Review: Ben Klock – One |
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Techno ist immer bewusste Entscheidung. Die unumstößliche Aufdringlichkeit in der Machart, die vollständige Fokussierung auf den Beat lässt nicht zu, dass diese Musik als Nebensache abgetan wird. Die Diktion des Maximalen begrenzt zudem die sinnigen Einsatzmöglichkeiten auf Klub und klobigen Kopfhörer – mit physisch einwirkender Lautstärke. Berghain-Resident DJ Ben Klock fügt eine weitere Dimension hinzu, […] |
Review: Balmorhea – All Is Wild, All Is Silent (2009) |
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Erinnert sich noch jemand an den putzigen Walter? Der aus den „Wo ist Walter?“- Büchern. Ein lustiger Kauz mit Brille, immer schelmischem Grinsen und den rot-weißen Klamotten. Wie man als Kind nun Stunden vor diesem Buch verbracht hat und Walter im Dschungel gesucht hat… Und dann kam das Abschlussbild. Das Bild mit den Hunderten von […] |
Review: Onra – 1.0.8 (2009) |
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Natürlich ist es ein höchst abstraktes Vergnügen. Instrumentale HipHop-Schnipsel, Loops, Skits und natürlich: Beats. Nicht erst seit der „Beat Konducta“-Reihe des kongenialen Kollegen Madlib erforschen Beatwissenschaftler die Welt, um sie sich zueigen zu machen. Arnault Bernard alias Onra aus Paris entstammt einer vietnamesischen Familie und hat zuletzt seine Wurzeln erforscht („Chinoiseries“), was nur von Konsequenz […] |
Review: The Whitest Boy Alive – Rules |
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Humor haben sie anscheinend auch noch, denn wer im letzten Sommer zwischen Wolkenbruch und überforderter Security vor dem „Melt-Club“ wertvolle Stunden seiner Festival-Zeit verschwendete, der wird sich beim Anblick des Coverartworks von „Rules“, dem neuen Album von The Whitest Boy Alive, wohl ein Schmunzeln nicht verkneifen können. Doch war dieser von den Festivalorganisatoren wohl nicht […] |
Review: The Appleseed Cast – Sagarmatha (2009) |
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Der Flug des Ikarus Das ewige Auf und Ab der Appleseed Cast. Schafften sie mit den ersten beiden Alben “The End Of The Ring Wars“ und “Mare Vitalis“ kleine, schwebende Glanzstücke des 90er Midwest-Emo, folgte mit “Low Level Owl I+II“ ein elegisches Gesamtwerk beinahe dem Post-Rock nahe. Mit ihren letzten beiden Veröffentlichungen “Two Conversations“ und […] |
Review: Circlesquare – Songs About Dancing and Drugs |
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Jeremy Shaw, der Kopf hinter Circlesquare, gönnt einem nur wenige Sekunden, schon reißt er Dich mit in den Strudel: „Wide awake pre-daybreak / Love it when the earth shakes / Hides how you just can’t sit still.“ Eine Platte, die ihre Genialität erst nach mehrmaliger Einnahme und den passenden Begleitumständen preisgeben will, beginnt. Von vornherein […] |
Short Review: Alif Tree – Clockwork (2009) |
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Propagandhi oder Digitalism zum Katerfrühstück am Sonntagmorgen? Da ist der Hörsturz vorprogrammiert. Besser: Gutmütige, leichte, frische und unaufdringliche Musik, die auf dem Grad zur seichten Unterhaltung gerade noch die richtige Seite erwischt. Alif Tree aus Frankreich schafft da mit seinem neuen Album „Clockwork“ Abhilfe. Wohlklang für die Ohren, der jegliche Anflüge von Langeweile und Redundanz […] |
Short Review: Hjaltalín – Sleepdrunk Seasons (2009) |
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Süß schmeckt die Sommerluft, die Hjaltalín durch die Boxen wehen. Es riecht nach reichhaltigen Blumenwiesen, die mit ihrer einladenden Geste nicht nur Schmetterlinge, Käfer und Vögel anlocken, sondern auch menschliche Wesen. Voll buntgetupfter Ornamentik ist auch die Popmusik dieser Isländer – das wahnsinnig tolle Cover lässt das nur annähernd erahnen. Mit Kontrabass, Bläsersektion, Fagott und […] |
