InventionsInventions

Nicht nur im Einsatz einer schabenden Perkussion war Eluviums „Envenom Mettle“ der Ausgangspunkt für Inventions, Matthew Robert Cooper expandiert hier auch die damalige Zusammenarbeit mit Explosions In The Skys Gitarrist Mark T Smith. Der Panorama-Ambient ihres gleichnamigen Albums wird aber nicht nur wie erwartet von Coopers Pianorollen und dem EITS-mäßig wiegenden Fingerspiel Smiths geprägt, der selbst beim imposant stampfenden „Recipient“ nie voll vom Leder lässt. Vor allem im von Dampfgeräuschen aufgewühlten „Entity“ nähern sich Inventions mit meist loopenden Vocals den Stimmwallungen Julianna Barwicks an, anstatt ein Songgerüst zu etablieren, werden sie eher Teil der texturell-melodischen Faser stetig vorwärts treibender Arrangements. So anmutig sie auch mutieren und sich in voluminösem Hall aufbauen, distinguieren sich Inventions‘ Stücke durch fein ausgeformte Details wie die fragmentarisch driftende stimme in „Luminous Insects“ oder das alienhafte Blubbern in „Entity“. Auch ohne Kopfhörer offenbaren sich so im Kleinen weitere Facetten, wenn man den sachte pochenden bis zahnradartig ratternden Beats dieser großskalierten Musik mit höheren Lautstärken gerecht zu werden sucht.

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