Haunted HeartsInitiation
Sind sie bei ihren Hauptbands eigentlich weniger für halbe Sachen bekannt, begrenzen sich Dee Dee Penny (Dum Dum Girls) und ihr Ehemann Brandon Welchez (Crocodiles) auf ihrem ersten gemeinsamen Projekt Haunted Hearts tatsächlich in gewisser Weise selbst. Statt die jeweiligen Stärken zu vereinen, scheinen beide nur eine Hälfte zu dem knallbunten Popgemisch auf „Initiation“ beizusteuern, das in viel 80er-Jahre-Pomp stellenweise unterzugehen droht. Am besten klingt das Duo immer dann, wenn Haunted Hearts nicht zu dick auftragen, wie im wunderbaren Dreampop von „Something That Feels Bad Is Something That Feels Good“ oder im psychedelischen Ritt von „House Of Lords“. Fast schon zu melodramatisch gibt sich „Love Incognito“, während „Up Is Up (But So Is Down)“ nur äußerst langsam zu wachsen vermag. Überraschendes Highlight des Albums ist ausgerechnet das melancholische Schlusslicht „Bring Me Down“, das zeigt, wie innovativ die beiden eigentlich sein können – wenn sie es nur wollen.


