LetheretteLetherette |
|
Schwarzes Leder. Brennendes Fleisch. Anonymer Sex im Darkroom. Der Geruch von schwitzenden Körpern zuckend im Stroboskopgewitter der „Box“ – alles Assoziationen zu „Leatherette“. Leider greifen sie hier nur an der Oberfläche. Vom „dreckigen“, rohen, hypersexualisierten Chicago House finden sich leider nur Spuren. Vielmehr produziert das gleichnamige englische Duo Filterhouse französischer Provenienz (ca. 1997) oder das, […] |
Solar BearsSupermigration |
|
Warmlaufen für Boards Of Canada? Unter Studiopolitur und einem Gastauftritt der Stimme und Co-Autorin von Airs „All I Need“ stehen alle Zeichen auf hängemattiger Softie-Electronica mit gediegenem Pop-Appeal. Süße, Plinkern, Sonnenschein sind die Stärken von „Supermigration“, anders als noch auf seinem Debüt wirkt das irische Duo mit Rockigem und Dance („Happiness Is A Warm Space […] |
Akron/FamilySub Verses |
|
Welch ein Rausch. Nachdem sie im letzten Jahr auch auf dem alles überstrahlenden Swans-Album mitwirkten, kehrt der Alltag ein bei Akron/Family. „Sub Verses“ schließt allerdings nicht an den etwas wirren Vorgänger „Akron/Family II: The Cosmic Birth And Journey Of Shinju TNT“ an. Vor allem das zugänglichere „Set ‘Em Wild, Set ‘Em Free“ scheint wieder ins […] |
No JoyWait To Pleasure |
|
Warum noch den Epigonen zuhören, wenn My Bloody Valentine selbst nach sagenhaften 22 Jahren endlich wieder ein Album am Start haben? Im Falle von No Joy beantwortet sich diese Frage ziemlich leicht: Ihr zweiter Wurf legt nach dem vielversprechenden Debütalbum nochmal eine ganze Schippe drauf und fällt im direkten Vergleich zum mancherorts etwas zu sehr […] |
Meat PuppetsRat Farm |
|
Der Einfluss der Kirkwood-Brüder auf heutige Bands liegt nahe – es wäre schon arg überraschend, wenn Bands wie The Men oder Milk Music kein Werk der Meat Puppets ihr Eigen nannten. Fraglich ist aber, ob auch ihr neues Album noch in deren Plattenregale wandert. Immer wieder fehlt den Alt-SST-lern die springende Idee, um das Runtergespielte […] |
Ghostface Killah & Adrian YoungeTwelve Reasons To Die |
|
Ghostface Killah ist der Wu-Tang-MC mit der verlässlichsten Solokarriere, eine wirklich schlechte Platte hat er unter seinem Namen nie veröffentlicht. Nach dem arg notgeilen „Ghostdini“ (2009) und dem arg routinierten „Apollo Kids“ (2010) tut aber auch ihm mal wieder eine richtige Herausforderung wie „Twelve Reasons To Die“ gut. Mit seinem zehnten Soloalbum erzählt Ghostface die […] |
Life CoachAlphawaves |
|
Vom Verdacht, sich als Trendhascher ins Krautrock-Reviven der letzten Zeit einzureihen, ist Phil Manley als Gitarrist von Trans Am gewiss befreit. So stockt er zusammen mit Ex-Mars-Volta-Drummer Jon Theodore auch nicht in bemühter Studiertheit ein, sondern versprüht lustvolle Jam-Breite, die immer wieder rechtzeitig mit kernigen Riffs Halt findet, wenn sie sich in kosmischen Kurztrips zu […] |
PrurientThrough the Window |
|
Die Zeit scheint reif für die Neuentdeckung der Finsternis – und sei es nur musikalisch! Nicht dass daran etwas atemberaubend neu wäre, es gibt viele, die sich genau das seit Längerem auf die Fahnen geschrieben haben (The Soft Moon, Raime, The Haxan Cloak etc.) und fleißig an der Umsetzung arbeiten. Prurient ist einer von ihnen, […] |
CassieRockaByeBaby |
|
