Grizzly BearPainted Ruins |
|
Grizzly Bear umarmen Sound und Vision – und bleiben trotzdem hörbar wundersame Geister. |
Grizzly BearShields |
|
Schroffer, opulenter, hinreißender: Grizzly Bears barocker Pop weiß auch mit angezogener Intensität zu verzaubern. |
Maps & AtlasesPerch Patchwork |
|
Maps & Atlases aus Chicago gelten im Folk- und Indie-Bereich als einer der vielversprechendsten Newcomer aus den USA. Zwar nicht als Anwärter auf reißenden Absatz an den Plattentheken, dafür betrachten sie Kritiker in künstlerischer Instanz als eine der aktuell wenigen Bands, die sperrige Entwürfe und künstlerischen Spieltrieb in originelle Songs von drei Minuten packen kann. Ohne Quetschen, ohne Spannen. Dabei handelt es sich um eine momentan eher rare Gabe. Die einen werfen die Kleinkunst zu Gunsten des Hits über Bord und produzieren stromlinienförmige Popsongs, während sie einzelne Stücke in Überlänge mit Gefrickel überladen. Andere lassen nichts aus und spielen an jedem Schalter, der sich finden lässt, bis sich auch der letzte Hörer in einen Teil des Sound-Labyrinths verrannt hat, aus dem so schnell kein Ausweg bereitgestellt wird. |
Empfehlung: Julian Lynch |
|
Es tut uns schrecklich leid, doch auch im Falle von Julian Lynch werden wir nicht drum herum kommen, genau jene Schlagworte fallen zu lassen, die seit Monaten durch den Musikjournalismus geistern und mittlerweile alles oder nichts bedeuten könnten. Bringen wir es also hinter uns […] |
The Morning BendersBig Echo |
|
Sich selbst erfüllende Prophezeiung nennt man das, wozu die Morning Benders mit der Titelgebung ihres zweiten Albums „Big Echo“ den ersten Schritt getan haben. Wobei man das Moment des Unbeabsichtigten getrost beiseite lassen kann: Das Quartett aus Berkley, Kalifornien hat mit dem Engagement von Grizzly Bears Chris Taylor als Co-Produzenten eine prominente Wahl getroffen, gemeinsam haben sie den Songs sakrale Räume eingerichtet. |
Jamie LidellCompass |
|
Jamie Lidell, der Fuchs, die Rampensau, der Wunderknabe, der Sexy Motherf****r. Nach seinem letzten Album „Jim“ kamen doch tatsächlich vereinzelt Anschuldigungen auf, er wäre zu konservativ geworden, versuche jetzt nur noch mit anachronistischem Retrosound seinen persönlichen Anteil am grassierenden Soulrevival um Amy Winehouse und Konsorten abzuschöpfen. |
Die Visualisierung des Indiesounds: Posterdesign von P. Gardner |
|
“Retro” nervt. “Altmodisch” und “nostalgisch” hingegen ist immer wunderbar, weil frei von jeglichem Trendbewusstsein und immer ziemlich stilecht. Paul Gardner aus dem Designbüro Florafauna aus Minneapolis ist jedoch schon aus Berufsgründen immer auf der Höhe der Zeit, ein absoluter Trendmensch. Und sein Job ist es, eine visuelle Entsprechung zum angesagten amerikanischen Indieklang zu finden: Er designt Konzertposter […] |
Beach HouseTeen Dream |
|
Wer Baltimore nur aus der US-Serie „The Wire“ kennt, wird sich kaum vorstellen können, dass auch das wunderbare Dreampop-Duo von Beach House in eben jener Stadt beheimatet ist. An das postindustrielle, heruntergekommene und von Korruption durchzogene Drogenmoloch, das in der HBO-Produktion gezeichnet wird, mag man jedenfalls kaum denken, während man dem traumwandlerischen und herrlich anachronistischen Entschlackungs-Pop von Victoria Legrand und Alex Scally lauscht […] |
Thus:OwlsCardiac Malformations |
|
