Pete Fowler und Jon Tye sind als Seahawks auf ihrem neuen Album zum glorreichen Sommerpsychedelik-Kollektiv angewachsen, unter anderem mit Hot Chips Al Doyle am Bass und Gesang von Maria Minerva, Tim Burgess (Charlatans) und Indra Dunis (Peaking Lights). In dieser volleren Ausformung wird die Benommenheit ihrer Musik unter nieselnden Overdubs nur noch mehr zum farbenfrohen Chillout mit Hitzeschlag, merkwürdig lückenhaft und verbogen und mit eingeworfenen Misstönen machen sie auf die richtige Weise einiges falsch. Verdreht verlaufen sich Bläsermelodien, das benebelte Gitarrenzupfen in „Safe Harbour“ macht sich plötzlich aus dem Staub und lässt ein verschämt auslaufendes Saxophon allein zurück, „Rainbow Sun“ setzt zaghaft zur großen Tanzeuphorie an, bevor „Look At The Sun“ sich in „Kaputt“-heit suhlt. Seahawks deuten vertraute Bewegungen aus Drone, Softrock oder Easy Listening an, nur um in 60°-Winkeln auszuschlenkern, doch auch dank der emotional diffusen Melodien und menschlich imperfekten Vocals geht man gerne diesen nicht ganz einfachen Weg mit, auf dem sich alles in Wohlgefallen auflöst.

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