An sixties-inspirierten Bands mangelt es freilich nicht, auch Crocodiles ziehen einen großen Teil ihrer Musik aus dieser Epoche. Klar, sie reichern das Ganze noch mit einer Portion Shoegaze und Kraut an, aber im Grunde bleibt es doch Psychedelic Rock. Dass sie es mit „Crimes Of Passion“ zu vier Alben gebracht haben, ist schon eine Leistung, denn viele hatten Brandon Welchez und Charles Rowell nicht einmal ein zweites zugetraut. Aus dem Duo ist mittlerweile eine Band geworden und die Alben kommen nahezu mit uhrwerkartiger Regelmäßigkeit. Leider wartet man aber seit ihrer Übersingle „I Wanna Kill“ auf das Überalbum, das das Niveau der jeweiligen Albumsingles in Gänze hält. Sämtliche Alben haben tolle bis großartige Songs – „Sleep Forever“ von 2010 beispielsweise „Mirrors“, „Endless Flowers“ vom letzten Jahr den Titelsong und „Sunday (Psychic Conversation #9)“ -, aber schaffen es nicht, die Spannung konstant hoch zu halten. Auch „Crimes Of Passion“ macht da keine Ausnahme. Welchez und Rowell bewegen sich noch einen Schritt weiter weg von Psych-Rock zu Psych-Pop, wodurch das Album zu ihrem bisher eingängigsten wird. Ihnen gelingt aber nicht im gleichen Maße eine Metamorphose, wie sie beispielsweise Dum Dum Girls, die Band von Welchez‘ Lebensgefährtin Dee Dee, von Lo-Fi-Schrammel zu glänzendem Indie-Pop durchaus mit Mainstreamappeal vollzogen haben. Hört man bei „Crimes of Passion“ genau hin, kommt man nicht umhin zu vermuten, dass Welchez und Rowell genau eine solche vorschwebte.

Ein Kommentar zu “Crocodiles – Crimes Of Passion”

  1. […] haucht, faucht und predigt ein wenig Sex-Magick – klingt super, oder? Leider fehlt, wie schon öfter in der letzten Zeit, der letzte […]

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