratzt und fuzzt „Lolita“ auch direkt drauf […] |
WoodkidThe Golden Age |
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Yoann Lemoines fabelhafte Videos sind Mal um Mal ein bildhafter Rausch. Auch der Wechsel zum Medium der Musik lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass das Maximale die Welt dieses Franzosen ist. Wo Superlative, Bombast und Pathos hausen, da fühlt sich Woodkid wohl: Er staffiert jeden Song bis unter die Decke aus, stapelt Pauken und Trompeten, […] |
VioletshapedVioletshaped |
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Diesem Nischenthema rinnt Blut aus den Lefzen! 60er-Jahre-Horror und schlechte Drogenfilme waren Inspiration für die geradlinig zuckenden Klänge der Kollaboration von Violet Poison – Chef des gleichnamigen Labels – mit dem Berliner Producer Shapednoise. Ihr Debüt taucht tief hinunter in die Abgründe von Techno und industriellem Rauschen und zerrt eben jene fiesen Töne aus alten […] |

















