Welch ein Rausch. Nachdem sie im letzten Jahr auch auf dem alles überstrahlenden Swans-Album mitwirkten, kehrt der Alltag ein bei Akron/Family. „Sub Verses“ schließt allerdings nicht an den etwas wirren Vorgänger „Akron/Family II: The Cosmic Birth And Journey Of Shinju TNT“ an. Vor allem das zugänglichere „Set ‘Em Wild, Set ‘Em Free“ scheint wieder ins Bewusstsein gerückt zu sein, zusammen mit mindestens drölfzigtausend weiteren Klangquellen, die von loopigen Animal-Collective-Texturen bis hin zur triefenden Drone-Dunkelheit von Boduf Songs reichen. Auch opulentere, beinahe barocke Pracht, die das zwielichtgeflutete „Until The Morning“ durchzieht, drängt sich in den Vordergrund, jedoch nur facettenhaft – im folgenden „Sand Talk“ droht wieder perkussives Ungemach. Das ständige Wechselspiel von Klang, Ton und Geräusch, seit jeher bevorzugtes Stilmittel der drei Amerikaner, wirkt so ausgereift wie lange nicht mehr. „Sub Verses“ wirkt wie ein kontrastreiches Monumentalbild, das bei länger währender Betrachtung immer mehr Details zum Vorschein bringt, ohne jedoch den psychedelischen Überbau zu verlieren.

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