Musik haben Ought natürlich auch schon vor ihrem bahnbrechenden Debütalbum gemacht, auf der EP „New Calm“ zum Beispiel, die vor zwei Jahren allerdings nicht so richtig wahrgenommen wurde. Was liegt da näher, als sich einige Songs – um genau zu sein: „New Calm, Pt. 2“ und „Pill“ – davon zu schnappen und sie mit dem neu gewonnenen Schwung nochmals einzuspielen? Nichts, denn in ihrer neuen, explosiveren Form hätten sie auch wie selbstverständlich Platz auf dem Album gefunden. Besonders das siebenminütige „New Calm, Pt. 2“ entpuppt sich schnell als einer der aufbrausenden Bastarde, die schon „More Than Any Other Day“ so liebenswert machten. Auch die beiden neuen Songs tragen dazu bei, dass die EP bei 25 Minuten Spielzeit am Ende eher an die Intensität eines Albums heranreicht. „New Calm, Pt. 3“ ist das aufreizend langsame und minimalistische Gegenstück zu seinem Vorgänger, das komplett ohne Gesten und Höhepunkte auskommt und dabei nur durch dünne Dronefäden zusammengehalten wird. Währenddessen dürfte der vierte und letzte Song „Waiting“ zum Eingängigsten gehören, was die Band jemals geschrieben hat. Insgesamt eine runde Sache also, die in Kurzform einen Einblick in das komplette Ought-Universum gewährt.

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