Blank RealmGo Easy |
|
Australien: Land eskapistischer Sehnsüchte auf der anderen Seite des Planeten, Land – gefühlt – unerschöpflich sprudelnder Quellen musikalisch herausragender Rockbands! Auch Blank Realm machen da keine Ausnahme. All diejenigen, die ihren Gitarrensound post-punkig geerdet, aber verspult mit einem Hauch von Chaos bevorzugen, sollten an „Go Easy” ihre helle Freude haben. |
The Mary OnettesHit The Waves |
|
Die Zusammenarbeit von Produzent Dan Lissvik und Young Galaxy funktioniert gerade deswegen so gut, weil beide Parteien stark unterschiedliche Ausgangspositionen haben. Dem (C-Sechsund-)Achtziger-Wave-Pop seiner Landsleute The Mary Onettes hingegen verpasst Lissvik vor allem Politur und Feinschliff, was auf Dauer in goldigem Wohlklang monoton glatt wirkt, wenn die Songs routinehaft vorbeifunkeln. Die größte Überraschung ist da […] |
Pete SwansonPunk Authority EP |
|
Nach der Fieplustig- und 4/4-Beatlastigkeit der „Pro Style”-EP und diverser Splits prägt vor allem eine druckvolle, breit fasernde Knarzwand Swansons neues Werk. Anders als manch andere Noise-Techno-Scheibe ist „Punk Authority” jedoch klanglich soweit ausdifferenziert, dass selbst ihre heftigsten Augenblicke keine singulären Rauschmatsch-Attacken sind, sondern voller rostigem Plop, Krrtsch, Quietsch, Kaboing, Ratterpeng und mehr eine komplex […] |
Pinkish BlackPinkish Black |
|
Auch das Debüt des texanischen Duos Pinkish Black, welches schon letztes Jahr erschienen ist, sei an dieser Stelle allen Interessierten aufs Wärmste ans Herz gelegt. Nachdem sich der Bassist der (auch hervorragenden!) Vorgängerband The Great Tyrant das Leben genommen hat, haben sich die beiden Verbliebenen – Schlagzeuger Jon Teague und Sänger Daron Beck – entschlossen, […] |
Space Dimension ControllerWelcome To Mikrosector-50 |
|
Zwischen Synth-Explorationen, Spaceballs-Future-Funk und smoother AOR-Disco bietet das proggige Beat-Opus des Iren viele feine Momente, wird jedoch ein wenig untergraben von der unnötig expliziten Narrative seines zeitreisenden Agenten-Alter-Egos durch Tanz- und Sexclubs im Jahr 2357. Selbst angesichts der allgemein dick aufgetragenen Musik-Klischees werden die steifen Vocals – anders als z.B. beim ähnlich schmierigen Captain Murphy […] |
Blue HawaiiUntogether |
|
Und noch eines dieser modernen, angenehm eigenen Electropop-Projekte aus Kanada. Anders als bei Doldrums oder Purity Ring muten die Beats des Duos im Schliff europäisch-minimal an, ätherische Vocal-Konstrukte wie diese ist man sonst aber eher von Julianna Barwick gewöhnt. Nach herrlich verwunschener erster Hälfte fällt das Album leider ein merkliches Stück ab, wenn die Stimme […] |
The DronesI See Seaweed |
|
In Australien kuratieren sie mal eben das ATP Festival und laden My Bloody Valentine oder Godspeed You! Black Emperor ein. Hier in Europa kennt sie kein Mensch. Dabei haben The Drones (nein, mit Drone hat das nichts zu tun) mit dem dynamich ausproduzierten und mit reichlich Lautstärke-Spielraum versehenen „I See Seaweed“ bereits das sechste Album […] |
Johnny MarrThe Messenger |
|
Kaum zu glauben, dass Johnny Marr erst jetzt sein offiziell erstes Soloalbum veröffentlicht. Verlernt hat er nichts, auch der Ausflug in die USA ist seiner Musik anzumerken. „The Messenger“ ist zwölfmal schnörkelloses Songwriting mit wenigen Widerständen und einer Stimme, die Marrs musikalischen Ansprüchen etwas hinterherhinkt, da sie wenig charismatisch ist. Der hier zelebrierte Britpop mit […] |
Sally ShapiroSomewhere Else |
|