„I make music to numb your brain.“ Die emotional kühle Distanziertheit, die neblige Düsterschattierung, die angeblich erst seit Kurzem den R’n’B revolutioniert, ist schon seit Jahren ein Markenzeichen von Casandra Ventura – zusammen mit dem ewigen Nichterscheinen ihres zweiten Albums. Nach etlichen Demos, Leaks und spärlichen Singles besitzt Cassie auf ihrer ersten längeren (offiziellen) Veröffentlichung […] |
Iron & WineGhost On Ghost |
|
Dass Sam Beam mehr kann, als nur den einsam klampfenden Folk-Barden zu geben, bewies er schon mit den in allen möglichen Genres wildernden, oppulent arrangierten letzten beiden Alben. Mit „Ghost On Ghost“ schart er nun eine feine kleine Band illustrer Studiomusiker um sich und treibt diese Entwicklung zu ihrem vorläufigen Höhepunkt. Bei Fans der ersten […] |
MusoMalibu Beach EP |
|
Wenn in den letzten Jahren die Rettung des Deutschraps ausgerufen wurde, war stets Vorsicht geboten. Die vermeintlichen Neuerfindungen des Genres reichten von der Reaktivierung Spätneunziger-Crossovers bis zum omipräsent nervenden Pop-Surrogat. Bei Muso allerdings weist das „über den Tellerrand“ schauen über Joy-Division-Tattoos und Bloc-Party-Samples hinaus. Vielschichtige, elektronische Beats, die in ihrem Pathos nicht selten an Clams […] |
Dick DiverCalendar Days |
|
Alte Bauernregel: Singt ne australische Band über Regen, sollte man sich ihre Platte geben. Dick Diver, die „Hauptband“ von Boomgates‚ Steph Hughes, gehen sogar soweit, ihre Schlechtwetterlaune durch ein Niederschlags-Sample zu untermalen. In der verlässlich angerauten Produktion Mikey Youngs legt das Melbourner Quartett ein feinädriges Gitarrenpop-Album zwischen Freiluft-Jangle und Stilles-Kämmerlein-Intimität hin, das eine unscheinbare Langlebigkeit […] |
The Haxan CloakExcavation |
|
Dieser komische Witch-House-Trend von vor ein paar Jahren war dann wohl doch eher nur ein Treppenwitz der Musikgeschichte. Gute, verstörende Elektronikalben gibt es aber auch heute nichtsdestotrotz reichlich. Ähnlich wie Raimes letztjähriges „Quarter Turns Over A Living Line“ gräbt der Londonder Bobby Krlic in den Untiefen der Bassmusik, um deren Versatzstücke zu beklemmenden Horrorszenarien zusammenzusetzen. […] |
WireChange Becomes Us |
|
Dass etliche Songs bereits seit den Gründungsjahren im Schreibtisch der Band lagen und teilweise seitdem auch schon live gespielt wurden, merkt man „Change Becomes Us“ nicht unbedingt an. Zwar übernehmen hier dunkle Klänge wieder mehr die Regie als auf den letzten Alben, doch das alles klingt ganz und gar nicht wie aus der Zeit gerissen. […] |
Big K.R.I.T.King Remembered In Time |
|
„King Remembered In Time“ ist Big K.R.I.T.s sage und schreibe elftes Mixtape. Einige davon waren so gut, dass sein erstes „richtiges“ Album „Live From The Underground“ im letzten Jahr zur regelrechten Entäuschung geriet. Hier ist er wieder voll in der Spur und liefert den endgültigen Beweis, warum er gerne mal als Outkast in einer Person […] |
Rainbow ArabiaF.M. Sushi |
|
Nach dem etwas baukastenhaften Debüt sind Rainbow Arabia mittlerweile zum Trio angewachsen, ihr Synthpop damit einhergehend zu einem fülligeren Sound mit Vintage-Palette aus atmosphärischen Spätsiebziger/Achtziger-Soundtracks und spaciger Italo-Disco. Vor allem dank taumel- und dehnungsfreudiger, nicht auf süße Adrettheit fixierter Vocals umschifft „FM Sushi“ das Retro-Fest in der Balance aus Delirium und modern-präzisen Instrumental-Arrangements. Achtung: Nichts […] |















