Trust FundNo One’s Coming For Us |
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Dieser Tage haben es kleine Veröffentlichungen bedeutend schwer: Blur, Modest Mouse, Death Cab For Cutie, Sufjan Stevens und jetzt auch noch Godspeed You! Black Emperor – die Großen im Indie-Geschäft werfen ihre Schatten über das Pop-Frühjahr. Da kann einem dann eine Platte wie „No One’s Coming For Us” schon mal durchrutschen. Verantwortlich für diese ist […] |
The Body & ThouYou, Whom I Have Always Hated |
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Was für eine Paarung! Zwei der interessantesten Kapellen der letzten Zeit, Thou und The Body, veröffentlichen schon ihre zweite Kollaboration. Haben es Thou letztes Jahr mit „Heathen“ sogar bis in unsere Bestenliste geschafft – okay, meine zumindest -, hatten The Body mit „Christs, Redeemers“ immerhin einen veritablen Achtungserfolg. Hier nun prallen Industrial-Noise-Doom und DIY-Sludge aufeinander, […] |
The PreaturesBlue Planet Eyes |
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Drauf geschissen, dass „Somebody’s Talking“ und „This Is How You Feel“ zweieiige Zwillinge sind und auch im Tracklisting aufeinander folgen: Dank findiger Rhythmikzüge wie dem „cuck-a-chick-a“-Beatbox-Fundament in Letzterem und dem Wechsel zwischen separierten und gemeinsam fokussierten Gitarren im Ersteren lassen The Preatures gleich zu Beginn ihres Debütalbums ein wundervolles Doppelpack vom Stapel. Wie HAIM oder […] |
Rowan OakIt’s Hard To See You Clearly EP |
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„Why the fuck do we still do it?“ Gleich zu Beginn des Eröffnungsstücks „Jeff Bridges“ stellen Rowan Oak eine Frage, die vermutlich jeder Band schon mal durch den Kopf geisterte, wenn vom miesen Sound im Proberaum die Ohren oder vom Schleppen des Equipments der Rücken schmerzte. Warum nicht einfach ein gewöhnlicher Job? Blöderweise bleibt einem […] |
Colleen GreenI Want To Grow Up |
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„I Want To Grow Up“ heißt das dritte Album der in Los Angeles beheimateten Gitarristin, die sich anscheinend noch justiert. Handelt ihr Album doch von vielen Themen, die auch Teenagern nicht fremd sein dürften: „TV Is My Friend“ ist ein Bekenntnis zur Intimität, die man nach der Schule mit diesem Medium entwickeln konnte, das durch […] |
Dan DeaconGliss Riffer |
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Dan Deacon ist der lustige Klassenclown der amerikanischen Indieszene. Seit jeher sorgen seine quirlig-verspielten Synthie-Abstraktionen für gute Laune, auch die quietschfidelen Livesets sind mittlerweile schon fast legendär. Bereits der erste Blick auf das bunte Cover seines neuen Albums „Gliss Riffer“ verrät: Es wird wieder ein Mordspaß werden. Bereits der fünfminütige Eröffnungssong „Feel The Lightning“ wirkt […] |
Zun Zun EguiShackles Gift |
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Ein wenig erinnert die Stimme von Kushal Gaya an jene Lautsprecherdurchsagen in der Bahn, die hauptsatzgetrieben zumeist Ursachendefensive betreiben. Das mag aber auch daran liegen, dass die Instrumentierung von Songs wie „Late Bloomer“ ihn fast ein wenig in die Enge drängt, ein Vielerlei der Musikkulturen durchdringt jedes Stück von „Shackles Gift“. Dass nichts Herkömmliches entstehen […] |
The DistrictsA Flourish And A Spoil |
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Vor Erregung zitternde Walkmen-Gitarren, ein „Bad Reputation“-Stampfbeat und ein garagig verzerrter Gesang zwischen lautkehligem Hamilton Leithauser und Julian-Casablancas-Nöhlen – keine Frage, so klingt die nächste große amerikanische Rockband. Auf der Pennsylvania-Philadelphia-Achse angesiedelt haben The Districts zudem den Vorteil, in Spielreichweite von New York über das etwas andere Leben in der Kleinstadt berichten zu können, doch […] |
