Best CoastFade Away
Best Coasts Debüt „Crazy For You“ konnte direkt mit dem Hit „Boyfriend“ trumpfen und verhalf Bethany Cosentinos und Bobby Brunos Interpretation von Jangle-Surf-Indie-Beach-Girl-Pop zu internationaler Aufmerksamkeit. Sicher spielte dabei der Zeitgeist eine Rolle, denn andere Bands wie Dum Dum Girls oder Cults konnten mit ähnlich gelagerter Musik ebenso Erfolge aufweisen. Das zweite Album von Dum Dum Girls ließ die Band dann fast zu den Pretenders mutieren und auch Cosentino wollte mit ihrem Zweitwerk einen Schritt weiter gehen. „The Only Place“ zeigte Best Coast mit abgeschliffenen Kanten und sehr eingängig, aber die unterschwellige Rotzigkeit, diese Ahnung von Punk, die noch „Crazy For You“ herausstechen ließ, war verschwunden. „Fade Away“, die neue Mini-LP mit sieben Songs, soll nun die Wartezeit auf das nächste „volle“ Album ein wenig verkürzen und die Vorfreude hochhalten – ein Anspruch, dem sie gerecht wird. Cosentino und Bruno finden zurück zu alten Tugenden, oder finden besser gesagt eine perfekte Balance zwischen den Vorgängerplatten. „Fade Away“ ist eine mitreißende Platte geworden, die selbst Trennungslieder mitreißend locker verpackt. Selbst im Moment der persönlichen Niederlage lässt sich so mit einem Lächeln aus dem gemeinsamen Leben tanzen, anstatt in Gram zu versinken, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen oder mit Gegenständen zu bewerfen.




Beim letzten Satz musste ich lachen :-)