Review: Alela Diane – To Be Still (2009) |
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Alela Diane hat sich mit diesem Album zu einer festen Größe im Folk entwickelt. Ihr Erstling mit Studioproduktion wurde vom NME mit zu den „25 besten Free Folk Alben“ gewählt (wer auch immer weiß, was Free Folk sein soll) und dürfte in jeder folkorientierten Liste für die 00er eine Platzierung finden. War es noch die […] |
Review: Morrissey – Years Of Refusal |
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Wir erinnern uns: Im letzten Jahr veröffentlicht Morrissey seine dritte Best-Of Compilation. Mit dabei sind die beiden in diesem Zusammenhang eher mittelmäßigen neuen Songs „All You Need Is Me“ und „That’s How People Grow Up“. Überraschung Nummer 1: Beide werden nochmals auf dem neuen Studioalbum veröffentlicht. Überraschung Nummer 2: Dort zählen sie zu den stärksten […] |
Review: Diverse – Dark Was The Night (2009) |
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Charity-Sampler müffeln vor Gutmenschentum, vor Bono’scher Profilierungssucht und doppelbödigem Kalkül. Wenn Bands oder Prominente sich für ein Landminenverbot, bessere Gesundheits-Infrastrukturen in Namibia oder die Co²-Ausstoßregulierungen einsetzen, dann sind die gewonnenen medialen Stoßzeiten, die 15-Minuten-Ruhm der Katastrophe, ein wichtiger Beitrag zu Nachrichtenpolitik. Eine Angelina in Afrika macht nicht nur überhaupt auf Missstände aufmerksam, sondern lockert auch […] |
Review: Beirut – March Of The Zapotec / Realpeople – Holland (2009) |
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Wer schon immer mal wissen wollte, was Zach Condon so macht, wenn er an Burnout leidend zum wiederholten Male seine Europatournee absagt, bekommt jetzt die Antwort: Weiterhin fleißig Musik komponieren. Bei „March Of The Zapotec“, dem ersten Teil des hier vorliegenden aus zwei EPs bestehenden Quasi-Split-Albums handelt es sich nämlich um Stücke, die Condon letztes […] |
Review: Loney Dear – Dear John (2009) |
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Ein frischer Wind weht durch das Haus von Emil Svanängen alias Loney Dear, der jetzt sogar ohne Komma auftritt. Die neue Sachlichkeit? Ganz im Gegenteil. Die alte Reduziertheit hat ein paar alte – neue – nun wieder modische Accessoires geerbt und macht „Dear John“ zu einem durchaus mutigen Experiment mit erweiterten Dimensionen. Auf dem Vorgänger […] |
Review: Psychic Ills – Mirror Eye (2009) |
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Wer einem als Erster bei dieser Platte in den Sinn kommt, ist Bob Ross. Ja, genau der Bob Ross, der sich hinstellt, einen freundlich aus dem Fernseher begrüßt und dann anfängt auf einer weißen Leinwand Dinge zu malen, von denen man denkt, man kann das auch, und am Ende steht er da, lächelt Dich freundlich […] |
Review: The Boxer Rebellion – Union (2009) |
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Vier aufstrebende Musiker in London: The Boxer Rebellion erleben innerhalb kurzer Zeit alle Höhen und Tiefen des Geschäfts. 2003 noch als Nobody auf dem Glastonbury gefeiert, findet man in Poptones schnell ein Label, was in der Band Großes vermutet. Nach einer an Krankheit gescheiterten Tour mit den Killers und Razorlight und einer längeren Pause erscheint […] |
Short Review: Asobi Seksu – Hush (2009) |
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Musik für den ganz persönlichen imaginären „Disney“-Soundtrack, der wohl leider nie Realität werden wird. Die New Yorker von Asobi Seksu bleiben ihrem bewährten Rezept auch beim dritten Album treu. Mächtig shoegazende Gitarrenwände treffen auf die J-Pop-Stimme von Sängerin Yuki Chikudate und vereinen sich zu einem Album wie dem Süßwarenladen deiner Träume. Zwar erreichen sie auf […] |