Crushed BeaksScatter |
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Ich musste es nachschlagen/in die Suchmaske eingeben: „Crushed Beaks“ sind zerschmetterte Schnäbel. Ein Begriff, mit dem sich gleich ein Geräusch verbindet. Ein unangenehmes. Doch unangenehm sind Crushed Beaks wahrlich nicht, Fans von The Jesus And Mary Chain oder – jünger – The Pains Of Being Pure At Heart werden sich auf dem Debütalbum der jungen […] |
NovellerFantastic Planet |
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Aufs erste Hören mag man Sarah Lipstates neues Werk in seiner Soundweite ans ebenso von einer lauten Anlage profitierende „A U R O R A“ anhängen wollen, doch unter der Oberfläche von „Fantastic Planet“ spielt sich mehr auf engem Raum ab. Vor allem das Zwischenspiel der dicht verzwirnten Anschläge formt die Entwicklung ihrer Kompositionen komplexer […] |
RwakeXenoglossalgia: The Last Stage Of Awareness |
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Rwakes drittem Album für Relapse liegt angeblich eine fein oldschoolige 3D-Brille in Rot-Grün bei, damit einem das Artwork aus muschelartigen Spiralen besser um die Augen flimmert und der psychedelische Moment prächtiger zum Tragen kommt. Derweil betont die Band selbst, dass sie es leid gewesen sei, eine „normale“ Stonerformation unter vielen zu sein. Das mag man […] |
Erase ErrataLost Weekend |
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Ungünstiger als in die gleiche Woche wie die alles überschattenden Sleater-Kinney hätten Erase Errata ihr erstes Album auf eigenem Label kaum legen können, doch auch diese Rückkehr ist eine mehr als gut geglückte in neuer Stärke. Öffentlich getrennt hatte sich das punkige Trio zwar nie, war es aber faktisch mit seiner geographischen Verstreuung und Auszeiten […] |
PondMan It Feels Like Space Again |
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Ein wenig Tarantino-Soundtrack steckt da schon im sechsten Album der Australier, die sich seit 2008 dem schleppend-leiernden Charakter des Psych-Rock verschrieben haben. Das Interessante am Ensemble: Es kreist um Kernmitglieder, die unter anderem auch bei Tale Impala tätig sind. Schon aufgrund der sich ändernden Bandtextur gleichen sich die Alben nur oberflächlich, gemein ist ihnen der […] |
Desperate JournalistDesperate Journalist |
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Für Bands auf postpunkigen Pfaden ist derzeit der fließende Übergang zum Früh-80er-Goth oder Deathpunk allzu häufig naheliegend, doch nur wenigen gelingt es so gut wie Viet Cong oder Iceage, daraus mehr als den xten aufgewärmten Abklatsch zu machen. Von vornherein distanzieren sich Desperate Journalist mit ihrem aufgewühlten Glam-Sound davon ebenso wie von Editors-Schmalz: Zwischen hellem […] |
Jefre Cantu-LedesmaA Year With 13 Moons |
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Sechzehn Tracks, das bedeutet auch immerwährendes Neustarten. Wobei die Richtung auf Jefre Cantu-Ledesmas erster Mexican-Summer-Veröffentlichung paradigmatisch vorgegeben scheint: Er skizziert eine Welt, in der alle Parameter auf Unheil getrimmt sind. So bieten nur wenige der experimentellen, freischwebenden Tracks Halt oder gar Hoffnung, die meisten sind verrauschte Ambientskizzen mit verbeulten Samples und kruden Loops, von deren […] |
Jazmine SullivanReality Show |
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Selten lässt das letzte Albumdrittel im Vergleich zu allen vorherigen Stücken so viel stärker aufhorchen wie auf „Reality Show“. Ist das dritte Werk der Amerikanerin bis dahin eher schwelender R’n’B, dessen luxuriöse melodische Tiefe mit wiederholtem Hören zutage tritt, kommt nach einer halben Stunde „Stupid Girl“ als umso unverhoffterer Aufruhr anstolziert wie ein umkanalisiertes „Rehab“, […] |


