Die Zeit scheint reif für die Neuentdeckung der Finsternis – und sei es nur musikalisch! Nicht dass daran etwas atemberaubend neu wäre, es gibt viele, die sich genau das seit Längerem auf die Fahnen geschrieben haben (The Soft Moon, Raime, The Haxan Cloak etc.) und fleißig an der Umsetzung arbeiten. Prurient ist einer von ihnen, seine erste Veröffentlichung auf dem einflussreichen Label Blackest Ever Black enthält drei Tracks von knapp 33 Minuten Laufzeit. Der mit 17½ Minuten dickste Brocken ist das Titelstück: „Through The Window” entfaltet auf der Basis einer stoisch voran plukernden Kickdrum einen stellenweise angetrancten Dunkeltechno mit Spoken-Word-Einflüsterungen, der sich um Clubformalien einen Scheiß kümmert, aber schon um die Wirkung eines weiteren Drumpattern, einer minimalen Hi-Hat-Variation und von Sound-Auf- und Abschichtungen weiß. „Terracotta Spine” erklingt direkt aus der industrialen Vorhölle, „You Show Great Spirit” lässt uns dem weißen Licht entgegen tanzen. Dunkel, funkelnd, hypnotisch!

2 Kommentare zu “Prurient – Through the Window”

  1. […] auch 2013 begann schon recht vielversprechend mit der Veröffentlichung von Prurients „Through The Window“. An dieser Stelle muss auch auf den sehr empfehlenswerten Download-Sampler „After The Affair: […]

  2. […] Blackest Ever Black, sicher nicht vorwerfen. Nach unter anderem industrialinfiziertem Techno von Prurient, den angejazzten Ambientelektronika-Kathedralen des Dazwischen von Dalhous, der klassischen […]

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