Am besten gruselt es sich, wenn das Bedrohliche sich von Unwissenheit nährt, die Quelle der Furcht raschelnd durch das Laub streicht, und nicht, wenn Bäume plötzlich laut krachend umstürzen. Auch Schauern ist dann am intensivsten und reizvollsten, wenn sich unbemerkt Gefühle manifestieren, die nicht zu benennen sind. Insofern ist es durchaus als Kompliment zu verstehen, wenn einen das Debüt derThus:Owls nach dem ersten Durchlauf leicht angeschlagen zurücklässt […] |
Konzertbericht: Grizzly Bear und St. Vincent in der Kulturkirche in Köln (19.11.09) |
|
Als Grizzly Bear im Jahre 2006 nach dem Einstieg von Daniel Rossen ihr bezauberndes Zweitwerk „Yellow House“ veröffentlichten, zog die Band noch nahezu ungeachtet in sorglosem Schwebezustand vorüber. Wie ein herbstlicher, gelber Lichtstrahl, der durch das dünne Fensterglas fällt und der Wohnung Licht und Wärme spendet, den so manch blinzelndes Aug´ aber nur schemenhaft erkennen […] |
Empfehlung: Doveman, der Übersehene |
|
Ein schüchterner Blick, ein gehauchtes Wort. Thomas Bartlett fällt nicht auf, ist der Typ aus der zweiten Reihe im Umfeld von Grizzly Bear und The National. Sympathisch, vielseitig interessiert, versiert und doch ständig übersehen. Thomas ist grundnett. Zumindest lässt das seine Musik erahnen, die er zusammen mit anderen Musikern (u.a. der etwas bekanntere Sam Amidon) […] |
Warp – Zwanzig Jahre Taktgeber der Popmusik |
|
Damals, mit vierzehn, weit vor der ultimativen Expansion des Internets erkannte mich die Verkäuferin des lokalen Elektromarktes schon von Weitem. Kein Wunder, schließlich schlich ich mit den Musikzeitschriften meiner Wahl bewaffnet durch die Gänge und lud mir stapelweise CDs auf, die ich späterhin öffnen ließ, um sie auf der hauseigenen Abspielstation via Kopfhörer anzutesten. Ein […] |
Spezial: Beste Musikvideos | April-Juni 2009 |
|
Der Tod Michael Jacksons hat auf eindringliche Weise vor Augen geführt, welchen Qualitätsverlust Musiksender wie MTV sukzessive durchlitten haben: Weg vom Musikvideo hin zu schäbigem Dokutainment. Für eine Nacht und einen Tag besannen sie sich auf eine alte Stärke und spielten die großen Klassiker eines den Mainstream vollends prägenden Konsumhelden, der in seiner Person Tragik […] |
Our Brother The NativeSacred Palms |
|
Erst leichte Beunruhigung. Dann Angst. Lust. Aggression. Depression. Auf einmal Freude. Verzweiflung. Panik. Enthusiasmus. Beklemmung. Selten wirbelt eine Platte dermaßen verstörend in allen nur erdenklichen Gefühlszuständen, gräbt sich ein und holt mit seinen fiesen Krallen längst vergrabene Sehnsüchte hervor wie „Sacred Palms“. Ziemlich hilflos taumelt man in Sekundenschnelle von einer Stimmungslage in die nächste, ein Zustand hoffnungsloser Unterlegenheit, […] |
Grizzly BearVeckatimest |
|
Der Bio-Supermarkt in der nächsten Straße hat sich gerade verbreitert: Größere Ladenfläche, mehr Auswahl, noch frischere Produkte. Selbst inmitten wirtschaftlicher Krisenzeiten boomt das Geschäft mit der Naturbelassenheit. Unbestreitbar gibt es seit ein paar Jahren einen regelrechten Trend zur Ursprünglichkeit, der sogar seine Entsprechung auf musikalischem Terrain findet. Zwar kam noch niemand auf die Idee, die […] |
Tape auf Touren: Vol. 09 |
|
Leicht unausgeschlafen in die Woche gestartet, kommt das Tape erst mit einiger Verspätung so richtig aus den Puschen. Dabei hat es das Programm durchaus in sich: Die erste zu hörende Studioversion vom kommenden, heiß erwarteten Grizzly Bear Album hat es ebenso auf das Band geschafft wie der neueste Streich von Modest Mouse. Danach geht es […] |