Nach dem enttäuschenden Zweitwerk wirkt das schwedische Italo-Duo wieder frisch inspiriert. Die überragenden Singles des Debüts mögen weiter ausbleiben, dafür glänzt „Somewhere Else” mit Twee-Disco voll bemessener Details, wie sie schon Johan Agebjörns unterschätzte Solowerke auszeichneten. Shapiros Stimme bleibt unverkennbare Sympathin in Songs, die mitunter auch am Euro-Pop Saint Etiennes, Electro-Funk oder Balearic-Softrock anklopfen, von […] |
Retrogott & Hulk HodnFresh Und Umbenannt |
|
Das Kölner Duo Retrogott & Hulk Hod, ehemals Huss & Hodn, gehört nun schon seit einer ganzen Weile zu den Guten im deutschsprachigen Rap. Die Zutaten dabei sind altbewährt: Zurückhaltende, aber effektiv gesetzte Samples und Beats aus dem Pete-Rock-Gedächtniskatalog bilden die Bühne für Retrogotts schwer zu erläuternden Humor und ironiereiche Reflexionen, die intelligenter daherkommen als […] |
Bomba EstéreoElegancia Tropical |
|
Welche angenehme Überraschung, relativ selten findet ein herausragendes Album wie dieses aus alternativen südamerikanischen Musikkreisen den Weg ins nicht-hispanophone Europa. Aufgrund seines Arrangements und modern elektronischen Sounds ist „Elegancia Tropical“ auch für stilistisch unbewanderte zugänglich: Sukzessive ziehen Bomba Esteréo aus dunstverhangener Atmosphäre das Energieniveau an, schaukeln sich inklusive eines Gastspiels von Buraka Som Sistema kolumbianisch-karibisch […] |
Ellen AllienLISm |
|
Nach Apparat nun auch dessen Gelegenheitskollaborateurin: Electronica trifft Hochkultur. Alliens zum Album überarbeiteter Soundtrack einer Tanzdarbietung ist zwar ein einziges langes Stück, in seiner Gesamtentwicklung aber gerade deswegen gehemmt, weil überaus diverse Einzelsektionen dort ohne Pausen unstimmig aneinander reiben. Am wirkungsvollsten spannt sich „LISm”s Traumwelt im letzten Drittel auf, der vorhergegangene Drift durch Soundscapes, Postrock […] |
MogwaiLes Revenants |
|
Wie schon der Soundtrack zu „Zidane” ist auch der zur Zombie-Serie „Les Revenants” eine sehr reduzierte und zwiespältige Angelegenheit. Ob die kargen Klänge, die manchmal einfach nur wie aus Schubladen gezogen klingen, mit entsprechender visueller Untermalung funktionieren, ist die eine Frage. Ohne jedenfalls haben sie einen schweren Stand. So sind auch die Ausbrüche, die man […] |
Golden GrrrlsGolden Grrrls |
|
Dass Night School ein feines Label ist, ahnte man bereits, als die Briten sich der CD-Veröffentlichung von Julia Holters „Tragedy“ annahmen. Alben von Group Rhoda und Yong Yong manifestierten diesen durchweg positiven Eindruck. Damit man auch in Zukunft die Ohren in diese Richtung offen hält, wird nun nachgelegt mit dem Debütalbum der Golden Grrrls (weder […] |
KavinskyOutRun |
|
Auf der Drive-Welle mitzuschwimmen, kann man dem Franzosen absolut nicht vorwerfen, im Gegenteil hat er mit „Testarossa Autodrive„ von Beginn an die Neon-80s-Ästhetik von Vice City bei Nacht fetischisiert. Überraschungen bietet sein Debütalbum denn auch keine, in variabel sägenden Synth-Bangern huldigt Kavinsky Hammer und Moroder zum vergnüglichen Kurzweil, wobei für den ganz großen Wurf doch […] |
The UnderachieversIndigoism |
|
Gute Rap-Mixtapes sind ja derzeit nicht gerade Mangelware. Dem New Yorker Duo The Underachievers gelingt es jedoch, selbst aus dem aktuellen Wust an Top-Veröffentlichungen noch herauszustehen. Dabei bedient sich das jüngste Brainfeeder-Signing mit seinem Sound weniger beim verstrahlten Psychedelic Hop seiner neuen Labelkollegen, sondern reiht sich irgendwo zwischen Pro Era und A$AP Mob oder anders […] |

















