ØKonstellaatio

Mika Vainio, der zuletzt mit Steven O’Malley noch das großartige Projekt ÄÄNIPÄÄ gestemmt hat, reanimiert seinen Ø–Alias mit dem neuen Album „Konstellaatio“. Dieses scheint nahtlos an seine Veröffentlichungen aus der Mitte der 90er anzuknüpfen: maximal analog und maximal minimal. Dabei ist sein Soundkonzept explizit retro und dennoch so zeitlos, wie es manchmal nur elektronische Musik zu schaffen scheint. Dies ist natürlich irgendwie schizophren, wenn man den Futurismusanspruch, der dieser Musik inhärent eingeschrieben ist, im Hinterkopf behält. Da muss man nur an Detroiter Techno denken, wie ihn zum Beispiel Carl Craig pflegt, irgendwie immer gleich und trotzdem unerreicht. Explizite Tanzmusik bietet „Konstellaatio“ freilich nicht und ist in der Ausführung durchaus spröde und anstrengend, aber in seiner Kompromisslosigkeit wiederum  extrem einnehmend, wenn man sich denn darauf einlassen mag. Eine Zeitreise der etwas anderen Art, die in ihrem Verlauf ein ganz anderes Licht auf unsere Zeitwahrnehmung wirft und diese neu moduliert.

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